Eat healthy: Vollkornspaghetti mit gebackenen Tomaten und Büffelmozzarella á la Jamie Oliver und eine Verlosung

Über den Foodtrend des Clean Eating, meine Philosophie in Sachen Ernährung und eine kleine Verlosung zum Weltnudeltag

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Erst vor Kurzem habe ich durch Zufall (der Zufall heißt Nina, danke dafür 😉 ) herausgefunden, dass man als Unimitarbeiter nicht nur Fachliteratur in der Bibliothek ausleihen kann, sondern auch Kochbücher! Und schon hab ich mich daran gemacht, all die schönen Bücher auszuleihen, die so auf meiner Wunschliste standen, mir aber einfach noch zu teuer waren. Darunter auch einige Bücher zu dem schönen neuen Foodtrend Clean Eating. Bei dieser Art der Ernährung geht es darum, möglichst viele frische Zutaten zu verwenden, damit selbst zu kochen, Weizenmehl und Raffinadezucker durch gesündere Alternativen zu ersetzen und sich einfach bewusster zu ernähren. Das Schöne daran, wie ich finde, ist, dass es sich relativ leicht umsetzen lässt. Und nach meiner ersten Packung Vollkornnudeln hab ich dann auch festgestellt, dass mir die sogar besser schmecken als normale. Ziemlich praktisch 😉 Zucker zu ersetzen habe ich bisher sowieso versucht, indem ich Süßspeißen, Cremes oder Obstsalat nicht mit Zucker sondern Honig, Agavendicksaft oder Ahornsirup gesüßt habe – das lässt sich meist sogar besser verteilen.

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Beim Backen habe ich es noch nicht mit Zuckerersatz probiert. Kuchen ist für mich reiner Genuss, wird nicht im Überfluss gegessen und ist deshalb eine Sünde wert. Das gilt übrigens auch wenn ich essen gehe, Pizza in gesund ist dann sicher nicht mehr so lecker 😉 Zu streng muss man die gesunde Ernährung ja auch nicht nehmen, sonst macht es bald keinen Spaß mehr. Aber genau das sollte Essen meiner Meinung nach sein: Spaß am Genuss und dem Geschmack. Denn: essen müssen wir sowieso, dann kann es auch lecker sein, alles andere ist für mich pure Verschwendung 😉 Eine ähnliche Richtung hat auch meine Foodblogger-Kollegin Julia von habe-ich-selbst-gemacht eingeschlagen und sich mehr Richtung Sport und gesunde Ernährung orientiert. Demnach feiert sie auch ihren zweiten Bloggeburtstag (Yeah! Alles Gute, Julia!) mit einem Event zu healthy eating. Passend für mich! Da bin ich gern dabei! 🙂 Dafür habe ich ein Rezept aus Jamie Olivers Superfood für jeden Tag ein bisschen umgewandelt und verändert. Das Ergebnis war wirklich superlecker, etwas knoblauchlastig und richtig angenehm scharf. Kann ich nur empfehlen.

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Und hier das Rezept für Vollkornspaghetti mit gebackenen Tomaten und Büffelmozzarella nach Jamie Oliver für 4 Personen:

  • 4 El Olivenöl
  • 350g Vollkornspaghetti
  • 500g Tomaten (bunt gemischt sieht es einfach hübscher aus)
  • 1 kleine Aubergine
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1/2 Chilischote, frisch oder getrocknet
  • 1 Zitrone
  • 2 Kugeln Büffelmozzarella
  • 50g Rucola
  • 3 Zweige Rosmarin

Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Den Rosmarin waschen, trocken schütteln, die Nadeln abzupfen, klein schneiden und in einer kleinen Schüssel mit dem Olivenöl vermischen. Die Chilischote klein schneiden und ebenfalls ins Öl legen. Auch den Knoblauch schälen und in Scheiben schneiden und zum Öl geben. Mit Salz und Pfeffer würzen. Den Büffelmozzarella aus der Lake nehmen und in eine andere Schüssel legen. Etwas von dem Öl mit einem Löffel darüber tröpfeln. Die Tomaten waschen und in nicht zu kleine Stücke schneiden (ich habe die kleinen ganz gelassen, die größeren halbiert). Die Aubergine auch waschen und in Stücke schneiden. Beides in eine Auflaufform legen und mit dem restlichen Öl vermischen. 2 EL Wasser dazugeben und alles in den Ofen schieben für 50 Minuten. Etwa 15 Minuten vor Ende der Backzeit die Nudeln kochen. Dann abgießen und zu den aus dem Ofen genommenen, gebackenen Tomaten in die Auflaufform geben. Den Büffelmozzarella in Würfel schneiden und dazugeben. Den Rucola waschen und ebenfalls dazugeben. Die Zitrone auspressen und den Saft darüber gießen. Alles mischen und servieren.

Zubereitungszeit: 1 Std.

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Und wisst ihr was? Ich hab nicht nur zufällig ein Nudelrezept für euch ausgewählt! Heute ist nämlich Weltnudeltag und zu diesem Festtag (ok, ich kannte ihn vorher nicht, aber ich finde doch, das ist ein Grund zu Feiern) hab ich sogar ein Geschenk für euch, bzw. Birkel hat das Geschenk! Ihr könnt nämlich ein buntes Paket Birkel Nudelinspiration (inkl. der Sorte Vollkorn) gewinnen und dazu diesen tollen Shaker von WMF ! Dafür müsst ihr nur bis zum 10.11.2016 einen Kommentar unter diesem Beitrag hinterlassen und mir verraten, was für euch gesunde Ernährung bedeutet. Ich bin so gespannt! 🙂

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Ich wünsch euch noch einen sättigenden Weltnudeltag!
Alexa

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Glück aus dem Ofen: cremiger Grießauflauf mit gebackenen Pflaumen zum #takeawaytuesday

Über die ersten Auswirkungen des kühleren Wetters, die Marotten des Herrn Keks in Bezug auf Obst und das perfekte Essen zum Mitnehmen im Herbst.

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Der große Vorteil am Herbst ist es ja, dass es endlich nicht mehr zu warm ist um in meiner etwa 4m² großen Küche unter dem Dach den Ofen anzumachen. Der große Nachteil am Herbst ist es, dass es jetzt zu kalt ist, um ohne Hausschuhe vor dem Ofen zu stehen, weil der Boden jetzt wieder so kalt ist. Ein Dilemma, wie ihr seht 😉 Zum Glück hab ich aber den Herrn Keks, der mir nach nur einem kurzen ohne Hinweis oder Bitte meine Hausschuhe in die Küche bringt. Warum er da so schnell reagiert? Naja, immerhin mach ich ja gerade seine nächste Mahlzeit. Sonst wäre die Reaktionsgeschwindigkeit wahrscheinlich geringer 😉 Tragisch ist es aber, wenn er dann in die Küche kommt mit den Hausschuhen und es liegt etwas zur Verarbeitung herum, dass ihm nicht mundet…

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So war das nämlich bei diesem feinen Auflauf. Grieß ist gut, Buttermilch auch (sehr sogar), aber was sollen die Pflaumen da?!? Ungläubiges Anstarren der Früchte und verdutztes Kopfschütteln: da hat er jetzt die Hausschuhe gebracht und ich mach etwas mit Pflaumen! Hätte er das gewusst, wäre er wahrscheinlich nicht mal aufgestanden. Der Herr mag nämlich keine Pflaumen, überhaupt mag er Steinobst nicht besonders, also auch keine Pfirsiche, Nektarinen oder Aprikosen. Jedes Mal wenn ihr also ein Rezept mit einem solchen Obst hier seht, könnt ihr sicher sein, dass der Herr Keks eine abgewandelte Version davon hatte. Meist ersetzt Blauschimmelkäse alles 😉 Das Endergebnis der Pflaumengeschichte war dennoch nicht so schlimm für ihn: warm war die Konsistenz dann doch gut 😉 Und weil man diesen Auflauf auch super kalt essen kann (wenn man kalte Pflaumen mag), ist es auch ein super Gericht zum Mitnehmen in die Arbeit. Einfach die Menge anpassen, einen Teil davon in einer kleinen Auflaufform machen, für die ihr einen Deckel habt (gibt es z.B. beim Möbelschweden) und dann ab in die Handtasche. Darum ist das mein #takeawaytuesday Gericht im Oktober 🙂

