Beerenstark: Puddingtarte mit Erdbeeren und Heidelbeeren

Wenn schon kein Sommer, dann wenigstens Beeren…Puddingtarte mit Beeren Erdbeeren, Blaubeerem Vanillepudding

Ein bisschen nervig ist er ja schon, dieser Sommer: total unzuverlässig, vor allem am Wochenende, und wechsellaunig innerhalb von Minuten! Einen Kollegen mit diesen Eigenschaften würde man möglichst meiden, aber so lässt man sich eben seufzend drauf ein.. Aber wisst ihr wofür der ganze Wechsel zwischen Regen und superheißen Temperaturen gut war, wenn schon nicht für die morgendliche Kleiderwahl? Für die Beerenernte! Die süßen Kleinen mögen nämlich genau das: viel Wasser und viel Sonne 😉 Ich hatte darum zwei große Vorteile bei der Bewirtschaftung meiner kleinen Parzelle im Gartenprojekt meines Arbeitgebers: 1. musste ich wegen des Regens nicht so oft gießen gehen und wenn ich dann hingegangen bin, konnte ich 2. immer schön Erdbeeren oder Himbeeren naschen 🙂Puddingtarte mit Beeren Erdbeeren, Blaubeerem Vanillepudding

Übrigens hat es insgesamt sehr gut geklappt mit meiner Ernte dieses Jahr! Die Mama des Herrn Keks hat mir ein paar Pflänzchen mit hochgezogen, die ich dann nur noch einbuddeln musste.. und gießen natürlich. Mittlerweile konnte ich schon drei Zucchini (davon eine gelbe, ufoförmige), Unmengen Radieschen und Salat und eben Erdbeeren ernten. Aber davon erzähle ich euch ein anderes Mal in einem extra Beitrag. Heute soll es nämlich um Beeren gehen! Die liebe Ina von Ina is(s)t hat nämlich zur Blogparade aufgerufen mit dem Thema Beerenstark. Super Idee, da bin ich gern dabei! Und zwar mit einer feinen Tarte aus buttrigen Mürbeteig, gefüllt mit leckerem Pudding und natürlich Beeren! Übrigens wäre die Tarte mit frischen Beeren oben drauf sicher hübscher gewesen, aber ich mag gebackene Beeren sehr gern, wenn sie so weich und matschig sind 😉wp-1469899556316.jpeg

Nun zum Rezept für meine Puddingtarte mit Beeren:
• 300g Mehl
• 200g Butter
• 80g Zucker
• 1 Ei
• 200ml Milch
• 1/2 Packung Puddingpulver
• 1 EL Zucker
• 2 EL Erdbeermarmelade
• 8 Erdbeeren
• 7 Blaubeeren

Das Mehl mit der Butter, den 80g Zucker und dem Ei zu einem homogenen Teig verkneten, in Alufolie wickeln und für 30 Minuten in den Kühlschrank legen.
Währenddessen den Pudding nach Packungsanweisung, aber eben nur mit den angegebenen Mengen kochen. Der Pudding wird dadurch etwas dicker. Pudding beim Erkalten immer wieder umrühren, damit sich keine Haut bildet.
Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Den Mürbeteig aus dem Kühlschrank nehmen. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und in die bebutterte oder mit Backpapier ausgelegte Form legen. Mit einer Gabel den Boden mehrfach anstechen. Zum blind backen ein Backpapier auf den Teig legen (am besten vorher zerknittern und wieder glatt streichen, dann passt es sich besser an) und mit getrockneten Hülsenfrüchten (Erbsen, Linsen, …) befüllen. 12 Minuten backen. Wieder aus dem Ofen nehmen, die Hülsenfrüchte und das Backpapier entfernen (Vorsicht, heiß!) und den Boden mit der Marmelade bestreichen. Dann mit dem Pudding befüllen. Die Beeren waschen und trocken tupfen. Erdbeeren vom Grünzeug befreien und halbieren. Immer zwei Beerenhälften neben einander in den Pudding drücken, dazwischen die Blaubeeren. Die Tarte zurück in den Ofen stellen und nochmal 15 Minuten backen. Danach gut auskühlen lassen, sonst zerläuft der Pudding beim Anschneiden.Puddingtarte mit Beeren Erdbeeren, Blaubeerem Vanillepudding

