Kochen nach Farben: Grünes Thaicurry mit Banane

Was dazu führen kann, dass man in der Gemüseabteilung plötzlich nach Farben sortiert und wieso das auch richtig lecker endet 🙂

Grünes Thaicurry vegetarisch mit Banane 4

Letztens in der örtlichen Gemüseabteilung: orangene Karotten ignoriert, die knallroten Tomaten links liegen gelassen und braunweiße Pilze absichtlich übersehen. Dafür grüne Zucchini, grünen Brokkoli, grüne Zuckerschoten und grüner Spargel (yeah, die Saison hat wieder begonnen!) in den Korb gepackt. Sah ganz schön gesund aus, dieser grün befüllte Korb. Weiterlesen

Sonnige Erinnerungen Part IV: Nationalparks, Naturschutzgebiete und James Bond

Ihr meint, die Aufzählungen in der Überschrift passen nicht zusammen? In Thailand ist das nicht so! Auf den Felsen, die wir in Rai Leh kletternd bezwungen haben, ist nämlich auch schon James Bond auf Verbrecherjagd gegangen. Wir sind nach dem Klettern aber erst mal in den Khao Sok National Park gefahren. Leider nur für einen Tag, ich würde auf jeden Fall zwei Tage empfehlen, damit ihr den schönen Stausee noch besichtigen könnt. Wir waren nur im Park, für den ich auf jeden Fall festes Schuhwerk empfehlen würde.

Khao Sok National Park Wanderung Thailand

Frosch Khao Sok National Park Wanderung Thailand

Nach dem Khao Sok NP ging es weiter nach Khao Lak. Dort hatte der Tsunami 2004 viele Opfer gefordert und ein weit ins Landesinnere getriebenes Boot erinnert noch daran. Es ist seltsam, dass diese Erinnerung von Urlaubern besucht wird wie ein Tempel oder ein Korallenriff. Insgesamt hat sich der Tourismus dort wieder eingestellt. Man hört fast nur Deutsch wenn man durch die Straßen geht.

Da die Stadt selbst recht unspektakulär ist, nutzten wir unseren Aufenthalt für zwei Tagesausflüge. Einen ins Naturschutzgebiet der Similan Islands, wo wunderbare Schnorchelausflüge mit Schildkröten und eine wunderschöne Natur auf dem Programm stehen.Dieser Ausflug war wunderschön. Das Wasser scheint noch ein bisschen türkisblauer zu sein als sonst überall, der Strand noch ein bisschen feiner und weißer und die Fische noch bunter. Dieser Ausflug ist wirklich zu empfehlen und kann an vielen Stellen in Khao Lak gebucht werden.

Similan Islands Schnorcheln Thailand

Similan Islands Schnorcheln Thailand

Similan Islands Schnorcheln Thailand

Einen zweiten Ausflug unternahmen wir zum James Bond Felsen. Ein komplett durchgetakteter und immer überlaufener Ausflug. Man fährt mit dem Longtail durch das von steilen Felsen durchzogene Meer, steigt dann paarweise um in ein kleines Boot und wird durch Mangrovenwälder gepaddelt. Dann kommt der James Bond Felsen, den man von einer Insel aus sehen kann, die eine Anlegestelle hat und eine Aussichtsstelle. Beide verbindet ein Weg um einen Hügel bzw. Fels herum. Leider nur ein Weg für den Hin- und Rückweg. Dadurch schieben sich Massen an Besuchern in beide Richtungen diesen Weg entlang. Nicht so schön, sehr eng, ein bisschen verstörend. Nur wer Glück hat kann auch ein Bild von dem Felsen ohne andere Menschen darauf machen. Wir hatten Glück.
Karstfelsen Thailand

James Bond Felsen Thailand

Nach der Insel gab es noch Essen auf einer im Wasser erbauten Stadt. Wir hatten wirklich viel leckeres Essen in Thailand gegessen. Aber das hat nicht dazu gehört.

Muslimisches Dorf auf See Thailand

Diesen Ausflug würde ich auf keinen Fall in der Hauptsaison, den Weihnachtsferien, empfehlen.