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Das Rezept für diesen Grießauflauf mit gebackenen Pflaumen für zwei Personen hab ich nun auch für euch, wer noch eine Portion für die Arbeit will, der nimmt die Mengen einfach 1,5mal:

  • 250ml Buttermilch
  • 200ml Milch
  • 120g Grieß
  • Prise Salz
  • 2 Eier
  • 3 TL brauner Zucker
  • 2 TL Zimt
  • 2 EL Wasser
  • 3 Pflaumen

Den Ofen auf 180° vorheizen. Die Milch mit der Buttermilch in einen Topf geben, Grieß dazu und aufkochen. Köcheln lassen bis der Grieß eingedickt ist, dann von der Platte nehmen. Die Eier trennen. Das Eigelb und 1 EL braunen Zucker zum Grieß geben und untermischen. Das Eiweiß steif schlagen und vorsichtig unter die Grießmischung heben. Alles in einer Auflaufform verteilen. Die Pflaumen waschen, entkernen und in kleine Stücke schneiden. In einer Schüssel mit dem Wasser, den restlichen 2 TL braunem Zucker und 1 TL Zimt mischen. Über dem Grieß verteilen. Alles in den Ofen schieben und 25 Minuten backen bis der Grieß etwas Farbe bekommen hat und die Pflaumen schön weich sind und ein bisschen gesaftet haben.

Zubereitungszeit: 12 Minuten + 25 Minuten Backzeit

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Die Idee zu diesem Auflauf kam übrigens, weil Aufläufe das Thema unserer neuen Runde der Blogparade „Gesund und lecker für jeden Tag“ sind und ich irgendwie eher Lust auf einen süßen Auflauf hatte (und beim Schränke ausräumen 4 angebrochene Packungen Grieß gefunden habe..). Welche Blogs außer mir noch mit ihren tollen Ideen für einen Auflauf dabei sind, habe ich euch hier aufgelistet. Leider haben nicht alle Teilnehmer ihren Blog aufgelistet, aber du findest die tollen Rezepte auch unter #gesundundleckerfürjedentag oder in der entsprechenden Facebookgruppe 🙂

15.10. Franziska von Wild LiebDings von Liebdings
16.10. Yvonne von Mohntage
17.10. Jules von Julesmoody
18.10. Mein Grießauflauf mit Pflaumen
19.10. Jeannine von Fiepmatz
20.10. Tanja von Liebe und Kochen
21.10. Rebecca von Sansanrebecca
22.10. Anika Sarah von Anisas leichte Küche 
23.10. Martina von Kinderkuecheundso
24.10. Monsie von Homemade Relaxation
25.10. Sarah
26.10. Heike
27.10. Stefanie
28.10. Tina von LECKER&Co
29.10. Bo Smint von Kochenundbackenmitbo
30.10. Gesa von Gesa´s Küchenstory
31.10. Angelique von freshdelight
01.11. Isabelle von übersee-mädchen
02.11. noch offen
03.11. Michael  von salzig-suess-lecker
04.11. Ines von Münchnerküche 
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Seid ihr auch schon in der richtigen Stimmung für Auflauf? Welchen mögt ihr am liebsten? Und was darf gar nicht drin, wie Steinobst beim Herrn Keks? 😉
Habt noch eine schöne Woche!
Alexa

