What to do in Kathmandu – Tipps für Nepals quirlige Hauptstadt

Was Nepals Hauptstadt so unbeschreiblich macht, was man in Kathmandu alles erleben kann und wo man unbedingt mal essen sollte..

Kathmandu Nepal Tauben Tempel Wiederaufbau.jpg

Es gibt diese Momente, da weiß man genau, dass es gerade zu diesem Zeitpunkt keinen Ort gibt, an dem man sich wohler fühlen würde und an dem man lieber wäre. Momente an denen man völlig im Reinen ist mit sich und der Welt und in denen man einfach weiß, dass das Leben wundervoll ist. Und nein, ich rede nicht von einer spirituellen Eingebung während eines Yogakurses, den ich euch als nächstes empfehle 😉 Es gab diesen Abend in Kathmandu, der Herr Keks und ich saßen am Tisch eines Restaurants in einem Innenhof. Irgendwo schlängelten sich noch die letzten Strahlen der Abendsonne zwischen den Häusern und den Gebetsfahnen hindurch auf unsere Gesichter. Neben uns spielte eine Liveband die klassischen Lieder der Reisenden und Backpacker (sicher gibt es eine Playlist bei Spotify mit dem Namen: Songs every Hostel all over the world needs to play all day long) und dazu hörte man vereinzelt das Hupen von den Straßen Kathmandus. Die Luft roch nach Gewürzen, dem Staub der Straßen und der Ansammlung von Menschen in diesem Innenhof. In diesem Moment war ich einfach nur glücklich. Dieses Gefühl verbinde ich seither mit Kathmandu 🙂 Nach diesem etwas kitschigen Einstieg, will ich jetzt aber auch mal zur Sache kommen und euch verraten, was an Kathmandu so toll ist und was ihr dort so tun könnt.

Kathmandu Nepal Straßen Thamel Läden

Sightseeing in Kathmandu:

  • Das Backpackerviertel Thamel erkunden: Hier sind die meisten Hotels und Restaurants, in den Straßen drängt sich ein kleiner Laden an den nächsten, Tücher, Schals, Pullis und Outdoorklamotten, aber auch Gewürze, Tee und Schüsseln werden dort verkauft. Die Straßen sind schmal, es gibt keinen Bürgersteig und die Roller schlängeln sich zwischen Taxis, Rikschas und Fußgängern hindurch. Dieses Viertel ist so überlaufen und so voller Leben, es ist einfach herrlich.
  • Den Durban Square besuchen: Hier reihen sich die Tempel aneinander, leider nicht mehr so viele wie vor dem Erdbeben in 2015 und den Nachbeben in 2016, aber durchaus genug um beeindruckend zu sein. Der Eintritt ist wohl ziemlich erhöht worden, denn in unserem (nicht so alten) Reiseführer stand er noch für unter die Hälfte. Aber irgendwie will der Wiederaufbau schließlich finanziert werden.

Kathmandu Nepal Mönche Tempel Wiederaufbau

  • Die Siddihas Marg entlanglaufen: Die Straße ist eng und voll, doch sie hat eine ganz besondere Atmosphäre. So etwas ähnliches wie Girlanden hängen in der Luft und an jeder Ecke findet sich ein kleiner, aktiv genutzter Tempel mitten im Gewusel zwischen Marktständen. Mitten auf dem großen Platz dort, haben wir den leckersten Lassi überhaupt getrunken, leider weiß ich nicht, wie der kleine Stand hieß, aber wenn ihr viele zufriedene Menschen mit einem gelblichen Getränk um euch seht, seid ihr richtig 😉
  • Die New Road bestaunen: Ja, es gibt auch Ordnung und Sauberkeit in Kathmandu und zwar genau hier in dieser Straße 😉
  • Im Garden of Dreams zur Ruhe kommen: Der kleine Park ist eigentlich nicht schöner als manch andere. Das Besondere ist eher, dass man mit dem Gang durch den Eingangsbereich auch den ganzen Trubel und Lärm der Stadt hinter sich lässt. Der perfekte Ort um sich einfach mal ein bisschen Ruhe zu gönnen.

Kathmandu Nepal Garden of Dreams Park

Meine kulinarischen Empfehlungen für Kathmandu:

  • Black Olives Bar, das Restaurant in besagten Innenhof, kann man sowohl für das Frühstück als auch das Abendessen oder einen Snack empfehlen. Manchmal spielen auch Livebands. Chaksibari Marg., Thamel (es gibt keine Hausnummern..)
  • Das dalai-la, schräg gegenüber vom Black Olives, hat unglaublich leckere Momos (eine Art Dumplings) und auch ab und zu Livemusik. Die anderen Hauptgerichte waren eher unspektakulär.
  • Das Mountain Steak House in der J P Marg, die Einrichtung wirkt zwar ein bisschen kalt und lieblos, wie in vielen Restaurants in Nepal, aber das Essen ist köstlich und die Portionen groß.
  • Das Himalaya Java Coffee am Basantapur Square – ja, auch Kathmandu hat Instagramkulissen für die hippen Kaffeetrinker 😉

Nicht empfehlen würde ich das Thamel House. Es hat ziemlich gute Bewertungen bei Tripadvisor, was aber meiner Meinung nach daran liegt, dass hier die ganzen Reisegruppen einkehren, die nur einen Tag in Kathmandu sind und keinen Vergleich haben. Wir fanden das Essen geschmacklich durchschnittlich und dafür teuer. Außer uns waren wirklich nur Reisegruppen dort.

Kathmandu Nepal Straßenverkauf Thamel Teppiche Tücher

Übernachten in Thamel:

  • Das Thamel Grand Hotel liegt in der Chaksibari Marg. Die Zimmer sind völlig in Ordnung, aber nichts besonderes, dafür gibt es in den höheren Stockwerken tolle Dachterrassen. Wir waren im sechsten Stock, wo es nur ein Zimmer gibt und dafür eine riesige Terrasse, auf die sich zwar ab und zu andere Gäste verirren, aber meistens waren wir dort einfach allein. Frühstück bekommt man im Black Olives, das ist im Preis inbegriffen.
  • Das Mi Casa Hotel ist ein Boutiue Hotel in der Thamel Marg. Es hat nur sehr wenige Zimmer und diese sind so süß und gemütlich eingerichtet. Außerdem gibt es auf jedem Stockwerk eine kleine, liebevoll hergerichtete Terrasse. Auch das Frühstück ist sehr lecker und die Angestellten sind einfach superfreundlich und witzig.