Um unserer Zugabfahrtsstation Richtung Bangkok wieder näher zu kommen, sind wir als nächstes nach Krabi gereist. Dort gibt es einen lustigen Nachtmarkt, auf dem man Essen kaufen kann. Jeder Stand bietet etwas anderes an, wie zum Beispiel gebratene Wachteleier oder panierte Shrimps. Man sucht sich sein Essen aus und kann sich dann vor eine Bühne an Tische setzen zum essen. Bis auf das Karaoke fand ich das großartig. Ansonsten kommt man von Krabi aus leicht nochmal nach Rai Leh zum Klettern, was wir für uns genutzt haben.
Außerdem gibt es nahe Krabi, gut mit einem Mietroller (besteht auf Helme) erreichbar, einen Berg, den man mit über 1000 Stufen erklimmen kann. Das ist ziemlich anstrengend, aber der Ausblick lohnt sich. Auch wenn man zwischendrin immer wieder aufgeben will. Wir wohnen daheim im vierten Stock, das sind 102 Stufen, und manchmal finde ich schon das wahnsinnig anstrengend. Aber über 1000 Stufen, bei sengender Hitze und dann auch noch ungleichmäßig hohe Stufen… es war richtig, richtig anstrengend. Aber wie gesagt, es lohnt sich. Oben gibt es einen Tempel mit super Ausblick über das ganze Land.

Krabi Aussichtsfels Thailand

Krabi Aussichtsfels Thailand

Krabi Aussichtsfels Thailand

Der Zug zurück nach Bangkok war kein Stück komfortabler als hinzu. Aber auch das ging vorbei. Für unsere letzten Tage in Bangkok hatten wir uns ein richtig schönes Hotel ausgesucht. Allerdings war es, wie die meisten besseren Hotels, in einer Gegend, in der herum nichts zu sehen war und man immer mit dem Taxi oder Tuk Tuk herum fahren musste. Wir nutzen die letzten Tage noch fürs Mitbringsel einkaufen in den richtig großen Kaufhäußern, denn jeder sollte eine weite Elefantenhose haben! 😉 Außerdem gab es noch eine Massage und einen Kochkurs. Letzteres hat großen Spaß gemacht. Die Lehrerin war sehr nett und hat alles gut erklärt. Sie war mit uns zuerst auf dem Markt und dann haben wir in ihrer gut ausgestatteten, sauberen Küche unsere selbst gewählten Gerichte gekocht. Die wir danach natürlich essen durften. Auch die Rezepte durften wir mitnehmen. Wobei man hier die meisten Zutaten leider eher nicht bekommt. Die Kochschule heißt Maliwan Cooking und hat meine uneingeschränkte Empfehlung 🙂

Kochkurs Bangkok Thailand Gewürze

Unseren letzten Abend in Bangkok haben wir noch auf einer Rooftop Bar mit Blick über Bangkok ausklingen lassen.

Skybar Bangkok Thailand

Ich hoffe, ihr könnt nun euren Abend auch gut ausklingen lassen. Das nächste Mal gibt es wieder was Süßes, versprochen!
Habt eine schöne Restwoche,
Alexa

Sonnige Erinnerungen Part III: Koh Lanta und Rai Leh

Nachdem ich das letzte Mal ein gutes Wort für den Salat eingelegt habe, muss ich heute wieder davon abraten. Aber nur wenn man in Ländern wie Thailand ist, in denen das Leitungswasser nicht so sauber ist wie in Deutschland. Salat, Fruchtsäfte und vor allem Eiswürfel werden Urlaubern dort oft zum Verhängnis. So auch uns. Also passt ein bisschen auf. Übrigens haben wir die Erfahrung gemacht, dass ein schickes, etwas teureres Restaurant nicht unbedingt ein Indikator dafür ist, dass das Essen sicherer ist.
Nach dem paradiesischen Koh Phi Phi ging unsere Reise weiter zur nächsten Insel, nämlich Koh Lanta. Dort haben wir beim Hat Ban Phu Klom gewohnt, das ist der Strandabschnitt auf der Westseite unter Long Beach.