Ich hoffe, ihr konntet auch ganz viele Beeren genießen in diesem Sommer und wenn ihr sogar noch Ideen braucht, was ihr aus euren Beeren macht, dann hüpft doch rüber zu Ina und schaut euch die Einreichungen an 🙂
Habt noch ein beeriges Wochenende
Alexa

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Kulinarisch nach Nepal: vegetarische Momos mit Tomatenchutney

Kleines Land, großer Geschmack: Köstlichkeiten aus Nepal, oder: jedem Land seine Maultaschen 😉

Nepalesische Teigtaschen Momos vegetarisch Tomatenchutney2

Die liebe Sarah vom Knusperstübchen hat schon vor einiger Zeit zu einer kulinarischen Entdeckungsreise aufgerufen. Teilgenommen haben verschiedene Blogger, die jeweils ein Rezept aus einem anderen Land vorgestellt haben.Vor mir ging es mit der Erdbeerqueen nach Kolumbien und ich nehme euch heute an einen ganz anderen Teil der Erdkugel mit: nach Nepal! Ich war zwar noch nie in dem kleinen Land zwischen China und Indien, aber das wird nicht mehr lange so bleiben! Der Herr Keks und ich haben unsere nächste Reise schon gebucht und zwar nach Nepal 🙂 Da ich immer gern weiß, was mich kulinarisch so erwartet in meinem Urlaub, probiere ich meist davor schon ein paar Rezepte aus. Daher hat es sich wunderbar angeboten, bei dieser Blogparade mit meinem nächsten Urlaubsland Nepal dabei zu sein!

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Meine Recherche zu nepalesischen Rezepten war erstmal ein bisschen ernüchternd. Dal Baht, Reis mit Linsen, ist wohl das traditionellste und häufigste Gericht in Nepal. Viele Nepalesen, besonders in den Bergregionen, essen einfach nur zwei Portionen Dal Baht am Tag. Das fand ich gar nicht so spannend und vor allem: gar nicht so fotogen 😉 Darum hab ich die Recherche noch stark erweitert und jede Menge anderer Rezepte gefunden. Grundsätzlich kann man sagen, dass in Nepal gern mit wenigen und leicht erhältlichen Zutaten gekocht wird. Dafür aber mit umso raffinierteren Gewürzen! Verschiedene Würzpasten und Chutneys mit frischem Chili, Ingwer und viel Knoblauch stehen an der Tagesordnung. So eine wollte ich natürlich gern ausprobieren. Außerdem gibt es auch in Nepal eine Art „Maultaschen“ oder Teigtaschen. Dumplings, Dim Sum oder Wan Tans kennt man. In Nepal gibt es Momos! Der Name ist doch schon wunderbar, oder? Der Teig ist wirklich aus sehr einfachen Zutaten: Mehl, Wasser und Salz. Die Füllung besteht aus Gemüse oder Fleisch. Dazu gibt es ein Tomatenchutney und ich wollte unbedingt auch noch das nepalesische Fladenbrot probieren, das etwas an Nan Brot erinnert und aus den gleichen Zutaten gemacht wird, wie der Teig der Momos. Wie vielseitig Mehl, Wasser und Salz doch sein kann 😉

Eine kleine Warnung habe ich noch zu diesem Gericht: Die kleinen Teigtaschen zu füllen und zu formen ist wirklich etwas langwierig, darum bietet es sich an, dieses Gericht mit Gästen gemeinsam zu kochen. Die Aufgaben lassen sich leicht verteilen. Zu zweit steht man wirklich eine ganze Weile 😉

Nepalesische Teigtaschen Momos vegetarisch

Nun aber zum Rezept für meine vegetarischen Momos, die Menge reicht für etwa 5 Personen:

Für den Teig:

  • 500g Weizenmehl
  • 2 EL Olivenöl
  • etwa 200ml Wasser
  • 1/2 TL Salz

Für die Füllung:

  • 600g Gemüse, je nach Vorliebe bestehend aus Blumenkohl, Karotten, Kartoffeln und Erbsen
  • Salz, Pfeffer, Kurkuma, gem. Koriander
  • 1 frische Chilischote
  • 1 Schalotte oder Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 TL frischer Ingwer, gerieben
  • 2 EL Öl

 

Für den Teig das Mehl mit dem Öl und dem Salz in einer Schüssel vermischen, die Hälfte des Wassers dazu gießen und verkneten. Nach und nach Wasser dazugeben und kneten, bis ein elastischer, leicht feuchter Teig entstanden ist. Evtl. braucht man dafür auch ein bisschen mehr oder weniger Wasser. Den Teig mit einem sauberen Küchentuch abdecken und zur Seite stellen für mind. 30 Minuten.