Beide Hotels liegen im mittleren Preissegment. Natürlich geht es auch günstiger oder eben luxuriöser 😉

Kathmandu Nepal Verpflegung Waren Straßenmarkt Kerzen Tempel

Shoppen in Thamel

In Thamel kann man nicht nur tolle Mitbringsel vom Tee über Gewürze bis zu Kaschmirschals finden, es bietet sich auch an, sich mit Outdoorgarderobe auszustatten, sofern gewünscht. Wer auf Kaschmirpullover steht, der wird hier auch glücklich werden. Handeln ist unbedingt Pflicht! Der erste Preis ist immer ein schlechter. Den Verkäufern macht das Handeln Spaß bis zu dem Punkt, an dem ihr zu niedrig seid, aber das merkt ihr dann schon 😉 Da viele Läden das gleiche Sortiment bieten, ist es auch nicht schlimm, wenn ihr es euch mit dem einen Verkäufer verscherzt habt.
Nicht lohnenswert ist es, in Kathmandu noch Kamerazubehör zu kaufen. Es wird zwar alles angeboten, aber die Preise sind um einiges höher als in Deutschland und dafür verzichtet ihr auf die Garantie, einfach weil ihr nicht mehr in Nepal sein werdet um etwas reparieren zu lassen.

Kathmandu Nepal Einwohner bunte Wand Schrift

Ein letzter Tipp zum Schluss: Nehmt euch Zeit für diese tolle Stadt! Auch um Nepal herum kann man so viel unternehmen, dass man gut 4 bis 5 Tage hier bleiben kann. Wer jetzt total vom Reisefieber gepackt wurde, der schaut am besten gleich in meinen Beitrag zu den Vorbereitungen auf die Reise nach Nepal. Wer noch nicht ganz überzeugt ist, der guckt sich nochmal meine ersten, teils skurrilen Eindrücke an und ist dann überzeugt 😉 Und jeder der schon mal in Nepal war, der kann gern seine Tipps in den Kommentaren hinterlassen 🙂
Eure Alexa

Meine Tipps für Reiseplanung und Routenwahl in Vietnam

Etwa vor einem Jahr sind der Herr Keks und ich aus Vietnam zurückgekommen und ich muss sagen: ich träume immer noch von diesem wunderbaren, exotischen Land. Doch so schön es war, die Reiseplanung hat mich anfangs richtig gefordert. Viele Orte klingen ähnlich und die Strecken zwischen den sehenswerten Orten im Norden, Süden und in Zentralvietnam sind immens. Darum wollte ich euch heute einfach einen kurzen Überblick geben über die verschiedenen Orte Vietnams, was euch dort besonderes erwartet und wie ihr euch zwischen ihnen fortbewegt.

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Arbeiten zwischen Reisfeldern und Palmen

Vietnams Norden

Hanoi: die Großstadt ohne Bürgersteig, mit den tausend kleinen Gässchen voller Läden und mit sicher beliebtesten See für Hochzeitsshootings ist einfach ansteckend quirlig und lebhaft. Wandert durch die Gassen und genießt die Stimmung und das leckere Essen! 3 – 4 Tage könnt ihr hier gut einplanen. Genauer berichtet habe ich hier schon mal.
Anreise: Wahrscheinlich kommt ihr sowieso entweder hier oder in Hoh Chi Minh City im Land an.

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Auf den Straßen von Hanoi

Sapa: Der Bergdorf ist total süß, die Wanderungen drum herum beeindruckend, wenn man Glück hat mit dem Wetter. Meinen detaillierteren Bericht gibt es hier. Die Tour ist ein drei-Tages-Ausflug von Hanoi aus.
Anreise: mit dem Nachtzug oder dem Bus möglich, ich empfehle absolut den Expressbus.

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Wandern in Sapa

Halong Bucht: ein richtiges Highlight sind die Karstfelsen der Halongbucht. Man kann 2- oder 3-tägige Ausflüge mit dem Schiff durch die Bucht von Hanoi aus buchen. Effektiv sind diese aber kürzer, da die Fahrt zur Küste schon einen halben Tag dauert. Dennoch ist es großartig.
Anreise: in den Touren mitinbegriffen ist die Hin- und Rückfahrt von Hanoi aus mit dem Minivan. Eine selbständig organisierte Anreise ist wirklich um einiges komplizierter. Bei der Tourbuchung sollte man darauf achten, nicht unbedingt das günstigste Angebot zu nehmen, es gibt doch recht große Unterschiede bei den Schiffen.

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Ausblick auf die Halong Bucht

Ninh Binh: die trockene Halongbucht. Zwischen grünen Wiesen und den scharfkantigen Felen kann man wunderbar mit dem Rad die Gegen erkunden.
Anreise: mit dem Bus erreichbar und es gibt wohl auch die Möglichkeit, von hier aus weiter nach Hue zu fahren. Jedoch hab ich das selbst nicht ausprobiert, also ohne Garantie 😉

Zentralvietnam:

Hue: Die ehemalige Kaiserstadt Hue mit dem alten Kaiserpalast und einigen wunderschönen Grabmählern hat viel zu bieten. Wir waren dort nur einen Tag, ein oder zwei mehr wäre schön gewesen 😉 Den Bericht dazu gibt es hier.
Anreise: von Hanoi aus mit dem Nachtzug, dem Bus oder einem Inlandsflug.