Koh Lanta Sonnenuntergang Strand Thailand

Koh Lanta ist eine der größeren Inseln der Andamanensee. Allerdings ist eigentlich nur die Westseite ausgebaut. Das Landesinnere wird wenig genutzt, bzw. nicht bewohnt, und auf der Ostseite befindet sich Old Town, die älteste Stadt der Insel. Ein Tagesausflug dorthin ist zwar nett, ein Hotel sollte man sich aber auf der Westseite suchen.

Koh Lanta Old Town Thailand

Ausflug nach Old Town

An der Westseite gibt es ein Hotel neben dem anderen, alle am Strand und in sehr unterschiedlichen Preisklassen, jedoch gut bezahlbar für Europäer. Von Koh Lanta aus kann man einen Tagesausflug machen, der sich 4 Island Tour nennt. dabei besucht man, wie der Name schon sagt, vier Inseln mit dem Longtail. Darunter auch eine Insel, die von außen nur aus Steilwänden besteht. Man kann aber durch eine art Höhle schwimmen und kommt dann zu einem Strand, der völlig umgeben ist von Felsen. Wer ein wasserdichtes Gehäuse für seine Kamera hat, ist damit gut beraten. Ansonsten hat der Bootsführer einen Beutel für Kameras dabei. Schnorchelstopps und schönen Strand bekommt man auf der Tour auch geboten.

Koh Lanta 4-Island-Tour Strand Thailand

Koh Lanta 4-Island-Tour Strand Thailand

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In der Nähe unseres Hotels, einer neu errichteten Bungalowanlage namens Lanta Happy Hill, gab es ein schönes Restaurants am Strand. Es hieß Sea Culture House und war eigentlich ein Hostel. Dort hatten wir das leckerste Thaicurry der ganzen Reise. Gleich daneben ist die Independence Bar, ebenfalls direkt am Strand und auch sehr zu empfehlen.

Nach Koh Lanta ging es weiter nach Rai Leh, eine Halbinsel nahe Krabi, die nur per Boot erreichbar ist. Hier ist übrigens jeder froh, der einen Rucksack und keinen Koffer hat. Man muss das letzte Stück vom Boot zum Strand nämlich durch das Wasser zurücklegen.

Karstfelsen Krabi Thailand

Rai Leh hat zwei Seiten, eine schöne und eine nicht schöne. Außerdem ist Rai Leh richtig teuer, für ein nicht besonders schönes Hotelzimmer auf der nicht schönen Seite zahlt man um die 80 Euro. Auf der nicht schönen Seite ist tagsüber Ebbe, es wachsen überall Mangroven und die Hotels und Restaurants leiten ihre Abwässer direkt neben dem Fußgängerweg ins Meer, was für eine ständige Geruchsbelästigung sorgt.

Mangroven Rai Leh Krabi Thailand

Warum man trotzdem hinfahren sollte? Die schöne Seite ist wirklich sehr schön und man kann dort hervorragend klettern oder Deep Water Soloing (DWS) testen.  DWS bedeutet klettern an Felsen, die direkt im Meer stehen. Das Wasser ist dort tief genug, also klettert man ohne Sicherung und landet im Falle eines Falles im Wasser. Es gibt einige Kletterschulen direkt auf der Insel, die auch gute Ausrüstung zur Verfügung stellen. Wir hatten allerdings unsere Schuhe selbst dabei. Die Kletterschulen bieten verschiedene Touren von normalem Klettern bis zu DWS an. auch die Routen sind für jeden geeignet, da es von sehr einfachen für Anfänger bis hin zu anspruchsvollen Routen alles gibt.

Klettern Karstfelsen Rai Leh Krabi DWS Thailand Deep Water Soloing

Klettern Karstfelsen Rai Leh Krabi DWS Thailand Deep Water Soloing

Klettern Karstfelsen Rai Leh Krabi DWS Thailand Deep Water Soloing

Seht ihr mich auf dem untersten Bild? Ganz versteckt in der rechten unteren Ecke. Zum Abschluss des DWS gab es noch Abendessen mit Lagerfeuer auf einer schönen, einsamen kleinen Insel.

