Heimatliebe München: Der Olympiapark im Winter

Über beeindruckende Bauwerke, romantische Sonnenuntergänge und die schönste Stadt der Welt…

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Meine Heimat liebe ich schon sehr! Aber: München macht es einem auch so einfach 😉 Diese wunderschöne Stadt, die irgendwie doch ein Dorf ist, mit ihren vielen unterschiedlichen Stadtteilen, die in sich alle so eigen sind, muss man doch einfach lieben. Viele Orte verlieren viel von ihrem Charme im Winter, wenn alles grau ist und die Bäume kahl sind. Ein bisschen ist das bei München natürlich auch so, Sommer und grüne Wiesen sind einfach schöner. Dennoch hat München auch im Winter so viel zu bieten. Was man so machen kann, hab ich euch letztes Jahr in meinem Beitrag zu den Münchner Winteraktivitäten schon verraten. Heute gibt es noch mehr und zwar zu einem Teil von München, in dem ich selbst eher selten bin: dem Olympiapark!

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Gerade an einem klaren Wintertag ist der Olympiapark besonders schön. Damit euch nicht zu schnell zu kalt wird, fangt ihr einfach mit einem Besuch in der BMW Welt an, dort kann man gut eine Stunde verbringen und sich von den schönen Autos beeindrucken lassen. Dann könnt ihr von dort aus euren Spaziergang zum Olympiaberg beginnen. Hinzu empfehle ich den Weg vorbei an den Tennisplätzen des Unisports, dann über die Brücke zur Olympiahalle und der Schwimmhalle, über die Brücke des Olympiasees und hinauf auf den Berg. Dauert etwa 45 Minuten. Am besten seht ihr vorher nach, wann die Sonne untergeht und plant so, dass ihr zum Sonnenuntergang auf dem Berg seid. Warum? Darum:

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Ihr habt vom Olympiaberg aus nicht nur einen tollen Blick über das Olympiagelände, sondern auch auf die Innenstadt! Wer Glück hat, kann den tollen Blick mit Frauenkirche und Alpenpanorama genießen. Wir waren sehr glücklich an diesem Tag: toller Ausblick, tolle Sicht, rosa Himmel – das Leben kann auch schlechter sein 😉
Bei den Gebäuden im Olympiapark bin ich mir nie ganz sicher, wie schön ich die eigentlich finde. Bei alten Jugendstilgebäuden muss ich da nie überlegen. Aber der Olympiaturm? So richtig schön ist der eigentlich nicht. Dafür umso beeindruckender in seiner puren Höhe.

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Auch das Olympiastadion ist eher beeindruckend als wirklich schön. Finde ich zumindest. Hat ja auch was 😉  Der Rückweg zur BMW Welt und der dort gelegenen U-Bahnstation ist übrigens kürzer als der Hinweg und sollte in 20 Minuten zu schaffen sein. Ein großartiger Tagesabschluss wäre evtl. noch ein Abendessen in dem sich drehenden Restaurant des Olympiaturms. Dazu sei gesagt: günstig ist was anderes und ihr müsst unbedingt reservieren. Warum der Spaziergang im Winter evtl. sogar ein bisschen schöner ist als im Sommer hat übrigens einen einfachen Grund: weniger Touristen und Einheimische sind unterwegs 😉 Allerdings hat so ein sommerliches Picknick schon auch was.

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Was haltet ihr von der ganzen Anlage des Olympiageländes? Wart ihr schon einmal dort und gefällt es euch dort? Für alle Münchner noch der Hinweis, dass dieses Wochenende ganz schön sein könnte für diesen Spaziergang, also falls ihr noch keine Pläne habt… 😉
Alexa

Alles Käse: Tipps und Tricks für die perfekte Käseplatte

Über die heimliche Expertise des Herrn Keks und alles, was du schon immer über Käse wissen solltest.

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Vor kurzem flatterte eine wunderbare Einladung ins Hause Keks und Koriander, nämlich zu einem Käseworkshop von Käse aus der Schweiz. Allerdings beschränkt sich meine Käsebegeisterung auf Frischkäse und Ziegenkäse, der wahre Käseliebhaber ist der Herr Keks (demnächst müssen wir uns noch umbenennen in „Zimt und Käse“ oder so..). So begaben wir uns natürlich gemeinsam zum Workshop, ich um etwas zu lernen, der Herr Keks um zu genießen 😉
Damit ihr jetzt wisst, wie ihr euren Schweizer Käse am besten behandelt um ihn am meisten genießen zu können, möchte ich euch natürlich an meinem neuen und des Herrn Kekses bereits vorhandenen Wissen teilhaben lassen!