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Im alten Kaiserpalast in Hue

Hoi An: Die Stadt der Lampions und Schneider hat eine wunderschöne Altstadt und tolle Strände. Hier kann man gut auch etwas mehr Zeit verbringen, mit dem Rad durch die Reisfelder fahren, einen Kochkurs machen, shoppen oder am Strand liegen. Was wir dort so gemacht haben, habe ich hier erzählt.
Anreise: Mit dem Bus von Hue aus oder auf eigene Faust, dann könnt ihr über den  Wolkenpass fahren (der Bus nimmt den Tunnel). Ihr könnt zum Beispiel ein Motorrad leihen, wie wir das gemacht haben, oder ihr sucht euch einen Fahrer. Beide Möglichkeiten sind durchaus günstig.

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Lampions in Hoi An

Vietnams Süden

Dalat: Das Paris Vietnams wird diese Stadt oft genannt, allerdings soll sie wohl eher kitschig als architektonisch wertvoll sein 😉 Von hier aus kann man wunderbare Ausflüge in die Natur machen: Wasserfallwanderungen, Mountainbike Touren oder Motorradtouren mit den sogenannten Easy Ridern.
Anreise: Mit dem Bus von Hoi An (mit Umsteigen) oder Hoh Chi Minh aus. Von Hoh Chi Minh aus könnt ihr auch fliegen. So oder so, es dauert relativ lang dorthin, darum hatten wir uns dagegen entschieden.

Phu Quoc:  Eine Insel mit absoluten Traumstränden, die näher an Kambodscha liegt als an Vietnam. Man kann die Insel wunderbar mit dem Roller erkunden und dabei immer wieder an menschenleeren Stränden ausspannen. Was ich jedoch erschreckend fand, waren die ganzen Baustellen auf der Insel. Alle hundert Meter waren Gerüste und Baustellenfahrzeuge, dazu große Plakate mit einer Vorschau der Hotels. Es sollen lauter riesige Luxusbunker entstehen, bzw. sind wahrscheinlich mittlerweile schon fertig, denn wir waren ja vor einem Jahr da. Dass die Insel überhaupt noch lohnenswert ist wenn die Bauvorhaben beendet sind, kann ich mir nicht vorstellen.
Anreise: Ihr könnt von Hoh Chi Minh aus fliegen oder auch die Fähre von Ha Tien aus nehmen wenn ihr vorher im Mekong Delta unterwegs wart.

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Einsame Strände auf Phu Quoc

Mekong Delta: die Lebensader Vietnams, der Mekong, ist beeindruckend breit und auch hier ist es wieder faszinierend, dem Leben am Flus zuzusehen. Man kann auch einen Floating Markte besuchen. Wir sind mit unserer Tour ziemlich reingefallen, darum unbedingt auf Empfehlungen hören und nicht zu viel sparen wollen 😉
Anreise: mit dem Bus oder Minivan von Hoh Chi Minh aus

Mui Ne: Bekannt ist die kleine Stadt entlang der Küste durch die Sanddünen und den Fischerhafen. Recht viel mehr gibt es nicht zu sehen. Die Strände sind im östlichen Teil wesentlicher schöner, dort gibt es aber nur wenige Hotels. Im westlichen Teil ist der Strand kaum vorhanden, bzw. nur ein schmaler Streifen. Außerdem ost der Ort fest in russischer Hand, wie man schon an den zweisprachigen Menükarten erkennt (englisch und russisch)
Anreise: Mit den Bus von Hoh Chi Minh aus

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Die Sanddünen in Mui Ne

Nha Trang: Der Partyort am Strand in Vietnams Süden soll sehr modern sein. Wir haben diesen Ort allerdings ausgelassen.
Anreise: Mit dem Bus von Hoh Chi Minh oder Mui Ne aus. Einige der Touren in Dalat enden auch dort.

Hoh Chi Minh: Das ehemalige Saigon ist lang nicht so gemütlich wie Hanoi und auch nicht so schön. Dafür ist Hoh Chi Minh Ausgangspunkt für viele Orte im Süden und hat auch ein schönes Backpackerviertel, in dem man den ein oder anderen Abend gemütlich verbringen kann.
Anreise: Hier stehen euch alle Möglichkeiten offen.

Sicher gibt es noch weitere Orte, die ihr besuchen könnt, doch das waren sicher die bekanntesten. Mit seinen etwa 1600km ist Vietnam sehr lang, dadurch entstehen einfach  lange Wege und die Routenplanung gestaltet sich durchaus schwierig. Außerdem ändert sich das Klima im Norden extremer als im Süden, daher macht es auf jeden Fall Sinn, den Ablauf der Reise nach dem Wetter im Norden zu richten. Wir haben beispielsweise im Norden angefangen und hatten durchaus Glück mit dem Wetter in Sapa, da wir Anfang Dezember da waren. Wären wir andersherum gereist und erst im Januar dort gewesen, hätte es schon viel schlechter und vor allem kälter sein können.

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Straßenverkauf in Vietnam

Hier meine Tipps für mögliche Routen, die natürlich auch andersherum funktionieren. Da ihr wahrscheinlich vom gleichen Flughafen aus den Hin- und Rückflug nach Deutschland habt, wäre eben am Anfang oder Ende der Reise noch ein Inlandsflug zwischen Hanoi und Hoh Chi Minh.

Route 1 (3 Wochen): Start in Hanoi mit Tagesausflügen nach Sapa und in die Halong Bucht, weiter nach Hue, dann weiter nach Hoi An. Von hier aus mit dem Flieger direkt nach Phu Quoc und nach ein paar gemütlichen Strandtagen ebenfalls mit dem Flieger nach Hoh Chi Minh.

Route 2 (3-4 Wochen): Start in Hanoi mit Tagesausflügen nach Sapa und in die Halong Bucht, weiter über Ninh Binh nach Hue, dann weiter nach Hoi An. Von hier aus mit dem Bus oder Flugzeug oder beidem gemischt nach Dalat. Tour mit Ende in Nha Trang. Von dort aus über Mui Ne zurück nach Hoh Chi Minh.

Route 3 (4 Wochen): Start in Hanoi mit Tagesausflügen nach Sapa und in die Halong Bucht, weiter nach Hue, dann weiter nach Hoi An. Von hier aus mit dem Flieger direkt nach Phu Quoc. Über das Mekong Delta zurück nach Hoh Chi Minh.