Strand Krabi Thailand
Von dem Weg, der an den Kletterfelsen von der hässlichen zur schönen Inselseite führt, ist außerdem ein Weg zu einem Aussichtspunkt und einer Lagune. Der Weg ist wie eine Art Klettersteig. Es geht erst nach oben und dann kann man zur Lagune hinunterklettern und sich dabei an Seilen festhalten. Ein bisschen fit sollte man dafür allerdings sein und festes Schuhwerk ist auch empfehlenswert.

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Rai Leh Krabi Thailand

Rai Leh Krabi Thailand

Rai Leh war wirklich wunderschön. Wer dort aber länger bleibt, der kann sich darauf einstellen, dass es kein günstiger Urlaub mehr ist. Außerdem sollte man auf jeden Fall das Hotel vorher reservieren. Diese Insel ist so überlaufen! Wir haben insgesamt die Erfahrung gemacht, dass man mittlerweile während der Weihnachtsferien auf jeden Fall vorher reservieren sollte. Das nimmt zwar ein bisschen Spontanität, aber Thailand hat sich in den letzten Jahren doch zu einem sehr beliebten Urlaubsland entwickelt und ist dementsprechend frequentiert. Freunde, die zwei Jahre vor uns dort waren, auch über Weihnachten, hatten nicht gebucht und haben immer sehr leicht schöne Unterkünfte gefunden. Unsere Erfahrungen haben das aber nicht mehr bestätigt. Die Lage hat sich einfach ein bisschen verändert.
Habt einen schönen Sonntag!
Alexa

Sonnige Erinnerungen Part II: Rundreise im Süden Thailands

Heute geht es weiter mit meinem Reisebericht über Thailand. Ehrlich gesagt macht es mir wahnsinnig Spaß mich daran zu erinnern. Als ob man alles ein kleines bisschen nochmal erlebt. Und die ganzen Bilder sieht man sich auch viel zu selten an!

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Nach unserem kurzen Aufenthalt in Bangkok im Dezember 2013 sind wir in den Süden Thailands weitergereist. Unsere Reiseroute war folgende:

Koh Phi Phi (3 Übernachtungen)
Koh Lanta (5 Übernachtungen)
Rai Leh (3 Übernachtungen)
Khao Sok National Park (1 Übernachtung)
Khao Lak (4 Übernachtungen)
Krabi (2 Übernachtungen)

Dazu kamen 8 Übernachtungen in Bangkok, jeweils vier am Anfang und am Ende, und zwei Übernachtungen im Zug.

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Von Bangkok aus kann man mit einem Nachtzug mit Schlafwagen nach Surat Thani fahren. Er wird auch gern von den Einheimischen genutzt. Man muss die Tickets ein paar Tage vorher kaufen, da sie schnell ausverkauft sind. Wir haben unsere gleich am ersten Tag gekauft, konnten aber doch erst einen Tag später fahren als wir wollten, weil schon alles besetzt war. Die Rückfahrttickets haben wir auch gleich gekauft.

Der Zug ist günstig, authentisch und man sieht viel von der Landschaft. Er ist nicht komfortabel, dafür laut weil die Fenster nicht schließen, hell weil die Lichter nicht ausgehen und kalt, ebenfalls wegen der Fenster. Die Weiterfahrt nach Koh Phi Phi war noch recht lang mit Reisebus, Fähre und Longtail. Wer es trotzdem probieren will, zieht sich am besten warm an und nimmt Ohrstöpsel und eine Schlafbrille, z.B. vom Flug, mit. Wer nicht viel Zeit hat oder lieber bequemer reist, der sollte einfach einen Flug nach Krabi oder Phuket nehmen.

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Da Koh Phi Phi so wunderschön ist, war der Stress der  langen Fahrt sofort vergessen und wir haben uns gefühlt wie im Paradies. Gewohnt haben wir in der Bungalowanlage Phi Phi Hill Ressort am Long Beach, eine wunderschöne, gepflegte Anlage am weißen Sandstrand mit tollem Ausblick beim Frühstück. Wir waren noch vor Beginn der Weihnachtsferien auf Koh Phi Phi, das war sehr gut. Während der Weihnachtsferien würde ich es niemandem empfehlen dorthin zu reisen. Die Insel ist dann einfach überfüllt. Außerdem würde ich immer ein Hotel oder eine Anlage außerhalb der „Stadt“ Ban Laem Trong empfehlen, weil die Stadt einfach eng und laut ist und die Hotels auch alle einen günstigen Shuttle zum Hafen per Longtail anbieten.

