Die Stadt, die keiner und doch jeder kennt: meine Tipps für Agra

Wer oder was ist denn Agra?! Ach so, kenn ich doch..

Taj Mahal seitlich Agra Indien

Letztes Jahr wollten der Herr Keks und ich unbedingt nach Nepal. Als es dann an die Reiseplanung ging, merkten wir recht schnell, dass uns die Direktflüge bzw. zusammenhängend gebuchten Flüge nach Kathmandu einfach ein bisschen zu teuer waren.

Weiterlesen

What to do in Kathmandu – Tipps für Nepals quirlige Hauptstadt

Was Nepals Hauptstadt so unbeschreiblich macht, was man in Kathmandu alles erleben kann und wo man unbedingt mal essen sollte..

Kathmandu Nepal Tauben Tempel Wiederaufbau.jpg

Es gibt diese Momente, da weiß man genau, dass es gerade zu diesem Zeitpunkt keinen Ort gibt, an dem man sich wohler fühlen würde und an dem man lieber wäre. Momente an denen man völlig im Reinen ist mit sich und der Welt und in denen man einfach weiß, dass das Leben wundervoll ist. Und nein, ich rede nicht von einer spirituellen Eingebung während eines Yogakurses, den ich euch als nächstes empfehle 😉 Weiterlesen

Meine Tipps für Reiseplanung und Routenwahl in Vietnam

Etwa vor einem Jahr sind der Herr Keks und ich aus Vietnam zurückgekommen und ich muss sagen: ich träume immer noch von diesem wunderbaren, exotischen Land. Doch so schön es war, die Reiseplanung hat mich anfangs richtig gefordert. Viele Orte klingen ähnlich und die Strecken zwischen den sehenswerten Orten im Norden, Weiterlesen

Das Land am Dach der Welt: Eindrücke und Erkenntnisse aus Nepal

Drei wunderbare Wochen haben wir in dem kleinen und so wunderschönen Land verbracht – und dabei einiges über Land und Leute gelernt!

kathmandu-tempelanlagen-nepal

Wissenswertes und Skurriles aus Nepal:

  • Die Bejahung einer Frage unterstreichen die Nepalesen gern durch eine entsprechende Kopfbewegung – leider sieht diese Bewegung für uns eher aus wie ein Nein, da sie den Kopf schütteln..
  • Träger, die Waren von etwa 30kg über die Wanderwege des Himalayas von einer Siedlung zur anderen tragen, bekommen einen Tageslohn von etwa 800 Rupies, weniger als 8,- €
  • Es fahren täglich etwa 40 Busse von Kathmandu nach Pokhara oder Chitwan, alle um 7:00 Uhr und alle über die gleiche Schotterstraße

annapurna-massiv-himalaya-nepal

  • In den Teahouses entlang des Annapurna Basecamp Treks gibt es immer Pizza oder Makkaroni
  • Bestellt man in Nepal eine Gemüsepizza, ist nicht selten Salat das Gemüse (kein Rucola, eher Eisberg)
  • Während Kathmandu chaotisch und relativ dreckig ist, ist Pokhara ein richtiger Ferienort mit sauberen Straßen und Bürgersteigen

krokodil-fluss-chitwan-nationalpark-nepal

nashorn-chitwan-nationalpark-nepal

nepal-steppe-chitwan-nationalpark-himalaya

  • Für die 150km von Chitwan nach Kathmandu braucht ein Touristenbus schon mal 9 Stunden
  • Elefanten essen am Tag etwa 200kg. Im Chitwan Nationalpark macht man ihnen Momos (Nepalesische Maultaschen) aus Blättern und Reis. Schon etwas dekadent wenn man bedenkt, wie mühselig der Reis im Hochland geerntet wird.
  • Die Verkäufer in Kathmandu schienen alle zu denken, dass man, wenn man völlig genervt von einer langen Busfahrt, seinen Koffer durch die Menschenmengen schleppt, nichts dringender braucht, als ein Armband oder eine kleine Holzgeige

holzschnitzereien-tempelanlagen-nepal-kathmandu

kathmandu-aussicht-nepal-dacher

  • Die meisten Tempel in und um Nepal sind leider beim Erdbeben 2015 zerstört worden. Die Eintrittspreise haben sich seitdem verdoppelt.. Aber irgendwie muss der Wiederaufbau ja finanziert werden
  • Die Augen der Stupa sehen dich überall!
  • Auf Elefanten wird man schon mal seekrank…

kathmandu-strase-fusgangerzone-thamel-bander-nepal

himalaya-nepal-blumen-aussicht

Wart ihr schon mal in Nepal? Fallen euch noch andere lustige oder skurrile Sachen ein über dieses wundervolle Land?
Habt einen schönen Abend!
Alexa