Ganz andere Alternative: Ihr biegt von Zentralvietnam aus ab nach Kambodscha und reist durch Kambodscha zurück nach Hoh Chi Minh.

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Auf dem Weg zum Wolkenpass

Wer als Urlaubsvorfreude schon mal ein paar vietnamesische Gerichte probieren will, der kann sich auch hier inspirieren lassen, ich bin nämlich totaler Fan der vietnamesischen Küche seit unserer Reise:

So, jetzt kann der Urlaub ja losgehen, oder? Ihr seid zumindest informiert 😉 Oder wart ihr schon mal in Vietnam und habt noch ganz andere Empfehlungen, Routen oder Tipps? Immer her damit!
Alexa

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Land am Dach der Welt: Eindrücke und Erkenntnisse aus Nepal

Drei wunderbare Wochen haben wir in dem kleinen und so wunderschönen Land verbracht – und dabei einiges über Land und Leute gelernt!

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Wissenswertes und Skurriles aus Nepal:

  • Die Bejahung einer Frage unterstreichen die Nepalesen gern durch eine entsprechende Kopfbewegung – leider sieht diese Bewegung für uns eher aus wie ein Nein, da sie den Kopf schütteln..
  • Träger, die Waren von etwa 30kg über die Wanderwege des Himalayas von einer Siedlung zur anderen tragen, bekommen einen Tageslohn von etwa 800 Rupies, weniger als 8,- €
  • Es fahren täglich etwa 40 Busse von Kathmandu nach Pokhara oder Chitwan, alle um 7:00 Uhr und alle über die gleiche Schotterstraße

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  • In den Teahouses entlang des Annapurna Basecamp Treks gibt es immer Pizza oder Makkaroni
  • Bestellt man in Nepal eine Gemüsepizza, ist nicht selten Salat das Gemüse (kein Rucola, eher Eisberg)
  • Während Kathmandu chaotisch und relativ dreckig ist, ist Pokhara ein richtiger Ferienort mit sauberen Straßen und Bürgersteigen

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  • Für die 150km von Chitwan nach Kathmandu braucht ein Touristenbus schon mal 9 Stunden
  • Elefanten essen am Tag etwa 200kg. Im Chitwan Nationalpark macht man ihnen Momos (Nepalesische Maultaschen) aus Blättern und Reis. Schon etwas dekadent wenn man bedenkt, wie mühselig der Reis im Hochland geerntet wird.
  • Die Verkäufer in Kathmandu schienen alle zu denken, dass man, wenn man völlig genervt von einer langen Busfahrt, seinen Koffer durch die Menschenmengen schleppt, nichts dringender braucht, als ein Armband oder eine kleine Holzgeige

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  • Die meisten Tempel in und um Nepal sind leider beim Erdbeben 2015 zerstört worden. Die Eintrittspreise haben sich seitdem verdoppelt.. Aber irgendwie muss der Wiederaufbau ja finanziert werden
  • Die Augen der Stupa sehen dich überall!
  • Auf Elefanten wird man schon mal seekrank…

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Wart ihr schon mal in Nepal? Fallen euch noch andere lustige oder skurrile Sachen ein über dieses wundervolle Land?
Habt einen schönen Abend!
Alexa

Reisevorbereitungen für Indien und Nepal: Visum und Impfungen

Schon öfter habe ich die Erfahrung gemacht, dass andere Leute meine Art von Urlaub nicht als Urlaub betrachten würden. Die Backpacking Tour durch Thailand ist zwar mittlerweile nichts allzu besonderes mehr, aber doch noch aufwendiger als der klassische Strandurlaub im All inclusive Hotel 😉 Doch während ich für bisherige Urlaubsziele meist eher einen Kommentar bekommen habe wie: „Wäre mir zu stressig, aber klingt gut“, sind die Reaktionen bei unserem diesjährigen Reiseziel schon ganz anders. „Wir fahren nach Indien und Nepal und machen unter anderem eine 8-tägige Trekkingtour durch das Himalaya“ –  nach dieser Aussage kann man vielen doch ein gewisses Unverständnis ansehen. Die alternative Reaktion ist übrigens überschwängliche Begeisterung, das Thema scheint zu polarisieren 😉

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Für die Abenteurer und Interessierten unter auch, habe ich jetzt aber dennoch einmal zusammengefasst, welche Reisevorbereitung für Indien und Nepal notwendig ist, denn das ist nicht ganz unkompliziert, wie ich feststellen musste.

Aber bevor ich mit Impfungen und den umständlichen Visumsanträgen komme, möchte ich euch einen kurzen Überblick geben, was wir in Nepal und Indien so vor haben, damit nicht nur alles aufwendig und unangenehm wirkt 😉

Unsere Ziele in Indien (wir haben nur 5 Tage dort):

  • das wuselige Treiben in Neu Delhi, Eindrücke gibt es hier, wenn auch nicht  nur positiv 😉
  • die Reise in die Vergangenheit nach Old Delhi zur Jama Masjid Moschee und dem roten Fort, Inspiration dazu findet ihr hier bei Franzi von Coconutsports
  • das Taj Mahal und das rote Fort (noch eins) in Agra

Das klingt nicht nach viel, wird aber sicher völlig reichen bei der Reizüberflutung, der wir wahrscheinlich ausgesetzt sein werden 😉 Für Nepal haben wir folgende Pläne in 2,5 Wochen:

  • 8 Tage Trekking im Himalaya zum Annapurna Basecamp, wie das so aussieht, findet ihr hier bei Doreen und hier bei Kristin
  • 3 Tage im Chitwan National Park im Süden auf Safari gehen und endlich ein Nashorn live sehen
  • Kathmandu und die Tempelanlagen drum herum anschauen, auch die hat Doreen schon gesehen und berichtet hier

Habt ihr jetzt auch Lust bekommen? Dann kommen wir jetzt zu den praktischen Infos:

Reisezeit Nepal und Indien:

Die beste Reisezeit für Nepal, vor allem wenn man eine Trekkingtour machen will, ist im Oktober und November, oder wieder im März und April. Zwischen Mai und September ist Regenzeit, was die Wege teilweise unpassierbar macht. Von Dezember bis Februar dagegen ist es auf den Bergen bereits sehr kalt.
Indien ist wesentlich größer als Nepal und hat insgesamt 7 Klimazonen. Die nördlichen Gebiete am Himalaya sind klimatisch recht ähnlich zu Nepal. Ansonsten findet ihr detailliertere Angaben hier. Wir werden auf unserer Reise in der Gegend in und um Neu Delhi bleiben, dort ist es im Oktober und November noch sehr warm.