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Aktivitäten auf Koh Phi Phi:

Tagesausflüge zum Maya Bay (Drehort von The Beach), Monkey Bay (ja, dort wohnen Affen!) und Schnorchelstellen werden überall angeboten. Empfehlenswert ist es, in einer nicht zu großen Gruppe zu fahren, also am besten per Longtail und nicht im Speedboot. Außerdem sollte man darauf achten, dass man den Maya Bay vor 10 Uhr morgens erreicht, dann sieht man noch ein bisschen Strand und nicht nur Menschen 😉 Unsere Tour wurde vom Hotel selbst angeboten und war wirklich sehr, sehr gut.
Wenn ihr in einer Kleingruppe reist oder schon nette Leute kennengelernt habt, dann lohnt es sich auch, ein eigenes Longtail anzuheuern. Am besten vorher den Preis verhandeln, ihr könnt euch an den angebotenen Touren orientieren. Essen, Getränke und Schnorchelausrüstung nicht vergessen!

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In Ban Laem Trong gibt es einen Weg, der zu einer wunderschönen Aussichtsstelle führt. Leider muss man erst durch die halbe Stadt, dann sehr viele Treppen hochsteigen und dann noch einen steilen Fußweg bezwingen. Aber es lohnt sich! Die Aussicht ist wunderschön. Nehmt euch viel zu trinken mit. Die Treppen starten in der Nähe des Krankenhauses.

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Ansonsten soll man auf Koh Phi Phi auch gut Klettern und Tauchen können. Angebote findet man überall am Hafen und in der Stadt in den Tauch- und Kletterschulen.

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Damit meine Berichte nicht so eine enorme Überlänge bekommen, verschiebe ich die weiteren Orte auf einen der kommenden Posts, ich will eure Geduld ja nicht überstrapazieren.

Habt einen schönen Sonntag!
Alexa

Sonnige Erinnerungen: Thailand 2013/2014

Zu dieser Zeit vor ungefähr einem Jahr sind wird aus Thailand zurück gekommen. Dort waren wir für vier Wochen über Weihnachten und Silvester. Weil ich mich, gerade wenn das Wetter hierzulande so kalt und grau ist, gern an sonnigere Gefilde erinnere, möchte ich ein paar warme Erinnerungen mit euch teilen und dabei auch ein paar Erfahrungswerte austauschen.

Tempel

Unsere Reise begann Mitte Dezember 2013 in Bangkok. Leider hatten wir keinen Direktflug, der ca. 10 Stunden dauern würde, sondern einen Flug mit Zwischenstopp und 7 Stunden Aufenthalt – und zwar mitten in der Nacht! Das war nicht so schön. Im Nachhinein wäre es mir wohl 100 Euro mehr wert gewesen, ohne den Halt zu fliegen, aber hinterher weiß man immer mehr 😉 Vom Flughafen aus sind wir mit dem Taxi gefahren. Lasst euch nicht in der Haupthalle von „netten, hilfsbereiten“ Leuten anquatschen, die euch ein Taxi empfehlen wollen. Im Untergeschoss gibt es offizielle Taxistände, bei denen Taxis mit Taxometer in die Stadt fahren. Ich glaube, das war auch das einzige Taxi, das den Taxometer an hatte im ganzen Urlaub..

Wir hatten ein kleines Hotel in einer Seitenstraße der Khaosan Road vorher schon gebucht. Das erleichtert einiges, gerade wenn man spät am Abend oder mitten in der Nacht ankommt. Die Khaosan Road ist eigentlich die Haupttouristenstraße, hier gibt es von Klamotten über Getränke bis hin zu gebratenen Heuschrecken (Foto machen kostet 100 Baht!) alles zu kaufen. Restaurants und Bars sind hier in hoher Dichte angesiedelt. Die Gegend nahe der Khaosan Road war ein sehr guter Ausgangspunkt für alle Attraktionen.