Reisevorbereitungen für Indien und Nepal: Visum und Impfungen

Schon öfter habe ich die Erfahrung gemacht, dass andere Leute meine Art von Urlaub nicht als Urlaub betrachten würden. Die Backpacking Tour durch Thailand ist zwar mittlerweile nichts allzu besonderes mehr, aber doch noch aufwendiger als der klassische Strandurlaub im All inclusive Hotel 😉 Doch während ich für bisherige Urlaubsziele meist eher einen Kommentar bekommen habe wie: „Wäre mir zu stressig, aber klingt gut“, sind die Reaktionen bei unserem diesjährigen Reiseziel schon ganz anders. „Wir fahren nach Indien und Nepal und machen unter anderem eine 8-tägige Trekkingtour durch das Himalaya“ –  nach dieser Aussage kann man vielen doch ein gewisses Unverständnis ansehen. Die alternative Reaktion ist übrigens überschwängliche Begeisterung, das Thema scheint zu polarisieren 😉

reisevorbereitungen-indien-und-nepal

Für die Abenteurer und Interessierten unter auch, habe ich jetzt aber dennoch einmal zusammengefasst, welche Reisevorbereitung für Indien und Nepal notwendig ist, denn das ist nicht ganz unkompliziert, wie ich feststellen musste.

Aber bevor ich mit Impfungen und den umständlichen Visumsanträgen komme, möchte ich euch einen kurzen Überblick geben, was wir in Nepal und Indien so vor haben, damit nicht nur alles aufwendig und unangenehm wirkt 😉

Unsere Ziele in Indien (wir haben nur 5 Tage dort):

  • das wuselige Treiben in Neu Delhi, Eindrücke gibt es hier, wenn auch nicht  nur positiv 😉
  • die Reise in die Vergangenheit nach Old Delhi zur Jama Masjid Moschee und dem roten Fort, Inspiration dazu findet ihr hier bei Franzi von Coconutsports
  • das Taj Mahal und das rote Fort (noch eins) in Agra

Das klingt nicht nach viel, wird aber sicher völlig reichen bei der Reizüberflutung, der wir wahrscheinlich ausgesetzt sein werden 😉 Für Nepal haben wir folgende Pläne in 2,5 Wochen:

  • 8 Tage Trekking im Himalaya zum Annapurna Basecamp, wie das so aussieht, findet ihr hier bei Doreen und hier bei Kristin
  • 3 Tage im Chitwan National Park im Süden auf Safari gehen und endlich ein Nashorn live sehen
  • Kathmandu und die Tempelanlagen drum herum anschauen, auch die hat Doreen schon gesehen und berichtet hier

Habt ihr jetzt auch Lust bekommen? Dann kommen wir jetzt zu den praktischen Infos:

Reisezeit Nepal und Indien:

Die beste Reisezeit für Nepal, vor allem wenn man eine Trekkingtour machen will, ist im Oktober und November, oder wieder im März und April. Zwischen Mai und September ist Regenzeit, was die Wege teilweise unpassierbar macht. Von Dezember bis Februar dagegen ist es auf den Bergen bereits sehr kalt.
Indien ist wesentlich größer als Nepal und hat insgesamt 7 Klimazonen. Die nördlichen Gebiete am Himalaya sind klimatisch recht ähnlich zu Nepal. Ansonsten findet ihr detailliertere Angaben hier. Wir werden auf unserer Reise in der Gegend in und um Neu Delhi bleiben, dort ist es im Oktober und November noch sehr warm.