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Impfungen

Für Nepal und Indien werden vom Auswärtigen Amt bzw. vom Robert-Koch-Institut die gleichen Impfungen verlangt. Diese sind Typhus, Japanische Enzyphalitis, Tollwut, Hepatitis A und B, sowie die vorgeschriebenen Standardimpfungen aus Deutschland (Tetanus, etc.), die ihr sowieso haben solltet. Zu beachten ist, dass es bei manchen der Impfungen mehrere Spritzen braucht, die in einem bestimmten Abstand zu einander geimpft werden müssen. Demnach braucht ihr ein bisschen Vorlaufzeit für die Impfungen. 6 Wochen sollten in etwa reichen. Folgende Zeitspannen sind notwendig:

Typhus: 1 Impfung

Japanische Enzyphalitis: 2 Impfungen im Abstand von einer Woche

Tollwut: 3 Impfungen, die ersten beiden mit einer Woche Abstand, dann nochmal zwei Wochen bis zur letzten Impfung

Hepatitis A und B: 2 Impfungen mit einem Monat Abstand, eine dritte Impfung nach einem Jahr, damit die Impfung 10 Jahre gültig ist

Die Impfungen sind übrigens recht teuer, eine Spritze kann schon mal 90 Euro kosten. Viele Krankenkassen zahlen aber zumindest einen Großteil der Impfungen. Schaut vor dem Impfen am besten auf die Homepage der Kasse oder ruft an und informiert euch, bei manchen Kassen muss der Arzt nämlich ein bestimmtes Dokument ausfüllen, damit die Kosten übernommen werden.

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Visa

Für Nepal erhaltet ihr mit einem gültigen Reisepass, der noch mindestens 6 Monate gültig ist und noch mindestens 2 freie Seiten hat, ein Visum on Arrival am Flughafen. Ein vorläufiger Reisepass oder nur ein Personalausweis sind nicht gültig. Das Visum kostet 40 Dollar und ihr braucht ein Passbild. Dann ist es 30 Tage gültig.

Für Indien könnt ihr hier online ein Visum beantragen, ihr bekommt dann eine Bestätigung per Mail, mit der ihr an einem separaten Schalten am Flughafen in Indien das Visum bekommt. Es ist 6 Monate gültig, muss spätestens 4 Tage und frühestens 30 Tage vor der Einreise beantragt werden. Auch hierfür muss der Reisepass noch 6 Monate gültig sein und mindestens zwei leere Seiten haben. Das Visum kostet etwa 75 Euro. Allerdings gilt es nur für die Einreise an folgenden Flughäfen: Ahmedabad, Amritsar, Bengaluru, Chennai, Cochin, Delhi, Gaya, Goa, Hyderabad, Jaipur, Kolkata, Lucknow, Mumbai, Tiruchirapalli, Trivandrum & Varanasi.
Das elektronische Ticket ist jedoch nur für die einmalige Einreise gedacht. Wer also wie wir einen Abstecher nach Nepal machen will, der benötigt ein Visum für multiple entry und muss es bei der Botschaft oder dem Konsulat beantragen. Alle Informationen dazu findet ihr hier. Das Visum kostet etwa 80 Euro, vorab muss ein Onlineformular ausgefüllt werden, dann kann man 4 Tage später zur Botschaft oder zum Konsulat, um zu zahlen und den Reisepass abzugeben und dann dauert es nochmal etwa eine Woche bis ihr den Reisepass inklusive Visum zurückbekommt. Dafür müsst ihr also auch mindestens zwei Wochen Vorlaufzeit einplanen. Außerdem solltet ihr vorher schon die genauen Vorschriften für die Passbilder beachten, die müssen nämlich die ungewöhnliche Größe von 2*2 Inches haben.

Nach diesen eher unspannenden Herausforderungen der Reisevorbereitung ist unsere Vorfreude schon ziemlich groß! Wer von euch auf dem Laufenden bleiben will über unsere Eindrücke und Erlebnisse, der kann mir einfach bei Instagram folgen. Für alle anderen habe ich hier ein paar Beiträge mit leckeren Rezepten vorbereitet, damit ihr auch während meines Urlaubs versorgt seid 😉

Liebe Grüße
Alexa

Vietnamesische Reisfelder und die wunderschöne Altstadt von Hoi An

Radfahren zwischen Reisfeldern und wie man im vietnamesischen Straßenverkehr überlebt.

Hoi An Vietnam Altstadt

Nach den ganzen Rezepten geht es heute mal wieder auf die Reise. Diesmal nach Hoi An, einer süßen kleinen Stadt in Zentralvietnam. Sie liegt gleich neben Da Nang, einer ziemlichen Touristenhochburg mit großen Hotelanlagen. Hoi An selbst ist zwar auch touristisch, hat sich aber seinen Charme bewahrt. Die Altstadt ist nicht nur wunderschön, sondern auch fast den ganzen Tag gesperrt für Fahrzeuge, wie eine Art große Fußgängerzone. Mag sich jetzt nicht so besonders anhören, aber bei dem wahnsinnigen Verkehr in Vietnam, bei dem alles durch lautes Hupen signalisiert wird, ist das so eine Erleichterung. Man fühlt sich wirklich ein bisschen befreit 😉

Hoi An Vietnam Altstadt Lampions

Lichter und Lampions

Hoi An ist besonders durch die Lampions bekannt, die dort verkauft werden. Außerdem dienen diese Lampions auch als Straßenbeleuchtung und Deko überall. Das ist wirklich so schön anzusehen. Durch die Altstadt fließt außerdem ein Fluß, in dem sich abends die ganzen bunten Lichter der Stadt spiegeln, was es gleich doppelt schön macht.