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Käsewissen:

  • Der Schweizer Käse wird nach der Region benannt, aus der die Kühe kommen.
  • Die Kühe sind sehr glücklich, sie haben einen Namen und dürfen Musik hören. Außerdem sind sie im Sommer 26 Tage im Monat und im Winter 13 Tage im Monat an der frischen Luft.
  • Die Käserei muss sich im Umkreis von 20km befinden, weiter darf die Milch nicht transportiert werden.
  • Abends und morgens gemolkene Milch wird zur weiteren Verarbeitung gemischt.
  • Der Bauer darf nicht in die Käserei um den Prozess nicht zu gefährden bzw. zu verunreinigen.
  • Es gibt ein zentrales Lager für alle Milchbakterien, so kann auch ein „Vaterschaftstest“ gemacht werden, ob es sich z.B. um echten Emmentaler handelt.
  • Die Löcher machen übrigens die Bakterien.

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Die Aufbewahrung:

  • Käse hält sich am besten im Kühlschrank (soweit wusstet ihr das sicher..) unter einer Käseglocke. Ein Apfel unter der Glocke sorgt für Feuchtigkeit.
  • Käsereste können auch sehr gut eingefroren werden.
  • Vor dem Genuss sollte der Käse bereits etwa eine halbe Stunde im Voraus aus dem Kühlschrank genommen werden.

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Das Anrichten einer Käseplatte:

  • Für die Käseplatte sollten 3 – 8 Sorten gewählt werden.
  • Die richtige Reihenfolge wäre vom leichten Frischkäse, über Camenbert, zum Hartkäse und als krönender Abschluss der kräftige Schimmelkäse, im Uhrzeigersinn oder eben entlang der Platte angeordnet.
  • Ergänzt wird die Platte mit Trockenfrüchten (z. B. Pflaumen) und frischen Früchten (Feigen, Trauben, Birne), verschiedenen Soßen, wie Senf, herbes Fruchtkompott und  Zwiebelchutney, außerdem passt sogar Schokolade mit hohem Kakaoanteil.
  • Pro Person empfehlen sich 60 bis 80g Käse.
  • Zur Neutralisierung sollte Brot gereicht werden, z.B. Baguette, Vollkornbrot oder Pumpernickel.

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Und das war unsere Käseplatte. Der Herr Keks hat die Auswahl getroffen, ich war für die Deko zuständig. Und der Kommentar des Käseexperten: „Sehr gelungene Käseplatte, aber sicher nicht eure erste..“. Doch, es war unsere erste Käseplatte 🙂 Umso stolzer waren wir, bzw. ich auf den Herrn Keks 😉
Wie steht es so mit eurem Käsewissen? Konnte ich euch was neues erzählen oder war alles schon bekannt?
Habt eine schöne Woche!
Alexa

 

PS: Der Herr Keks und ich bedanken uns ganz herzlich bei den Ausrichtern des Schweizer Käseworkshops, es war uns eine große Freude und ein noch größerer Genuss!

Omas Kleckskuchen mit Streuseln

Die Geschichte des hässlichen Entleins in Kuchenform und warum man am nächsten Tag zum Frühstück angetrunken ist wenn man mit einer Gruppe Ingenieure backt..

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Ein paar Mal habe ich nun schon Geschichten aus der Arbeit erzählt und der ein oder andere von euch wird wissen, dass mein Arbeitsplatz die 5% Frauenquote nicht einhält und ich von technikbegeisterten Ingenieuren umgeben bin. Dies soll nur zum besseren Verständnis der restlichen Geschichte noch einmal erwähnt werden 😉
Da nicht nur Technik die Kollegen begeistert, sondern auch Kuchen, wurde die Regel eingeführt, dass jeder an seinem Geburtstag Kuchen für alle mitbringen muss oder öffentlich gedemütigt wird durch das eigene Konterfei auf der Wall of Shame in der Kaffeeküche. Aus doch recht naheliegenden Gründen ergab es sich, dass einige der Kollegen, die auf dieser Wall ausgestellt sind, mich um einen gemeinsamen Backabend baten. Und als gute Kollegin hab ich natürlich schnell meinen Schneebesen mit in die Arbeit gebracht und wir machten uns ans Kuchenbacken in der Kaffeeküche nach Feierabend.

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Vier Kollegen waren dabei und somit wollten wir vier Kuchen backen. Jeder musste die Verantwortung für einen der Kuchen übernehmen:

  1. Hefekuchen mit Mohn, Quark und Pflaumenmus von Kollege C.
  2. Tiramisu von Kollege T.
  3. Krümelmonstercupcakes von Kollege S.
  4. No Bake Cheesecake von Kollege H.

