Die Stadt, die keiner und doch jeder kennt: meine Tipps für Agra

Wer oder was ist denn Agra?! Ach so, kenn ich doch..

Taj Mahal seitlich Agra Indien

Letztes Jahr wollten der Herr Keks und ich unbedingt nach Nepal. Als es dann an die Reiseplanung ging, merkten wir recht schnell, dass uns die Direktflüge bzw. zusammenhängend gebuchten Flüge nach Kathmandu einfach ein bisschen zu teuer waren.

Nach einiger Recherche und Überlegung entschieden wir, einfach nach Indien zu fliegen und von dort aus einen total günstigen Flug nach Kathmandu zu nehmen. Preisersparnis auf den ersten Blick: rund 250 Euro pro Person, dafür jeweils vor und nach Nepal noch zwei Tage in Neu Delhi. Klang gut für uns. Dass es uns finanziell letztendlich nicht so viel gebracht hat, weil wir das recht teure und aufwendig zu organisierende Multiple Entry Visum brauchten, ist eine andere Geschichte.. Tipps für das Visum habe ich euch übrigens hier aufgeschrieben.

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Indischer Obststand

Aber zurück zum Thema: Nachdem wir unsere Flüge gebucht hatten, begann meine Recherche, was man in Neu Delhi so alles anschauen kann. Die Bildersuche zeigte das Taj Mahal! Völlig begeistert ging die Recherche weiter und ergab: das Taj Mahal steht in einem Ort namens Agra, der etwa 3 Stunden Autofahrt von Neu Delhi entfernt ist. Wusstet ihr? Ich nicht. Und alle, denen ich erzählt hab „Wir fahren nach Neu Delhi und Agra“, fragten erstmal: wer oder was ist Agra?! Ja, der Standort der Taj Mahal 🙂 Kennt jeder, aber man weiß eigentlich nur, dass es eben in Indien steht.

Agra Indien Taj Mahal

Das Taj Mahal

Das Gebäude umgeben von dem wunderschön angelegten Park ist eine Grabkammer, die Shah Jahan für seine Lieblingsfrau Mumtaz Mahal errichten lies, nachdem sie starb während sie ihn auf einem Feldzug begleitete. So umwerfend und beeindruckend es von außen ist, so unspektakular ist es im Inneren. Doch das tut dem Ganzen keinen Abbruch, der weiße Mamor, die schiere Größe des Gebäudes und seine majestätische Aura ziehen jeden Besucher schnell in den Bann.
Besuchen sollte man es möglichst früh am Morgen, da dann am wenigsten los ist und noch keine Tagesausflügler dort sind. Voll ist es jedoch immer. Aber die Menschen verteilen sich so gut, bzw. das ganze Bauwerk lenkt so ab, dass man das kaum bemerkt.
Achtung bei der Planung: Das Taj Mahal ist freitags geschlossen, ansonsten ist es von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang geöffnet und an zwei Tagen vor und nach Vollmond sogar in der Nacht. Immer wieder wird auch der weiße Mamor von Ablagerungen gereinigt, wie auf meinem Foto der Turm vorne rechts.

Taj Mahal Seitengebäude Agra Indien

Andere Sehenswürdigkeiten

In Agra gibt es ansonsten noch das rote Fort, eine Festungsanlage, die durchaus einen Besuch wert ist. Sie hat mehrere Höfe, die ineinander verschachtelt sind und auch die Verzierungen im Sandstein sind wunderschön anzusehen.

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Im roten Fort

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Der Säulenhof im roten Fort

Auch das sogenannte Baby Taj, das Itimad-ud-Daula-Mausoluem, lohnt sich für eine Besichtigung. Die wunderschöne Anlage ist zwar nicht besonders groß, dafür einfach märchenhaft gestaltet. Zur einen Seite geht es zum Fluss hinaus, wo der Herr Keks und ich einfach eine Weile saßen und den Blick auf den Fluss, Agra und die unglaublichen Farben Indiens genossen haben.

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Baby Taj

Dann gibt es noch Mehtab Bagh, eine Parkanlage auf der anderen Seite des Flusses mit Blick auf das Taj Mahal. Hier kann man einfach ein bisschen flanieren, die Aussicht genießen und den Park bewundern.

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Die Parkanlage Mehtab Bagh

Insgesamt reicht für Agra ein Tag vollkommen aus. Ihr könnt euch einfach mit einer Rikscha von einem Ort zum nächsten fahren lassen. Aber Vorsicht, die Fahrer schlagen den Touristen gern einen Gesamtpreis für alle Sehenswürdigkeiten vor, der wirklich gut ist, bringen ihre Gäste dann aber in ein Restaurant und zu einem Laden. Bei beidem bekommen sie Provision. Natürlich habe ich diese Geschichte nur gehört, wäre uns niiiiiieee passiert 😉 Ja, doch, wir sind auch darauf reingefallen. Das Restaurant war unserer Ansicht nach nicht schlimm. Wir hatten Hunger und es war gut. Bei dem sogenannten Markt, der aber eher wie ein Schneider aussah, haben wir uns dann geweigert. Woraufhin unser Fahrer richtig sauer geworden ist. Man kann auch nicht argumentieren, er wird einfach sauer. Kennt man auch von asiatischen Marktverkäuferinnen, die total beleidigt reagieren, wenn man etwas anschaut und dann nicht kauft. Das ist wohl einer der Punkte, den ich an Asien nie verstehen werde. Aber da heißt es wohl nur: nicht ärgern, nur wundern. Sonst nimmt man sich selbst die Freude am Urlaub 😉

Agra Indien Taj Mahal Gelände

Hin und weg kommt man übrigens mit dem Schnellzug von Delhi, aber auch mit dem Bus. Beides lässt sich leicht und kurzfristig vor Ort buchen. Bei zwei oder drei Personen lohnt es sich schon fast, mit dem Taxi zu fahren. Klingt komisch, ist dann aber tatsächlich einfach nicht so viel teurer und dafür werdet ihr geholt und abgesetzt wo immer ihr wollt. Das etwas komplizierte daran ist aber, dass Taxis nur in ihrer Stadt fahren dürfen und nicht außerhalb. Natürlich gibt es Tricks unter den Fahrern, die sich dann die Gäste übergeben. Da wir direkt vom Flughafen aus weiter nach Agra wollten, waren wir nicht sicher ob das so spontan klappt. Zug und Bus konnte man online nur mit indischer Telefonnummer buchen, da haben wir die App Wiwigo ausprobiert. Die funktioniert ähnlich wie uber. Allerdings werden städteübergreifende Taxen vermittelt. Hat super geklappt!
Wart ihr schon mal in Agra und habt noch weitere Tipps und Tricks? Oder andere etwas wunderliche Erfahrungen?
Habt ein schönes Wochenende
Alexa

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