vorbereitung-indien-und-nepal-reise-impfungen

Impfungen

Für Nepal und Indien werden vom Auswärtigen Amt bzw. vom Robert-Koch-Institut die gleichen Impfungen verlangt. Diese sind Typhus, Japanische Enzyphalitis, Tollwut, Hepatitis A und B, sowie die vorgeschriebenen Standardimpfungen aus Deutschland (Tetanus, etc.), die ihr sowieso haben solltet. Zu beachten ist, dass es bei manchen der Impfungen mehrere Spritzen braucht, die in einem bestimmten Abstand zu einander geimpft werden müssen. Demnach braucht ihr ein bisschen Vorlaufzeit für die Impfungen. 6 Wochen sollten in etwa reichen. Folgende Zeitspannen sind notwendig:

Typhus: 1 Impfung

Japanische Enzyphalitis: 2 Impfungen im Abstand von einer Woche

Tollwut: 3 Impfungen, die ersten beiden mit einer Woche Abstand, dann nochmal zwei Wochen bis zur letzten Impfung

Hepatitis A und B: 2 Impfungen mit einem Monat Abstand, eine dritte Impfung nach einem Jahr, damit die Impfung 10 Jahre gültig ist

Die Impfungen sind übrigens recht teuer, eine Spritze kann schon mal 90 Euro kosten. Viele Krankenkassen zahlen aber zumindest einen Großteil der Impfungen. Schaut vor dem Impfen am besten auf die Homepage der Kasse oder ruft an und informiert euch, bei manchen Kassen muss der Arzt nämlich ein bestimmtes Dokument ausfüllen, damit die Kosten übernommen werden.

reisevorbereitungen-indien-und-nepal-reisepasse-deutschland-und-impfpass

Visa

Für Nepal erhaltet ihr mit einem gültigen Reisepass, der noch mindestens 6 Monate gültig ist und noch mindestens 2 freie Seiten hat, ein Visum on Arrival am Flughafen. Ein vorläufiger Reisepass oder nur ein Personalausweis sind nicht gültig. Das Visum kostet 40 Dollar und ihr braucht ein Passbild. Dann ist es 30 Tage gültig.

Für Indien könnt ihr hier online ein Visum beantragen, ihr bekommt dann eine Bestätigung per Mail, mit der ihr an einem separaten Schalten am Flughafen in Indien das Visum bekommt. Es ist 6 Monate gültig, muss spätestens 4 Tage und frühestens 30 Tage vor der Einreise beantragt werden. Auch hierfür muss der Reisepass noch 6 Monate gültig sein und mindestens zwei leere Seiten haben. Das Visum kostet etwa 75 Euro. Allerdings gilt es nur für die Einreise an folgenden Flughäfen: Ahmedabad, Amritsar, Bengaluru, Chennai, Cochin, Delhi, Gaya, Goa, Hyderabad, Jaipur, Kolkata, Lucknow, Mumbai, Tiruchirapalli, Trivandrum & Varanasi.
Das elektronische Ticket ist jedoch nur für die einmalige Einreise gedacht. Wer also wie wir einen Abstecher nach Nepal machen will, der benötigt ein Visum für multiple entry und muss es bei der Botschaft oder dem Konsulat beantragen. Alle Informationen dazu findet ihr hier. Das Visum kostet etwa 80 Euro, vorab muss ein Onlineformular ausgefüllt werden, dann kann man 4 Tage später zur Botschaft oder zum Konsulat, um zu zahlen und den Reisepass abzugeben und dann dauert es nochmal etwa eine Woche bis ihr den Reisepass inklusive Visum zurückbekommt. Dafür müsst ihr also auch mindestens zwei Wochen Vorlaufzeit einplanen. Außerdem solltet ihr vorher schon die genauen Vorschriften für die Passbilder beachten, die müssen nämlich die ungewöhnliche Größe von 2*2 Inches haben.

Nach diesen eher unspannenden Herausforderungen der Reisevorbereitung ist unsere Vorfreude schon ziemlich groß! Wer von euch auf dem Laufenden bleiben will über unsere Eindrücke und Erlebnisse, der kann mir einfach bei Instagram folgen. Für alle anderen habe ich hier ein paar Beiträge mit leckeren Rezepten vorbereitet, damit ihr auch während meines Urlaubs versorgt seid 😉

Liebe Grüße
Alexa

Vietnamesische Reisfelder und die wunderschöne Altstadt von Hoi An

Radfahren zwischen Reisfeldern und wie man im vietnamesischen Straßenverkehr überlebt.