Hoi An Vietnam Altstadt

Stadt der Schneider

Außerdem ist Vietnam als die Stadt der Schneider und Schuster bekannt. Schneider gibt es tatsächlich alle fünf Meter. Zum Glück sind die wenigsten so aufdringlich, wie das zum Beispiel in Bangkok der Fall war. Dafür haben fast alle die gleiche Kollektion an Mänteln. Auch Lederschuhe und -taschen werden überall verkauft und auf Wunsch maßgefertigt. Auch wir konnten nicht widerstehen und haben uns Schuhe und einen Mantel machen lassen. Rückwirkend muss ich aber sagen, dass es das nicht wert war. Die Schuhe waren zwar schön, aber bereits nach drei Wochen kaputt – und zwar alle. Der Mantel ist zwar auch sehr schön, allerdings war die Kommunikation wirklich schwierig, weil ich zu drei Anproben musste und jedes Mal hatten sie wieder etwas vergessen, das ich davor gesagt hatte. Könnte daran liegen, dass keiner etwas aufschreibt. Dafür hat es aber erstaunlich gut geklappt 😉

Hoi An Vietnam alte Häuser Lampions Hunde

Radfahren in Hoi An

Fortbewegt haben wir uns in Hoi An nur mit dem Rad. Die Hotels liegen alle außerhalb der Altstadt und mit dem Rad waren es etwa 15 Minuten von unserem Hotel. Der Verkehr ist aber, wie gesagt, höllisch. Man muss immer sehr sehr genau aufpassen, was die anderen so machen. Roller biegen aus Einfahrten auf die Straße ab ohne Rücksicht ob jemand kommt. Ein lautes Hupen und los. Auch Ampeln interessieren nicht wirklich jemanden. Rechts abbiegen geht auch ohne zu schauen, hupen und abbiegen. Links abbiegen bei zu viel Gegenverkehr ist auch spannend: man fährt einfach auf der Gegenfahrbahn am äußersten Rand weiter bis  genug Platz ist um auf die richtige Spur zu fahren. Komplett verrückt. Und ein bisschen sehr gefährlich.

Hoi An Vietnam Altstadt

Wunderschön und erholsam ist es dagegen, wenn man die Gegend außerhalb der Stadt mit dem Rad erkundet. Einfach zwischen den Reisfeldern hindurch, über schmale Wege zwischen den kleinen Fischfangteichen – wunderbar!

Hoi An Vietnam Seen Fischfang

Hoi An Vietnam Umgebung Umland Büffel

Meine Empfehlungen daher für Hoi An:

  • Bei der Wahl des Hotels auf den kostenlosen Fahrradverleih achten
  • alle Wege mit dem Rad zurücklegen und sich dabei ein bisschen wie ein Einheimischer fühlen (und dabei supervorsichtig sein!)
  • umbedingt das Umland erkunden, es lohnt sich!
  • in der Altstadt bummeln
  • ein Ticket für 5 Sehenswürdigkeiten beim Touristenamt kaufen und unbedingt auch die japanische Brücke anschauen
  • Schneider und Schuster weglassen und dafür die gemütliche Atmosphäre genießen
  • auch die Strände um Hoi An sind einen Besuch wert
  • ein Tagesausflug zu den My Son Pagoden soll auch wunderschön sein, habe ich aber nur gehört, wir hatten leider vor lauter Anproben keine Zeit dafür 😉

Hoi An Vietnam Altstadt

Hoi An Vietnam Altstadt

Mit diesem Stoff zum Träumen wünsche ich euch nun noch ein schönes Wochenende! Lasst euch die freien Tage nicht von dem miesen Wetter hier verderben 😉
Alexa

{Vietnam} Die Kaiserstadt Hue und der Wolkenpass

Eine Geschichte von schönen, aber baufälligen Palästen und einer Motorradtour neben Schweinelastern und Brautpaaren.

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Unser vierwöchiger Urlaub in Vietnam kommt mir schon wieder viel zu weit weg vor. Dabei sind noch keine drei Monate. Aber: Die Urlaubsrezepte häufen sich hier wieder auf dem Blog, also bin ich wieder urlaubsreif 😉 Um die Zeit bis zur nächsten Reise zu überbrücken, erzähle ich euch einfach noch von der vorherigen. Da war ich nämlich noch nicht fertig 🙂

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Nach unserer Tour durch den Norden Vietnams, also Hanoi, Sapa und die Halongbucht, ging es weiter nach Hue. Das ist die ehemalige Kaiserstadt und wirklich ein wunderschöner Fleck. Wir hatten ein bisschen Pech mit dem Wetter, weil es ziemlich geregnet hat die ganze Zeit, aber das ist für Hue nicht weiter ungewöhnlich zu der Jahreszeit. Die beste Reisezeit ist von Februar bis August, wir waren im Dezember  😉
Hue besteht aus drei Vierteln, die für Reisende interessant sind: dem europäischen Viertel, in dem die meisten Hotels und Restaurants zu finden sind, der verbotenen Stadt mit der Zitadelle, die zum Weltkulturerbe erklärt wurde, und dem ehemaligen Handelsviertel Phu Cat mit einigen Pagoden. Zwischen dem europäischen Viertel und den anderen beiden liegt der Parfümfluß, den man mit Drachenbooten befahren kann.