Währenddessen die Füllung vorbereiten. Dafür die Kartoffeln und Karotten schälen, in kleine Würfel bzw. Scheiben schneiden und in einen Topf legen. Den Blumenkohl waschen, Röschen abteilen und ebenfalls in den Topf legen. Die Erbsen (aus der Dose) erst mal bei Seite stellen. Den Topf mit Wasser auffüllen bis das Gemüse bedeckt ist und kochen lassen bis alles weich ist, also etwa 20 Minuten.
In der Zwischenzeit kann das Tomatenchutney vorbereitet werden.
Wenn das Gemüse weich ist, das Wasser abgießen. Gekochtes Gemüse in eine Schüssel geben, Erbsen dazugeben. Die Schalotte und die Chilischote klein schneiden, den Knoblauch auspressen. In einem Topf (gern auch dem gleichen Topf wie vorher) das Öl erhitzen. Die Schalotte und den Knoblauch kurz andünsten. Chili und geriebenen Ingwer dazugeben, kurz mitdünsten. Gemüse und etwa einen halben Teelöffel Kurkuma und Koriander dazugeben. Alles zu einem Brei zerstampfen. Vom Herd nehmen und den Brei mit dem Salz und dem Pfeffer abschmecken.

Den Teig durchkneten. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche jeweils einen Teil davon sehr dünn ausrollen. Mit einem Glas von etwa 8cm Durchmesser Kreise ausstechen. Einen Teelöffel vom Gemüsebrei in die Mitte legen und den Teig so umklappen, dass Halbkreise entstehen und die Füllung eingeschlossen ist. Damit der Teig besser aneinander klebt, kann man den Rand mit etwas Wasser befeuchten, am besten einfach mit dem Finger. Wer will klappt in regelmäßigen Abständen ein Stück Rand um, damit sich ein Muster ergibt.
Die Momos dann dämpfen. Dazu Wasser in einem Topf kochen lassen und die Momos mit ausreichend Abstand zueinander in einem Dämpfaufsatz 10-15 Minuten dämpfen. Wer keinen entsprechenden Aufsatz hat, kann ein Sieb nehmen und mit einem Geschirrtuch auslegen. Dabei aufpassen, dass das Geschirrtuch nicht auf die Herdplatte hängt.

Nepalesische Teigtaschen Momos vegetarisch Tomatenchutney Roti

Und nun zu dem unheimlich lecker würzigen Tomatenchutney:

  • 5 Tomaten
  • 1 Schalotte oder Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • je 1/2 TL Kurkuma, frischer geriebener Ingwer und gem. Koriander
  • 2 Zweige frischer Koriander, wenn ihr den gern mögt, sonst weglassen
  • 1 Chilischote
  • Salz
  • 2 EL Öl

Das Öl in einem Topf erhitzen. Zwiebel schneiden, Knoblauch pressen. Beides in dem Öl andünsten. Die Tomaten waschen und in möglichst kleine Stücke schneiden. In den Topf geben. Chilischote waschen, schneiden und auch in den Topf geben. Die Gewürze und den Ingwer auch dazu geben. Bei mittlerer Hitze und geschlossenem Deckel 20 Minuten köcheln lassen. Dann mit Salz abschmecken – fertig.

 

Und nun noch das Rezept für das nepalesische Fladenbrot, Roti genannt:

  • 250g Mehl
  • 120ml Wasser
  • Salz

Alle Zutaten vermischen, gut durchkneten und etwa 30 Minuten ruhen lassen. Dann nochmals kneten und in 10 Stücke teilen. Diese flach drücken und auseinanderziehen, bis der Teig rund und dünn ist. Die Brote dann in einer Pfanne ohne Öl von beiden Seiten backen bis sie Blasen werfen.