Hoi An Vietnam Altstadt

Nach den ganzen Rezepten geht es heute mal wieder auf die Reise. Diesmal nach Hoi An, einer süßen kleinen Stadt in Zentralvietnam. Sie liegt gleich neben Da Nang, einer ziemlichen Touristenhochburg mit großen Hotelanlagen. Hoi An selbst ist zwar auch touristisch, hat sich aber seinen Charme bewahrt. Die Altstadt ist nicht nur wunderschön, sondern auch fast den ganzen Tag gesperrt für Fahrzeuge, wie eine Art große Fußgängerzone. Mag sich jetzt nicht so besonders anhören, aber bei dem wahnsinnigen Verkehr in Vietnam, bei dem alles durch lautes Hupen signalisiert wird, ist das so eine Erleichterung. Man fühlt sich wirklich ein bisschen befreit 😉

Hoi An Vietnam Altstadt Lampions

Lichter und Lampions

Hoi An ist besonders durch die Lampions bekannt, die dort verkauft werden. Außerdem dienen diese Lampions auch als Straßenbeleuchtung und Deko überall. Das ist wirklich so schön anzusehen. Durch die Altstadt fließt außerdem ein Fluß, in dem sich abends die ganzen bunten Lichter der Stadt spiegeln, was es gleich doppelt schön macht.

Hoi An Vietnam Altstadt

Stadt der Schneider

Außerdem ist Vietnam als die Stadt der Schneider und Schuster bekannt. Schneider gibt es tatsächlich alle fünf Meter. Zum Glück sind die wenigsten so aufdringlich, wie das zum Beispiel in Bangkok der Fall war. Dafür haben fast alle die gleiche Kollektion an Mänteln. Auch Lederschuhe und -taschen werden überall verkauft und auf Wunsch maßgefertigt. Auch wir konnten nicht widerstehen und haben uns Schuhe und einen Mantel machen lassen. Rückwirkend muss ich aber sagen, dass es das nicht wert war. Die Schuhe waren zwar schön, aber bereits nach drei Wochen kaputt – und zwar alle. Der Mantel ist zwar auch sehr schön, allerdings war die Kommunikation wirklich schwierig, weil ich zu drei Anproben musste und jedes Mal hatten sie wieder etwas vergessen, das ich davor gesagt hatte. Könnte daran liegen, dass keiner etwas aufschreibt. Dafür hat es aber erstaunlich gut geklappt 😉

Hoi An Vietnam alte Häuser Lampions Hunde

Radfahren in Hoi An

Fortbewegt haben wir uns in Hoi An nur mit dem Rad. Die Hotels liegen alle außerhalb der Altstadt und mit dem Rad waren es etwa 15 Minuten von unserem Hotel. Der Verkehr ist aber, wie gesagt, höllisch. Man muss immer sehr sehr genau aufpassen, was die anderen so machen. Roller biegen aus Einfahrten auf die Straße ab ohne Rücksicht ob jemand kommt. Ein lautes Hupen und los. Auch Ampeln interessieren nicht wirklich jemanden. Rechts abbiegen geht auch ohne zu schauen, hupen und abbiegen. Links abbiegen bei zu viel Gegenverkehr ist auch spannend: man fährt einfach auf der Gegenfahrbahn am äußersten Rand weiter bis  genug Platz ist um auf die richtige Spur zu fahren. Komplett verrückt. Und ein bisschen sehr gefährlich.

Hoi An Vietnam Altstadt

Wunderschön und erholsam ist es dagegen, wenn man die Gegend außerhalb der Stadt mit dem Rad erkundet. Einfach zwischen den Reisfeldern hindurch, über schmale Wege zwischen den kleinen Fischfangteichen – wunderbar!