Hue Kaiserstadt verbotene Stadt Zitadelle Vietnam 6

Da wir nur einen Tag in Hue verbracht haben, in der Früh mit dem Nachtzug angekommen und dementsprechend müde waren und es nur geregnet hat, haben wir uns auf das Wichtigste beschränkt: Die Zitadelle. Die Paläste sind wunderschön und so detailverliebt verziert, dazu kommen noch schöne Parkanlagen und lustige Drachenskulpturen – da macht es unheimlich Spaß auf Entdeckungsreise zu gehen. Vor allem wenn man plötzlich vor einem Pferd steht 😉

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Ansonsten kann man in Hue noch die schöne und älteste Pagode Thien Mu besichtigen und ziemlich viele Grabmäler früherer Herrscher. Beides liegt etwas außerhalb und kann beispielsweise bei einer der bereits erwähnten Drachenboottouren erkundschaftet werden. Leider sind diese Touren meist recht überfüllt. Alternativ kann man sich ein Fahrrad oder einen Roller leihen und die Gegend auf eigene Faust erkunden, was ich persönlich sowieso spannender finde 😉

Der Vollständigkeit halber muss ich sagen: In Vietnam ist es nicht erlaubt ohne vietnamesischen Führerschein zu fahren, auch der internationale Führerschein nutzt da nichts. Das Gesetz ist jedoch sehr alt und Touris werden meist nicht von der Polizei überprüft, da der Verleih ein gutes Geschäft für die Einheimischen ist, das sie nicht kaputt machen wollen. Sollte man doch aufgehalten werden, kostet es etwa 15 Euro Strafe. Gefährlicher ist es sicher bei einem Unfall wegen der Versicherung. Der Herr Keks und ich, wir wussten zum Glück nichts von dem Gesetz (sagt einem ja keiner beim Verleih..) und haben uns in Hue ein Motorrad geliehen. Das war wunderbar um über den Wolkenpass nach Hue zu fahren und wirklich das Highlight unserer gesamten Reise. Die Strecke ist mit einem Roller fast ein bisschen zu weit, außer man macht nicht so eine ausgedehnte Tour wie wir.

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Als erstes ging es für uns zum Minh Mang Grabmahl. Es ist ein richtiger Park und wunderschön. Über einen Platz voller Statuen kommt man zu einem wunderschönen Gebäude, von da aus über eine Brücke über einen See ins nächste Gebäude und so fort. Dazwischen sind immer wieder parkähnliche Gärten angelegt.

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Von dem Grabmal aus sind wir über die Insel An Bang gefahren, die aufgrund der vielen Friedhöfe nicht touristisch genutzt wird. Die Friedhöfe sind jedoch wunderschön, da die Gräber jeweils wie kleine Grabmäler sind: Häuschen mit Bögen, unheimlich schön verziert und bunt. Außerdem gibt es auf der Insel einen herrlichen und nur von Fischern genutzten Strand, der sich wunderbar für eine Pause eignet.

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Auf dieser Insel hatten wir das Gefühl, wirklich das echte Leben in Vietnam zu sehen, nicht den touristischen Ort. Die Landschaften waren einfach zauberhaft und die Menschen haben sich so gefreut, uns auf unserem Motorrad zu sehen und haben gewunken und gegrüßt. An Bang zieht sich entlang der Küste, man kann über eine Brücke im Norden der Insel fahren und im Süden über eine Brücke die Insel wieder verlassen.

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Danach kommt man auf den Wolkenpass. Ein beeindruckender Bergpass, der die natürliche Grenze zwischen Nord- und Südvietnam darstellt.Außerdem ist der Pass eine Wetterschneise und oft wolkenverhangen. Aber der Ausblick ist einfach wunderschön. Um über den Pass zu kommen, kann man auch ein Auto mit Fahrer mieten oder sich von einem der Easy Rider mitnehmen lassen auf dem Motorrad. Der Bus von Hue nach Hoi An fährt soweit ich weiß durch den Tunnel, da geht es richtig schnell und man ist in wenigen Stunden in Hoi An. Dafür verpasst man den Ausblick und die Hochzeitsshootings, die auf den engen Randsteinen der Wolkenstraße gemacht werden 😉

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Nicht so schön an dem Pass sind die Schweinelaster. Etwa alle 10 Minuten kommt einem so ein Laster entgegen oder überholt einen. Der Anhänger ist käfigartig und geladen sind einfach dutzende Schweine. Das riecht nicht nur unangenehm, die armen Tiere sehen vor allem so mitgenommen und fertig aus, die leben nämlich noch! Ich schätze, die Fahrer wollen die Abgase im Tunnel vermeiden. Ich fand den Anblick sehr bestürzend. Nach dem Pass wird es ein bisschen stressig. Um nach Hoi An zu kommen, muss man durch Da Nang fahren und da herrscht der gleiche schreckliche städtische Verkehr wie in allen Städten. Die Vietnamesen fahren wirklich ohne Regeln, wer abbiegen will oder in den Kreisverkehr fahren will, der hupt einfach um die anderen zu warnen. Das ist laut und anstrengend und man muss einfach sehr konzentriert sein – und sollte eine kräftige Hupe haben.

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Wir haben unser Motorrad bei MotorVina in Hue gemietet. Es war nicht teuer und richtig gut in Schuss. Außerdem wurden wir gut beraten, welche Strecke wir fahren sollen, haben eine Karte bekommen und unser Gepäck wurde von den freundlichen Mitarbeitern direkt nach Hoi An transportiert. Anfangs waren wir etwas skeptisch ob das klappt oder ob wir dann einen Tag ohne unsere Sachen da stehen. Hat aber wunderbar funktioniert. Bei unserer Ankunft im Hotel haben wir bei MotorVina angerufen und zehn Minuten später hatten wir unser Gepäck und die ihr Motorrad zurück 🙂

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Wer von euch war schon in Vietnam und hat noch Empfehlungen oder Erfahrungen? Wurde vielleicht sogar mal jemand ohne vietnamesischen Führerschein aufgehalten? Bin gespannt und wünsche euch noch eine schöne Woche!
Alexa

 

 

Wandern im vietnamesischen Hochland: Sapa und Umgebung

Das Bergdorf Sapa im vietnamesischen Hochland war einer der Orte, auf den wir uns am meisten gefreut hatten bei unserer Vietnamreise. Unsere Erwartungen wurden zum größten Teil mehr als erfüllt, unerwartete Kleinigkeiten haben uns aber auch wieder ein wenig enttäuscht oder genervt. Davon möchte ich aber gar nicht zu viel erzählen, sondern habe stattdessen einfach ein paar Tipps gesammelt, die dafür sorgen, dass ihr nicht die gleichen Erfahrungen machen würdet.