Reisevorbereitungen für Indien und Nepal: Visum und Impfungen

Schon öfter habe ich die Erfahrung gemacht, dass andere Leute meine Art von Urlaub nicht als Urlaub betrachten würden. Die Backpacking Tour durch Thailand ist zwar mittlerweile nichts allzu besonderes mehr, aber doch noch aufwendiger als der klassische Strandurlaub im All inclusive Hotel 😉 Doch während ich für bisherige Urlaubsziele meist eher einen Kommentar bekommen habe wie: „Wäre mir zu stressig, aber klingt gut“, sind die Reaktionen bei unserem diesjährigen Reiseziel schon ganz anders. „Wir fahren nach Indien und Nepal und machen unter anderem eine 8-tägige Trekkingtour durch das Himalaya“ –  nach dieser Aussage kann man vielen doch ein gewisses Unverständnis ansehen. Die alternative Reaktion ist übrigens überschwängliche Begeisterung, das Thema scheint zu polarisieren 😉

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Für die Abenteurer und Interessierten unter auch, habe ich jetzt aber dennoch einmal zusammengefasst, welche Reisevorbereitung für Indien und Nepal notwendig ist, denn das ist nicht ganz unkompliziert, wie ich feststellen musste.

Aber bevor ich mit Impfungen und den umständlichen Visumsanträgen komme, möchte ich euch einen kurzen Überblick geben, was wir in Nepal und Indien so vor haben, damit nicht nur alles aufwendig und unangenehm wirkt 😉

Unsere Ziele in Indien (wir haben nur 5 Tage dort):

  • das wuselige Treiben in Neu Delhi, Eindrücke gibt es hier, wenn auch nicht  nur positiv 😉
  • die Reise in die Vergangenheit nach Old Delhi zur Jama Masjid Moschee und dem roten Fort, Inspiration dazu findet ihr hier bei Franzi von Coconutsports
  • das Taj Mahal und das rote Fort (noch eins) in Agra

Das klingt nicht nach viel, wird aber sicher völlig reichen bei der Reizüberflutung, der wir wahrscheinlich ausgesetzt sein werden 😉 Für Nepal haben wir folgende Pläne in 2,5 Wochen:

  • 8 Tage Trekking im Himalaya zum Annapurna Basecamp, wie das so aussieht, findet ihr hier bei Doreen und hier bei Kristin
  • 3 Tage im Chitwan National Park im Süden auf Safari gehen und endlich ein Nashorn live sehen
  • Kathmandu und die Tempelanlagen drum herum anschauen, auch die hat Doreen schon gesehen und berichtet hier

Habt ihr jetzt auch Lust bekommen? Dann kommen wir jetzt zu den praktischen Infos:

Reisezeit Nepal und Indien:

Die beste Reisezeit für Nepal, vor allem wenn man eine Trekkingtour machen will, ist im Oktober und November, oder wieder im März und April. Zwischen Mai und September ist Regenzeit, was die Wege teilweise unpassierbar macht. Von Dezember bis Februar dagegen ist es auf den Bergen bereits sehr kalt.
Indien ist wesentlich größer als Nepal und hat insgesamt 7 Klimazonen. Die nördlichen Gebiete am Himalaya sind klimatisch recht ähnlich zu Nepal. Ansonsten findet ihr detailliertere Angaben hier. Wir werden auf unserer Reise in der Gegend in und um Neu Delhi bleiben, dort ist es im Oktober und November noch sehr warm.