Hoi An Vietnam Seen Fischfang

Hoi An Vietnam Umgebung Umland Büffel

Meine Empfehlungen daher für Hoi An:

  • Bei der Wahl des Hotels auf den kostenlosen Fahrradverleih achten
  • alle Wege mit dem Rad zurücklegen und sich dabei ein bisschen wie ein Einheimischer fühlen (und dabei supervorsichtig sein!)
  • umbedingt das Umland erkunden, es lohnt sich!
  • in der Altstadt bummeln
  • ein Ticket für 5 Sehenswürdigkeiten beim Touristenamt kaufen und unbedingt auch die japanische Brücke anschauen
  • Schneider und Schuster weglassen und dafür die gemütliche Atmosphäre genießen
  • auch die Strände um Hoi An sind einen Besuch wert
  • ein Tagesausflug zu den My Son Pagoden soll auch wunderschön sein, habe ich aber nur gehört, wir hatten leider vor lauter Anproben keine Zeit dafür 😉

Hoi An Vietnam Altstadt

Hoi An Vietnam Altstadt

Mit diesem Stoff zum Träumen wünsche ich euch nun noch ein schönes Wochenende! Lasst euch die freien Tage nicht von dem miesen Wetter hier verderben 😉
Alexa

{Vietnam} Die Kaiserstadt Hue und der Wolkenpass

Eine Geschichte von schönen, aber baufälligen Palästen und einer Motorradtour neben Schweinelastern und Brautpaaren.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Unser vierwöchiger Urlaub in Vietnam kommt mir schon wieder viel zu weit weg vor. Dabei sind noch keine drei Monate. Aber: Die Urlaubsrezepte häufen sich hier wieder auf dem Blog, also bin ich wieder urlaubsreif 😉 Um die Zeit bis zur nächsten Reise zu überbrücken, erzähle ich euch einfach noch von der vorherigen. Da war ich nämlich noch nicht fertig 🙂

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Nach unserer Tour durch den Norden Vietnams, also Hanoi, Sapa und die Halongbucht, ging es weiter nach Hue. Das ist die ehemalige Kaiserstadt und wirklich ein wunderschöner Fleck. Wir hatten ein bisschen Pech mit dem Wetter, weil es ziemlich geregnet hat die ganze Zeit, aber das ist für Hue nicht weiter ungewöhnlich zu der Jahreszeit. Die beste Reisezeit ist von Februar bis August, wir waren im Dezember  😉
Hue besteht aus drei Vierteln, die für Reisende interessant sind: dem europäischen Viertel, in dem die meisten Hotels und Restaurants zu finden sind, der verbotenen Stadt mit der Zitadelle, die zum Weltkulturerbe erklärt wurde, und dem ehemaligen Handelsviertel Phu Cat mit einigen Pagoden. Zwischen dem europäischen Viertel und den anderen beiden liegt der Parfümfluß, den man mit Drachenbooten befahren kann.

Hue Kaiserstadt verbotene Stadt Zitadelle Vietnam 6

Da wir nur einen Tag in Hue verbracht haben, in der Früh mit dem Nachtzug angekommen und dementsprechend müde waren und es nur geregnet hat, haben wir uns auf das Wichtigste beschränkt: Die Zitadelle. Die Paläste sind wunderschön und so detailverliebt verziert, dazu kommen noch schöne Parkanlagen und lustige Drachenskulpturen – da macht es unheimlich Spaß auf Entdeckungsreise zu gehen. Vor allem wenn man plötzlich vor einem Pferd steht 😉

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Ansonsten kann man in Hue noch die schöne und älteste Pagode Thien Mu besichtigen und ziemlich viele Grabmäler früherer Herrscher. Beides liegt etwas außerhalb und kann beispielsweise bei einer der bereits erwähnten Drachenboottouren erkundschaftet werden. Leider sind diese Touren meist recht überfüllt. Alternativ kann man sich ein Fahrrad oder einen Roller leihen und die Gegend auf eigene Faust erkunden, was ich persönlich sowieso spannender finde 😉