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Damit war ich schon die Letzte in der kulinarischen Entdeckungsreise! Eine Auflistung aller Länder, Blogs und Rezepte findet ihr auf Sarahs Blog, da kann man sich so richtig schön auf den Geschmack bringen für die nächste Reise 🙂
Also viel Spaß euch beim stöbern und träumen 😉
Alexa

Köstlicher Bulgursalat zum Mitnehmen in zwei Versionen

Über den Unterschied zwischen Gerichten für Männer und Gerichten Frauen, und die Schwierigkeit, eines Picknicks in der Großstadt.

Salat im Glas Picknick, mit Pute, Ziegenkäse, Nektarinen

Schon zum zweiten Mal bin ich bei der tollen Blogparade „gesund und lecker für jeden Tag“ dabei. Diesmal zum Thema Picknick – was kommt in der Korb? Der Herr Keks und ich machen im Sommer öfter ein Picknick, einfach weil wir keinen Balkon haben und trotzdem gern draußen essen wollen. Meistens in der quick and dirty Version: Nudelsalat in die Transportdose, zwei Gabeln und zwei Flaschen Bier dazu – fertig! Macht jetzt für Bilder nur nicht viel her.. also diesmal: Apfelkiste als Tisch genommen, Essen fein säuberlich vorbereitet, nicht in der Plastikdose sondern in schönen Gefäßen, kleine Tischdecke dazu, ordentliches Besteck.. ja und dann an zur nächsten Wiese.

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So eine Wiese kann aber auch mal ein Stück weg sein wenn man in der Münchner Innenstadt wohnt. Darum wollten wir mit dem Rad in den englischen Garten fahren. Aber packt mal so eine Obstkiste auf ein Fahrrad wenn die Kiste doppelt so groß ist wie der Korb, den ihr normal verwendet! Expander helfen da schon ganz gut, aber nur am äußersten Rand des Sattels zu sitzen, weil die Kiste den restlichen Platz braucht und dann noch deren Kanten bei jedem Huckel im Rücken zu haben, macht gar nicht so viel Spaß 😉 Als die leidige Fahrt dann ein Ziel gefunden hatte und ich meinen Picknicktisch aufgebaut hatte, wurde ich auch noch von den etwa 20m entfernt sitzenden Engländern verarscht, weil ich Essen fotografiere.. ja, das war wieder eine traurige Geschichte aus dem Leben einer Foodbloggerin 😉 Aber: so schön angerichtet und gemütlich auf der Wiese macht so ein Picknick gleich viel mehr Spaß! Außerdem habe ich zwei tolle Versionen eines Bulgursalats für euch! Der Herr Keks und ich, wir konnten uns nicht einigen, ich wollte nämlich gern Obst in den Salat und der Herr Keks Fleisch. Jetzt gibt es eine Männer- und eine Frauenversion. Verzeiht mir hier bitte meine klischeebehaftete Benennung, natürlich ist es andersrum auch erlaubt. Mit meinem geschundenen Rücken (ja, der Korb aka zu große Apfelkiste) waren meine kreativen Denkprozesse in der Benennung der Salate doch etwas eingeschränkt. Ich muss auch sagen, dass mich sein Putenfleisch in Honig und Sesam doch auch nicht ganz kalt gelassen hat, das war schon sehr lecker, hätte ich schon auch statt meinen Nektarinen gegessen ohne was zu vermissen 😉

Picknicksalat im Glas Pilze, Honig-Sesam-Pute, Bulgursalat, Ziegenkäse

Jetzt aber zum Rezept für einen männlich-inspirierten Bulgursalat mit Putenfleisch in Honig und Sesam, mildem Zigenkäse und frischen Champignons, sowie meinen weiblich-inspirierten Bulgursalat mit süßer Nektarine, knackiger Paprika, mildem Ziegenkäse und Walnüssen für den extra Crunch:

Gemeinsame Zutaten für zwei Salate, je einen pro Variante:

  • 75g Bulgur
  • 1/2 Schalotte
  • 1 EL Öl
  • 170ml Wasser
  • Salz, Pfeffer, Curry, gem. Koriander, 
  • 1/2 Kopf Romanasalat
  • 180g Ziegenkäse, von der Art und Konsistenz wie Feta
  • für das Dressing: 4 El Wasser, 5 EL Kürbiskernöl, 1 EL Kräuteressig, 1 MS scharfer Senf, Salz, Pfeffer, 1 TL Zitronensaft, 1 TL Schmand, 2 Kapern (klein geschnitten), 1 EL Agavendicksaft

Für die männliche Version:

  • 150g Putenbrust
  • 1 EL Sesam
  • 1 EL Honig
  • Salz, Pfeffer
  • 2 EL Öl
  • 3 frische Champignons

Picknicksalat im Glas, Bulgursalat mit Nektarine, Ziegenkäse, Walnüssen, Paprika

Für die weibliche Version:

  • 1/2 Nektarine
  • 5-6 Walnusshälften
  • 1/2 Paprika

Zuerst den Bulgur vorbereiten. Dafür die Schalotte schälen und sehr klein schneiden. In einem Topf das Öl erhitzen, die Schalotte darin andünsten. Den Bulgur dazugeben, kurz mitdünsten und dann mit dem Wasser ablöschen. Kochen  lassen bis der Bulgur weich und das Wasser verkocht ist. Abkühlen lassen und jeweils die Hälfte in zwei Mason Jar Gläser oder einfach Plastikdosen füllen.
Das Putenfleisch vorbereiten: erst in kleine Stücke schneiden. Das Öl in einer Pfanne erhitzen, das Fleisch darin etwa 5 Minuten anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen, dann den Honig dazugeben. Das Fleisch wird jetzt etwas bräuner. Noch etwa 3 Minuten weiterbraten, dann den Sesam darüberstreuen, kurz umrühren und dann auskühlen lassen.
Für das Dressing alle angegebenen Zutaten in ein Schraubglas geben, Deckel drauf und gut schütteln. Erst kurz vor dem Verzehr über den Salat gießen.
Den Romanasalat waschen, trocken schleudern und in kleine Stücke schneiden. Über den Bulgur schichten. Dann den Ziegenkäse abtropfen lassen und in kleine Würfel schneiden, ebenfalls über den Bulgur schichten.
Bei der männlichen Version jetzt das Putenfleisch schichten, dann die Champignons putzen, in Scheiben schneiden und auf das Fleisch legen.
Für die weibliche Version: Paprika und Nektarine waschen, in Würfel bzw. Scheiben schneiden und in das Glas schichten. Jetzt die Walnüsse mit den Händen etwas zerkleinern und ebenfalls darüber streuen.

Picknick im englischen Garten Salat Buchweizenwraps infused water

So, dann hoffen wir jetzt mal alle auf gutes Wetter, damit die ganzen Picknickideen auch mal umgesetzt werden können. Was es sonst noch so an Rezepten gab, findet ihr in unserer Facebookgruppe. Viel Spaß beim Stöbern und Probieren!
Alexa

 

 

 

Saure Erfrischung für heiße Tage: Zitroneneistee mit Minze und Ingwer

Die Herausforderungen des Zirtoneneistees und warum sauer lustig macht.

Zitroneneistee selber machen mit Minze und Ingwer 3

Endlich zeigt sich der deutsche Sommer mal von seiner schönen bzw. heißen Seite! Wurde auch endlich mal Zeit! Besonders an heißen Tagen ist etwas ja wichtig, viel zu trinken. Damit einem das ganze Wasser nicht irgendwann zum Hals raushängt, habe ich euch letztes Jahr schon ein schönes Rezept für einen Sirup aus Zitronen, Ingwer und Minze vorgestellt. Da ich diese Zutaten ganz besonders mag und vor allem im Sommer sehr erfrischend finde, habe ich dieses Jahr wieder ein Rezept mit diesen Zutaten für euch: Zitroneneistee mit Ingwer und Minze! Eistee vorzubereiten ist aber gar nicht so unkompliziert wie das klingt. Damit es überhaupt Tee wird, muss das Wasser natürlich heiß sein. Wenn man das heiße Wasser bzw. den heißen Tee aber langsam abkühlen lässt, wird er ziemlich bitter, wie ich euch aus Erfahrung sagen kann. Und stellt euch vor: ihr freut euch auf einen fein herb schmeckenden Eistee, trinkt genüsslich den ersten Schluck und… spuckt ihn gleich wieder in die Spüle. Nicht so schön.
Darum sollte man den heißen Tee möglichst schnell abkühlen. Das Gefrierfach ist dafür übrigens nicht so geeignet, außer ihr wolltet sowieso zeitgleich abtauen.. Eiswürfel bieten sich natürlich noch an. Dabei muss man aber bedenken, dass die Eiswürfel ja schmelzen und somit den Tee etwas verwässern. Nicht schlimm, solange man eben dran denkt und sich dann nicht wundert, warum der Eistee wie Wasser schmeckt… Was hier übrigens nach Klugscheißern klingt, ist tatsächlich eine lange Reihe von Erfahrungswerten 😉