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Impfungen

Für Nepal und Indien werden vom Auswärtigen Amt bzw. vom Robert-Koch-Institut die gleichen Impfungen verlangt. Diese sind Typhus, Japanische Enzyphalitis, Tollwut, Hepatitis A und B, sowie die vorgeschriebenen Standardimpfungen aus Deutschland (Tetanus, etc.), die ihr sowieso haben solltet. Zu beachten ist, dass es bei manchen der Impfungen mehrere Spritzen braucht, die in einem bestimmten Abstand zu einander geimpft werden müssen. Demnach braucht ihr ein bisschen Vorlaufzeit für die Impfungen. 6 Wochen sollten in etwa reichen. Folgende Zeitspannen sind notwendig:

Typhus: 1 Impfung

Japanische Enzyphalitis: 2 Impfungen im Abstand von einer Woche

Tollwut: 3 Impfungen, die ersten beiden mit einer Woche Abstand, dann nochmal zwei Wochen bis zur letzten Impfung

Hepatitis A und B: 2 Impfungen mit einem Monat Abstand, eine dritte Impfung nach einem Jahr, damit die Impfung 10 Jahre gültig ist

Die Impfungen sind übrigens recht teuer, eine Spritze kann schon mal 90 Euro kosten. Viele Krankenkassen zahlen aber zumindest einen Großteil der Impfungen. Schaut vor dem Impfen am besten auf die Homepage der Kasse oder ruft an und informiert euch, bei manchen Kassen muss der Arzt nämlich ein bestimmtes Dokument ausfüllen, damit die Kosten übernommen werden.

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Visa

Für Nepal erhaltet ihr mit einem gültigen Reisepass, der noch mindestens 6 Monate gültig ist und noch mindestens 2 freie Seiten hat, ein Visum on Arrival am Flughafen. Ein vorläufiger Reisepass oder nur ein Personalausweis sind nicht gültig. Das Visum kostet 40 Dollar und ihr braucht ein Passbild. Dann ist es 30 Tage gültig.

Für Indien könnt ihr hier online ein Visum beantragen, ihr bekommt dann eine Bestätigung per Mail, mit der ihr an einem separaten Schalten am Flughafen in Indien das Visum bekommt. Es ist 6 Monate gültig, muss spätestens 4 Tage und frühestens 30 Tage vor der Einreise beantragt werden. Auch hierfür muss der Reisepass noch 6 Monate gültig sein und mindestens zwei leere Seiten haben. Das Visum kostet etwa 75 Euro. Allerdings gilt es nur für die Einreise an folgenden Flughäfen: Ahmedabad, Amritsar, Bengaluru, Chennai, Cochin, Delhi, Gaya, Goa, Hyderabad, Jaipur, Kolkata, Lucknow, Mumbai, Tiruchirapalli, Trivandrum & Varanasi.
Das elektronische Ticket ist jedoch nur für die einmalige Einreise gedacht. Wer also wie wir einen Abstecher nach Nepal machen will, der benötigt ein Visum für multiple entry und muss es bei der Botschaft oder dem Konsulat beantragen. Alle Informationen dazu findet ihr hier. Das Visum kostet etwa 80 Euro, vorab muss ein Onlineformular ausgefüllt werden, dann kann man 4 Tage später zur Botschaft oder zum Konsulat, um zu zahlen und den Reisepass abzugeben und dann dauert es nochmal etwa eine Woche bis ihr den Reisepass inklusive Visum zurückbekommt. Dafür müsst ihr also auch mindestens zwei Wochen Vorlaufzeit einplanen. Außerdem solltet ihr vorher schon die genauen Vorschriften für die Passbilder beachten, die müssen nämlich die ungewöhnliche Größe von 2*2 Inches haben.