Der Vollständigkeit halber muss ich sagen: In Vietnam ist es nicht erlaubt ohne vietnamesischen Führerschein zu fahren, auch der internationale Führerschein nutzt da nichts. Das Gesetz ist jedoch sehr alt und Touris werden meist nicht von der Polizei überprüft, da der Verleih ein gutes Geschäft für die Einheimischen ist, das sie nicht kaputt machen wollen. Sollte man doch aufgehalten werden, kostet es etwa 15 Euro Strafe. Gefährlicher ist es sicher bei einem Unfall wegen der Versicherung. Der Herr Keks und ich, wir wussten zum Glück nichts von dem Gesetz (sagt einem ja keiner beim Verleih..) und haben uns in Hue ein Motorrad geliehen. Das war wunderbar um über den Wolkenpass nach Hue zu fahren und wirklich das Highlight unserer gesamten Reise. Die Strecke ist mit einem Roller fast ein bisschen zu weit, außer man macht nicht so eine ausgedehnte Tour wie wir.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Als erstes ging es für uns zum Minh Mang Grabmahl. Es ist ein richtiger Park und wunderschön. Über einen Platz voller Statuen kommt man zu einem wunderschönen Gebäude, von da aus über eine Brücke über einen See ins nächste Gebäude und so fort. Dazwischen sind immer wieder parkähnliche Gärten angelegt.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Von dem Grabmal aus sind wir über die Insel An Bang gefahren, die aufgrund der vielen Friedhöfe nicht touristisch genutzt wird. Die Friedhöfe sind jedoch wunderschön, da die Gräber jeweils wie kleine Grabmäler sind: Häuschen mit Bögen, unheimlich schön verziert und bunt. Außerdem gibt es auf der Insel einen herrlichen und nur von Fischern genutzten Strand, der sich wunderbar für eine Pause eignet.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Auf dieser Insel hatten wir das Gefühl, wirklich das echte Leben in Vietnam zu sehen, nicht den touristischen Ort. Die Landschaften waren einfach zauberhaft und die Menschen haben sich so gefreut, uns auf unserem Motorrad zu sehen und haben gewunken und gegrüßt. An Bang zieht sich entlang der Küste, man kann über eine Brücke im Norden der Insel fahren und im Süden über eine Brücke die Insel wieder verlassen.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Danach kommt man auf den Wolkenpass. Ein beeindruckender Bergpass, der die natürliche Grenze zwischen Nord- und Südvietnam darstellt.Außerdem ist der Pass eine Wetterschneise und oft wolkenverhangen. Aber der Ausblick ist einfach wunderschön. Um über den Pass zu kommen, kann man auch ein Auto mit Fahrer mieten oder sich von einem der Easy Rider mitnehmen lassen auf dem Motorrad. Der Bus von Hue nach Hoi An fährt soweit ich weiß durch den Tunnel, da geht es richtig schnell und man ist in wenigen Stunden in Hoi An. Dafür verpasst man den Ausblick und die Hochzeitsshootings, die auf den engen Randsteinen der Wolkenstraße gemacht werden 😉

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Nicht so schön an dem Pass sind die Schweinelaster. Etwa alle 10 Minuten kommt einem so ein Laster entgegen oder überholt einen. Der Anhänger ist käfigartig und geladen sind einfach dutzende Schweine. Das riecht nicht nur unangenehm, die armen Tiere sehen vor allem so mitgenommen und fertig aus, die leben nämlich noch! Ich schätze, die Fahrer wollen die Abgase im Tunnel vermeiden. Ich fand den Anblick sehr bestürzend. Nach dem Pass wird es ein bisschen stressig. Um nach Hoi An zu kommen, muss man durch Da Nang fahren und da herrscht der gleiche schreckliche städtische Verkehr wie in allen Städten. Die Vietnamesen fahren wirklich ohne Regeln, wer abbiegen will oder in den Kreisverkehr fahren will, der hupt einfach um die anderen zu warnen. Das ist laut und anstrengend und man muss einfach sehr konzentriert sein – und sollte eine kräftige Hupe haben.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Wir haben unser Motorrad bei MotorVina in Hue gemietet. Es war nicht teuer und richtig gut in Schuss. Außerdem wurden wir gut beraten, welche Strecke wir fahren sollen, haben eine Karte bekommen und unser Gepäck wurde von den freundlichen Mitarbeitern direkt nach Hoi An transportiert. Anfangs waren wir etwas skeptisch ob das klappt oder ob wir dann einen Tag ohne unsere Sachen da stehen. Hat aber wunderbar funktioniert. Bei unserer Ankunft im Hotel haben wir bei MotorVina angerufen und zehn Minuten später hatten wir unser Gepäck und die ihr Motorrad zurück 🙂

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Wer von euch war schon in Vietnam und hat noch Empfehlungen oder Erfahrungen? Wurde vielleicht sogar mal jemand ohne vietnamesischen Führerschein aufgehalten? Bin gespannt und wünsche euch noch eine schöne Woche!
Alexa