Zitroneneistee selber machen mit Minze und Ingwer 2

Nachdem wir die Herausforderungen des Eistee machens nun geklärt haben, kommen wir zur Sorte: ich mag Zitroneneistee ganz besonders gern, weil er so erfrischend ist und sauer ja bekanntlich lustig macht. Tatsächlich hab ich letztens aber gelesen, dass das Sprichwort nur ein Übersetzungsfehler ist und eigentlich „gelüstig“ statt lustig heißen müsste, weil saure Lebensmittel appetitanregend sind. Natürlich sind sie aber auch gesund, weil zum Beispiel in Zitronen viel Vitamin C steckt und sie sehr bekömmlich sind. Mit der bekannten Übersäuerung des Körpers haben Zitronen übrigens nicht zu tun, an diesem Ungleichgewicht im Säure-Basen-Haushalt sind meist Zucker und Fleisch schuld. Schon seltsam, wie manche Ausdrucke zu völlig falschen Schlussfolgerungen führen können, oder?

Zitroneneistee selber machen mit Minze und Ingwer

Nun aber wirklich genug Klugscheißerei, jetzt verrate ich euch, wie ihr euren Zitroneneistee selber macht:

  • 2 EL schwarzen Tee, ich hatte marokkanische Minze, einen Schwarztee mit Minze
  • Wasser
  • Eiswürfel
  • 1 Zitrone
  • 5 Scheiben Ingwer
  • 2 Stängel Minze
  • 3 EL Holunderblütensirup

Den Tee in einen Teefilter geben und in eine wärmeleitende Kanne geben, ich hab das Milchkännchen der Kaffeemaschine genommen. 350ml kochendes Wasser aufgießen und 5 Minuten ziehen lassen. Der Tee wird recht stark. Teebeutel entfernen und das Kännchen in ein etwas größeres Gefäß stellen, z.B. eine Schüssel. Die Schüssel dann mit kaltem Wasser füllen, so wird der Tee nicht wässrig, aber von außen gekühlt. Etwa 10 Minuten auf diese Art kühlen lassen.
Eine Kanne mit großer Öffnung und einem Deckel mit Sieb (gibt es z.B. von WMF) bis zur Hälfte mit Eiswürfeln füllen. Die Zitrone heiß abwaschen, trocken tupfen und die eine Hälfte auspressen, die andere Hälfte in Scheiben schneiden, die Scheiben dann Vierteln. Die Zitronenviertel zusammen mit den Minzblättern und Ingwerscheiben in die Kanne geben. Jetzt den etwas abgekühlten Tee darauf schütten. Die Eiswürfel schmelzen, der Tee wird kalt. Wenn die Eiswürfel geschmolzen sind, den Holunderblütensirup und den Saft der ausgepressten Zitrone dazu geben. Noch etwa 20 Minuten ziehen lassen – Fertig 🙂

Zitroneneistee selber machen mit Minze und Ingwer 1

Wer bei so viel Zitrone „gelüstig“ geworden ist auf noch mehr saure Rezepte, der hüpft einfach rüber zu Ina, die hat in ihrer #letscooktogether Runde diesen Monat nämlich das Thema Zitrone und da gibt es wirklich sehr vielseitige Rezeptideen.
Habt einen schönen Sonntag
Alexa

Fun facts und Eindrücke aus Schottland

Die ersten Eindrücke aus Schottland, gepaart mit ein paar lustigen Erkenntnissen aus dem Land der Schafe und Klippen.