Nach diesen eher unspannenden Herausforderungen der Reisevorbereitung ist unsere Vorfreude schon ziemlich groß! Wer von euch auf dem Laufenden bleiben will über unsere Eindrücke und Erlebnisse, der kann mir einfach bei Instagram folgen. Für alle anderen habe ich hier ein paar Beiträge mit leckeren Rezepten vorbereitet, damit ihr auch während meines Urlaubs versorgt seid 😉

Liebe Grüße
Alexa

Den Sommer verlängern: Meine Tipps für 24 Stunden in Sevilla

Der krönende Abschluss eines Roadtrips oder der perfekte Ort für einen Wochenendausflug im Herbst: Andalusiens Hauptstadt Sevilla

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Das Labyrinth aus Gassen rund um die Kathedrale von Sevilla

Wie versprochen, wollte ich euch noch von dem Ende meines Roadtrips durch Andalusien erzählen, nämlich dem Abschluss in Sevilla! Diese Stadt ist einfach wundervoll! Wir hatten uns vorher nicht groß informiert und ein Touriprogramm zusammen gestellt, sondern sind einfach losgezogen und haben uns treiben lassen zwischen Pferdekutschen und der tollen Architektur. Am früher Nachmittag sind wir in unserer Airbnb Unterkunft angekommen, ein Zimmer in einer wunderschönen alten Villa! Die nette Dame des Hauses hatte insgesamt 5 Zimmer bzw. Appartements, die sie über Airbnb vermietet hat. Kein Wunder, das Haus hatte einfach mehr Platz als man braucht und ich könnte mir vorstellen, dass sich die Kosten auch etwas leichter decken lassen so 😉 Frühstück gab es auch in unserer Unterkunft und zwar an einem rustikalen Holztisch im Innenhof der Villa unter einer riesigen Birkenfeige: superschön!

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Plaza Espania und der Park Maria Luisa

Das Frühstück haben wir natürlich erst am nächsten tag mitbekommen, an unserem Ankunftstag machten wir uns nur schnell frisch und liefen einfach los in Richtung Innenstadt. Nach gerade mal zwei Straßen standen wir schon mitten im Park Maria Luisa und vor dem beeindruckenden Plaza Espania 🙂

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Die Kathedrale von Sevilla

Weiter ging es zur Kathedrale von Sevilla und zum Plaza de San Francisco, eine schöne Gegend voller kleiner Gassen, in der man auch wunderbar shoppen oder essen gehen kann. Für beides habe ich euch meine Tipps am Ende des Beitrags aufgeschrieben. Der krönende Abschluss unseres ersten halben Tages in Sevilla war nicht nur das unheimlich leckere spanische Essen, sondern vor allem der Anblick des beleuchteten Plaza Espania bei Nacht, an dem wir auf dem Weg zurück in unsere Unterkunft nochmal vorbei kamen.

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Der Plaza Espania bei Nacht

Nach unserem hervorragenden Frühstück ging es am nächsten Tag wieder Richtung Innenstadt und durch den Park Maria Luisa. Allerdings fand dort eine Art Stadtlauf für Frauen statt, der auf Brustkrebs aufmerksam machen soll.

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Park Maria Luisa

Die Veranstaltung war voller Freude organisiert, an jeder Ecke standen begeisterte Menschen um die Läuferinnen anzufeuern und so entstand fast schon ein kleines Straßenfest, dessen schöne Atmosphäre wir ein bisschen genießen konnten, bevor wir weiter liefen um den Canal Alfonso VIII entlangzuschlendern.

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Canal Alfonso VIII

Entlang des Flusses kamen wir auch an einem Mercato, einer spanischen Markthalle vorbei. Dort essen die Spanier sehr gerne den ein oder anderen Snack und trinken ein Gläschen Wein dazu. Meist gibt es in den Markthallen Tapas und man kann sich von mehreren Ständen etwas holen. Manchmal will man das auch nicht, weil so manches Essen auch ein bisschen abschrecken kann, wie dieser Pulpo hier:

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Wir schlenderten noch ein bisschen durch die Stadt, bevor wir uns auf den Flughafen machten. Im Nachhinein musste ich feststellen, dass wir einige der Sehenswürdigkeiten verpasst haben. Aber wisst ihr was? Das macht gar nichts. Sich einfach treiben zu lassen und die Eindrücke dieser schönen Stadt einzusaugen, hat mir völlig gereicht und war viel besser, als einfach nur von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten zu hetzen. Es geht ja um die Entspannung, nicht um eine Strichliste 😉

Hier noch meine Tipps zu Sevilla, die bei unserem kurzen Aufenthalt natürlich nicht ganz so ausführlich sind:

Shopping: In und um die Calle Sierpes gibt es tolle Läden, wie zum Beispiel die spanische Kette Stradivarius oder den lustigen Desigual.