Beim Hefeteig für Kuchen 1 war noch alles in Ordnung und ein allgemeines Interesse vorhanden. Beim Tiramisu war das Interesse schon mehr beim Amaretto als beim Kuchen machen. Bei den Muffins verabschiedete sich Kollege S. während der Teigproduktion um zu telefonieren und ward lange nicht mehr gesehen. Teig rührend probierte ich noch, die Muffins vor den Kollegen und der Amarettoflasche zu schützen – erfolglos.
Beim No Bake Cheesecake war leider jegliche Ernsthaftigkeit verloren und so landete der restliche Amaretto im Keksboden (die überflüssige Flüssigkeit läuft übrigens über Nacht irgendwie an den Seiten unter dem Tortenring hindurch…). Als es dann an die Cheesecake Creme ging, war der Amaretto leer und ich schöpfte Hoffnung für den Kuchen. Doch die Kollegen holten aus einem unbekannten Versteck einen Kräuterschnaps, der irgendwie die letzte Weihnachtsfeier überlebt hatte. Alle meine Hinweise, auf den Geschmack des Kuchens wurden ignoriert und der Schnaps landete in der Creme. Kollege H. war immer begeisterter von seinem alkoholischen Werk. Doch zum Glück fand auch diese Flasche Schnaps ein Ende und so konnte der Kleckskuchen, der am Ende fertig gestellt wurde, gerettet werden. Und auch wenn er im rohen Zustand der optisch unüberzeugendste aller Kuchen war, so war er doch einfach der leckerste. Ein Hoch auf Omas Rezept!

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Darum werde ich euch einfach das Rezept meiner Oma für diesen wundervollen Kleckskuchen mit Mohn, Pflaumenmus, Quark und Streuseln geben:

Für den Hefeteig:

  • 375g Mehl
  • 100g Butter
  • 80g Zucker
  • 1 Ei
  • 125ml Milch, lauwarm
  • 1/2 Würfel Frischhefe

Für den Belag:

  • 500g Magerquark
  • 80g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Vanillezucker
  • 100ml Milch
  • 200g Pflaumenmus
  • 1 Pkg. Fertigmohn zum Backen (250g)

Für die Streusel:

  • 100g Mehl
  • 50g Zucker
  • 65g Butter

Arbeitszeit: 20 Minuten, dazu 1 Std. Gehzeit und 40 Minuten Backzeit

Erst wird der Hefeteig hergestellt. Dafür die Hefe in der lauwarmen Milch mit einem Löffel des Zuckers auflösen. Butter schmelzen und etwas auskühlen lassen. Alle Zutaten in einer Schüssel vermischen und zu einem homogenen Teig kneten. Den Teig mit einem sauberen Küchentuch abdecken und eine Stunde gehen lassen.

Kurz vor Ablauf der Gehzeit den Ofen vorheizen auf 175 Grad. Dann den Quark in einer Schüssel kurz aufschlagen. Mit dem Zucker, dem Salz, dem Vanillezucker und 50ml Milch vermischen. 
Der Hefeteig auf einem mit Backpapier belegten Backblech ausrollen. Mit der Quarkmischung bestreichen. Die Mohnbackmischung mit der restlichen Milch anrühren und auf die Quarkmasse klecksen. Das Pflaumenmus ebenfalls klecksen. Das Mus sollte nicht zu nah am Rand gekleckst werden, da es sonst verbrennt.
Für die Streusel alle Zutaten mit den Händen zu einem bröseligen Teig verkneten und gleichmäßig auf dem Kuchen verteilen. 40 Minuten backen, dann aus dem Ofen nehmen und vor dem Anschneiden noch auskühlen lassen.

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Nicht nur für die Kollegen, sondern auch für die erste Runde #letscooktogether von der lieben Ina von What Ina loves passt dieses Rezept perfekt! Das Thema lautet nämlich Hefeglück und was kann schon glücklicher machen als ein Kuchen nach Omas Rezept?! Eben! 😉
Übrigens ist der telefonierende Kollege S. wieder in der Küche aufgetaucht als seine Muffins gebacken, ausgekühlt und zu Krümelmonstern dekoriert waren. Wir haben ihn dann die Küche aufräumen lassen 😉
Und der Cheesecake wurde trotz Schnaps fest und cremig. Der Geschmack ist dann ja irrelevant, bzw. gibt es einfach so Tage, an denen Kuchen mit Schnaps in der Früh genau das Richtige ist… 😉 Die Moral von der Geschicht: Backe mit Kollegen nicht! 😀
Ich wünsch euch schon ein schönes Wochenende!
Alexa