Schottland Küste Klippen
Nachdem ich nun schon zwei schottisch-inspirierte Rezepte mit euch geteilt habe, ist es nun auch Zeit für ein paar Eindrücke aus diesem wunderschönen Land. Schon vom Bilder sortieren werde ich ganz entspannt, weil es einfach so ein erholsamer Urlaub war in wunderschöner Landschaft. Noch während wir unterwegs waren, habe ich ein paar Fakten und lustige Geschichten für euch gesammelt, an denen ich euch nun auch teilhaben lassen will 😉
  • Die Schotten sind ein unheimlich freundliches Volk, jeder will helfen und steht sofort mit Tipps und Empfehlungen parat.
  • Schotten scheinen sich schwer zu tun mit Karten, mehrfach aufgefallen, sogar bei einem Busfahrer in Edinburgh, der nicht sagen konnte, ob er die eine große Straße nach Süden fährt auf seiner täglichen Tour. Er fährt sie übrigens 😉
  • Auch Wegbeschreibungen scheinen den Schotten nicht so leicht zu fallen, mehrfach bekamen wir Beschreibungen wie „nach der 2. Ampel/Querstraße rechts abbiegen in die x-Straße“ und jedesmal waren es einige Ampeln oder Querstraßen mehr 😀

Schottland Küste Ullapool Ginster

  • Die meist verbreitetste Pflanze scheint Ginster zu sein, man sieht ihn überall in seiner gelben Pracht.
  • Zu jedem Gericht gibt es Pommes. Auch zu Chicken Massala…
  • Haggies (Innereien) gibt es nicht nur zum Abendessen, sondern auch zum Frühstück, dann mit Toast und porchiertem Ei.

Highlandkuh Schottland Telefonzelle Kuh mit Pony

  • In Schottland leben die schönsten Kühe, oder zumindest die mit der tollsten Frisur. Nach zwei Jahren Aufzucht werden sie für 600 bis 700 Pfund (etwa 850€) verkauft an den Schlachter. Irgendwie traurig, vor allem bei dem Preis.
  • In den Highlands gibt es kaum Straßen mit zwei Spuren, die meisten haben nur eine, also fährt man langsam und hofft auf keinen Gegenverkehr.

Schafe Schottland

  • Es gibt unheimlich viele Schafe in Schottland und da die überall herum laufen, gibt es auch spezielle Warnschilder für Autofahrer. Meist steht das nächste Schaf auch schon neben dem Schild.
  • Badezimmertüren kann man nicht immer schließen, die meisten sind verzogen. Grad im Bad ist das Schließen ja auch so überflüssig 😉
  • Schottland hat wirklich viele wunderschöne Burgen. Aber auch die Leuchttürme sind nicht zu verachten.
 Schottland Burg Eilen Donan Castle
Außerdem noch eine Geschichte aus dem Supermarkt, true story:
Herr Keks und ich stehen an der Kasse. Der Verkäufer tippt alles ein, wir zahlen. Dann:
Verkäufer: „Wattajuabdududaj?“
Wir: nix verstanden, nicken und lächeln.
Verkäufer:  Nochmal „Wattajuabdududaj?“, war wohl keine Ja-Nein-Frage..
Wir: nix verstanden, schauen uns an, nicken und lächeln.
Beim dritten Mal haben wir den breiten schottischen Dialekt dann verstanden: what are you up to today? Achso! 😃
Und jetzt noch mein persönlicher, nicht ganz so lustiger Fun fact: Ich habe diesmal extra eine genaue Liste der Kosten gemacht, um euch zu berichten, da Schottland insgesamt nicht besonders günstig ist. Tja, vier Wochen später wäre uns der Urlaub gleich so viel günstiger gekommen, weil der Kurs wegen dem Brexit so gefallen ist…
Wart ihr schon mal in Schottland und habt lustige Dinge erlebt? Dann her mit der Geschichte!
Habt ein schönen Start in die Woche!
Alexa
Kurze Anmerkung: Wie in jedem Urlaub lässt sich nicht mehr rekonstruieren, ob ein bestimmtes Bild von dem Herrn Keks oder mir gemacht wurde. Bei den obigen Bildern ist aber sicher: die Schafe sind vom Herrn Keks, die Kuh von mir.