Essen: Nahe der Kathedrale von Sevilla in der Calle Mateos Gago gibt es viele kleine Restaurants, die spanische Küche anbieten zu sehr humanen Preisen. Man kann schön draußen sitzen und das Treiben in den Straßen beobachten.

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Plaza de San Francisco

 

Und? Konnte ich euch ein bisschen für diese schöne Stadt begeistern? Oder wart ihr schon mal dort und habt noch ausführlichere Tipps? Ich muss sagen, ich bin auch einfach ein Spanienfan, bisher wurde ich noch von keiner Stadt hier enttäuscht.
Habt noch eine schöne Woche!
Alexa

Auf geht´s zur Wiesn: Lebkuchencupcake mit Karamellfrosting und Salzbrezel

Wie man Riesenbrezeln und Lebkuchenherzen vereint und meine Gedanken als Münchnerin zum Oktoberfest.

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O´zapft is! Wiesnzeit in München, ein Ausnahmezustand sondersgleichen. Verkatert und übermüdet in der Arbeit? Warst wohl auf der Wiesn, nimmt keiner übel. Die ganze U-Bahn stinkt und Bierflaschen rollen hin und her? Ganz normal. Jeder zweite ist in bayerischer Tracht unterwegs? Eh klar! Ihr seht schon, ich steh der Wiesn nicht so ganz positiv gegenüber 😉 Mir ist das einfach ein bisschen zu groß, zu voll, zu überteuert, zu touristisch. Lieber mag ich die kleineren Volksfeste rund um München, die sind nicht so gehypt, überlaufen und überteuert. Aber da gibt es genug andere Meinungen und im Gegensatz zu den meisten anderen Sachen, die mich nur am Rande betreffen, über die ich mich aber trotzdem aufrege, kann ich die Wiesn echt gut einfach ausblenden 😉  Trotzdem ist das Oktoberfest hier in München natürlich sowas wie die 5. Jahreszeit und da ich ja saisonal bleiben will, zeig ich euch jedes Jahr ein leckeres Wiesnrezept, wie letztes Jahr meine Cupcakes mit bayerischem Keks und vorletztes Jahr die Brownies mit gebrannten Mandeln.

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Die liebe Anika von Anisas leichte Küche hat dieses Jahr zum Blogevent mit dem tollen Thema Oktoberfest aufgerufen. Da bin ich natürlich gern dabei! Leichte und gesunde Küche, wie es sie bei Anisa gibt, finde ich aber tatsächlich etwas schwer vereinbar mit der doch sehr hochkalorischen bayerischen Küche. Ich muss immer an die leckeren Wiesnbrezeln denken und die vielen bunten Lebkuchenherzen, wenn es kulinarisch um das Oktiberfest geht. Also hab ich probiert beides zu kombinieren: in einem Lebkuchencupcake mit Karamellfrosting und einer Salzbreze oben drauf 🙂 So ein Cupcake ist ja leider auch nicht ganz leicht und gesund. Aber ich hab es wirklich probiert, in dem ich einen großen Teil des Mehls durch Mandeln ersetzt habe (viel gesünder!) und mich für ein eher leichtes Frischkäsefrosting entschieden habe, statt der üppigen Buttercreme. Das zählt schon, oder? 😉