Vietnam Sapa Wandern Cat Cat

Darum jetzt sofort zu den schönen Momenten: die Landschaft in und um Sapa ist einfach wunderschön! Die Reisfelder, die Berge, die wilden Flüsse und die schönen Pflanzen sind einfach toll und beeindruckend. Mir persönlich hat auch gefallen, dass überall Tiere herumlaufen. Nicht nur die Hühner, die man sogar in vietnamesischen Großstädten auf der Straße sieht, sondern respekteinflößende Wasserbüffel und die ganzen süßen Hängebauchschweine!

Vietnam Sapa Wandern Wasserbüffel

Mit dem Wetter muss man Glück haben in Sapa. Es ist sehr oft sehr neblig und viele Besucher bekommen wirklich nichts von der schönen Landschaft um sie herum mit vor lauter Nebel. Wir hatten wirklich Glück: von den insgesamt drei Tagen war einer sonnig und warm, einer verregnet aber klar und nur an einem Tag haben wir uns wirklich in einer einzigen Nebelwabe bewegt.

Vietnam Sapa Wandern

Lustig und anstrengend zugleich sind die H´mong Frauen. Sie laufen immer neben den Touristen her und sind erst sehr nett, unterhalten sich lang und erzählen vom Leben im Bergdorf. Aber irgendwann wollen sie unbedingt etwas verkaufen und sind dabei tatsächlich sehr, sehr aufdringlich. Allerdings sind sie sehr schön anzusehen in ihren bunt gemusterten Klamotten und mit ihren Kindern am Rücken. Das hier ist die liebe Moh mit ihrem kleinen Sohn Pitu (ich schätze, man schreibt die Namen anders..). Sie hat sieben (!) Kinder und kann hervorragend Englisch.

Vietnam Sapa Wandern

Das Programm in Sapa ist meist vorgegeben, da die meisten eine dreitägige Tour buchen. Am ersten Tag steht ein Besuch des kleinen Bergdorfs CatCat an. Die Bewohner gehören zur ethnischen Minderheit der schwarzen H`mong. Während die Männer dort meist den ganzen Tag auf den Feldern arbeiten, sind die Frauen für Handarbeit zuständig. Deshalb besteht das ganze Dorf aus Ständen, an denen man zum Beispiel mit Indigo gefärbte Schals oder selbstgenähte, schön verzierte Täschchen kaufen kann. Lustig ist, dass es einen Weg durch das Dorf gibt, der mit „Tourism Area“ gekennzeichnet ist. Ich schätze, das wahre Leben der Urvölker sieht man wohl eher abseits dieses Weges 😉

Vietnam Sapa Wandern

Am zweiten Tag geht es von Sapa aus in ein anderes Dorf, wo man im Homestay übernachtet. Wir waren eine Gruppe von acht Leuten und wurden bei einer netten Familie untergebracht. Dort gab es hervorragendes Essen und selbstgebrannten Reiswein. Unsere Gruppe hat ziemlich gut zusammen gepasst, dadurch hatten wir einen großartigen und sehr unterhaltsamen Abend. Übernachtet hat man auf einer Art Holzgalerie über dem Wohnzimmer. Dort waren einfach ein paar Matratzen neben einander gelegt worden und es gab dicke Decken. Wir waren recht froh über unsere Hüttenschlafsäcke, da die Decken nicht so appetitlich waren. Außerdem war es richtig kalt, da es draußen auch nur 5 Grad hatte und das Haus nicht beheizt war. Diese Übernachtung war für einige Mitreisende ziemlich grenzwertig 😉

Vietnam Sapa Wandern

Am dritten Tag ging es wieder zurück nach Sapa. Die Wanderwege sind wirklich gut ausgebaut und die Aussicht bei schönem Wetter wirklich grandios. Man bekommt Einblicke in das Leben der Urvölker und ihre Arbeit. Insgesamt fand ich diese Tour wirklich wunderschön und entspannend, eines der besten Erlebnisse unserer Reise. Anstrengend war die Hin- und Rückreise nach Hanoi mit dem Nachtzug. Der fährt nämlich 8 Stunden und ist ziemlich laut, daher kann man eigentlich nicht schlafen. Allerdings ist der Zug wirklich schön und sauber. Man übernachtet in 4 Bett Abteilen. Auch da hatten wir Glück: einmal waren wir allein im Abteil und beim zweiten Mal mit zwei Amerikanern, Vater und Sohn. Die beiden haben gemeinsam schon viele Reisen gemacht und davon erzählt. Das war auch richtig spannend.

Vietnam Sapa Wandern Schwein

Nun aber noch meine Tipps, die eure Tour nach Sapa so angenehm wie möglich machen:

  • Hüttenschlafsack für das Homestay einpacken
  • Warme Klamotten einpacken, eine gute Regenjacke und wasserfeste Schuhe
  • Genug Wechselklamotten einpacken, das meiste ist nach einem Tag durchnässt
  • beste Reisezeit: April bis Mai
  • Expressbus statt Nachtzug nehmen, dann seit ihr in 4 Stunden da, es sind nämlich nur etwa 350 km, und der Bus fährt direkt von Sapa aus. Zum Nachtzug fährt man noch eine Stunde mit einem anderen Bus. Außerdem hat man jeweils lange Wartezeiten zwischen Programmende bzw. -beginn und An- bzw. Abfahrt des Zuges.
  • Versprecht den H`mong Frauen nichts. Die lassen euch zwar in Ruhe wenn ihr sagt, ihr kommt später wieder und kauft dann, aber sie finden euch tatsächlich später wieder!
  • Shoppingtipp: Outdoorklamotten! Gibt es dort überall und unheimlich günstig!

Vietnam Sapa Innenstadt

War von euch schon mal jemand in Sapa und hat vielleicht ähnlich oder ganz andere Erfahrungen gemacht? Oder hat noch ein paar Tipps, die ich vergessen habe? Immer her damit!
Ich wünsche euch nun einen guten Start in die neue Woche!
Alexa