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Die quirlige Khaosan Road, in der übrigens auch Leonardo di Caprio sein Hotel hat zu Beginn des Films The Beach, ist ein guter Anfang um einen Eindruck der Stadt zu bekommen. Hier könnt ihr in Ruhe etwas essen oder Fruchtshakes trinken und einfach das Gefühl dieser Straße mit ihren vielen Menschen und der fröhlichen Betriebsamkeit aufsaugen. Lasst euch nicht ärgern und nichts aufdrängen von den unzähligen Verkäufern und Tuktuk Fahrern und vor allem: lasst euch nicht von hilfsbereiten Leuten eine Stadtrundfahrt zu den Tempeln aufdrängen! Meist sind das Schlepper, die die Touristen zu überzogenen Preisen in Verkaufshallen bringen. Hier gibt es die wüstesten Geschichten, von denen aber sicher schon jeder mal eine gehört hat.
Süße Cafés gibt es viele in der Khaosan Road, Katzen gibt es sogar noch mehr.. 😉

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Bangkok hat sehr viele schöne Tempel zu bieten. Beispielsweise den mit dem großen stehenden Buddha und dem großen liegende Buddha (Wat Pho). Einige Tempel sind fast wie Parks angelegt und wahnsinnig schön. Leider eigentlich immer voll mit Touristen und vereinzelten Einheimischen.

ligender Buddha

Sehr schön, sehr voll und sehr groß ist der Königspalast oder Grande Palace, der eigentlich schon ein ganzer Tagesausflug sein kann. Zumindest sollte man sich danach nicht mehr allzu viel vornehmen. Ich würde eine entspannende Massage empfehlen und ein gutes Thaicurry. Nacheinander natürlich. Massagen werden en masse in der Khaosan Road angeboten, meist in Liegen direkt am Straßenrand. In der Soi Rambuttri, der Nebenstraße zur Khaosan, gibt es ein Spa, dort gibt es die klassischen Thai Ganzkörpermassagen. Das ist zwar ein bisschen teurer, aber ich kann das 100% empfehlen.

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Die Tempelbesichtigungen kann man gut verbinden mit einer Flussrundfahrt. Hier gibt es Ausflugsboote bzw.  Fähren, die einen Tempel nach dem anderen anfahren und eine Art Hop-on-hop-off-System haben. So sieht man sehr viel von der Stadt, die auch andere Seiten zu bieten hat.

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Wir haben außerdem noch eine Tagestour nach Ayutthaya gemacht, dort sind die ursprünglichen Tempelanlagen der früheren Königsstadt, nördlich von Bangkok.
Es gibt verschiedene Touren dorthin, mit Bussen oder auch Booten. Da die einzelnen Anlagen recht weit von einander entfernt sind, kann man eher schlecht eine Übernachtung in einem zentralen Hotel einplanen.
Wir sind mit einer geführten Tour im Minivan gefahren. Diese ging ziemlich früh los und war nicht besonders bequem. Die Tempelanlagen waren noch einmal ganz anders als die glänzenden Anlagen in der Stadt. Außerdem konnte die Landschaft einen schönen Eindruck vermitteln vom Norden des Landes mit seiner Vegetation und den Reisfeldern.

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Wir hatten zu Beginn vier Tage in Bangkok verbracht, bis unsere Rundreise in den Süden begann. Das kann man auch gut verkürzen, bzw. nach hinten schieben. Shopping würde ich auf jeden Fall auf die letzten Tage des Urlaubs legen, da man sonst alles herum trägt. Ich hatte mir gleich zu Beginn nur eine dieser luftigen, weiten, sehr dünnen Stoffhosen (dunkelblau mit Elefanten drauf) angeschafft, um die ich wirklich froh und dankbar war im Laufe der Reise.
Unsere Reise durch den Süden, Packliste, weitere Tipps und vor allem Erfahrungswerte verrate ich euch in den nächsten Beiträgen.
Lasst euch bis dahin nicht ärgern vom grauen Himmel über Deutschland und träumt lieber ein bisschen von fernen Ländern und Sonnenschein!
Alexa