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Für 12 Lebkuchencupcakes mit Karamellfrosting braucht ihr folgende Zutaten und etwa 1 Std. 45 Minuten Zeit (davon aber nur etwa 30 Minuten Arbeitszeit, der Rest ist Back- oder Kühlzeit):

  • 180g Zucker
  • 110g Butter
  • 150g Mehl
  • 75g Mandeln
  • 2 TL Backpulver
  • 60g Backkakao ungesüßt
  • 1/2 TL Lebkuchengewürz
  • 1 Prise Salz
  • 85g backfeste Schokotropfen (optional)
  •  250ml Buttermilch
  • 2 Eier

Außerdem für das Frosting: 300g Frischkäse, 50g Puderzucker, 90ml Sahne, Sahnesteif, 4 EL Karamellsirup, 12 kleine Salzbrezeln.

Und an Backmaterialien: Muffinform, 12 Papierförmchen, Spritzbeutel und Sterntülle

Den Ofen auf 180° vorheitzen. Die Butter in einer kleinen Pfanne bei mittlerer Hitze schmelzen lassen. Bei Seite stellen. Die trockenen Zutaten, also Mehl, Zucker, Backpulver, Kakao, Mandeln, Salz und Lebkuchengewürz, in einer großen Schüssel gut vermischen. Die Eier in einer weiteren Schüssel aufschlagen und mit einem elektrischen Rührgerät mit der Buttermilch verquirlen, dann die geschmolzene Butter dazugeben und ebenfalls verquirlen. Diese Mischung zu den trockenen Zutaten geben und mit einem Schneebesen oder Kochlöffel nur so lange verrühren, bis alle Zutaten feucht sind. Die Schokotropfen dazugeben und kurz unterrühren.
Eine Muffinform mit Papierförmchen auslegen und den Teig darin verteilen. 20 Minuten backen. Dann aus dem Ofen nehmen und auskühlen lassen.
Während der Backzeit das Frosting vorbereiten: In einer tiefen Schüssel den Frischkäse mit dem Puderzucker und dem Karamellsirup aufschlagen bis eine weiche Creme entsteht. Die Schüssel etwa eine Stunde in den Kühlschrank stellen.
Nach der Kühlzeit die Sahne mit dem Sahnesteif steif schlagen. Die Frischkäsecreme unterheben. Alles in den Spritzbeutel mit der Sterntülle füllen. Das geht übrigens wunderbar mit einem Weißbierglas, über dessen Rand ihr den Spritzbeutel stülpt. Die bis dahin ausgekühlten Cupcakes mit dem Frosting verzieren und je eine Brezel zur Deko oben hinein stecken, außer ihr wollt die Cupcakes erst später servieren, dann die Brezel erst kurz vor dem Servieren hineinstecken, sonst wird sie weich und das schmeckt nicht mehr, wie ich leider selbst herausfinden musste…

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Wundert ihr euch ob die Brezel überhaupt zu dem süßen Cupcake passt? Berechtigte Frage, hat der Herr Keks auch als erstes gestellt 😉 Schmeckt aber tatsächlich gut, crunchy und ein bisschen nach salted caramel. Nur eben nicht mehr in aufgeweicht, ohne den Crunch ist es ein bisschen witzlos 😉
Wer noch Teig übrig hat, weil er nicht alles in die Muffinform gießen wollte, weil er lieber kleine Cupcakes mag (echt keine Ahnung, wer da gemeint sein könnte..), der kann daraus auch noch so einen bayerischer Wald-Kuchen machen mit Reh:

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Wie steht ihr zur Wiesn, als Münchner, Touristen oder Zuagroaste? Stören euch als Anwohner die Touristen oder stürzt ihr euch mit denen mitten rein ins Getümmel? Und als Touristen? Würdet ihr die horrenden Preise für Anreise und Übernachtung zaheln? Wäre es das wert? Ich bin gespannt!
Genießt das letzte Wiesnwochenende, auf die Art, die euch lieber!
Alexa