Meine Tipps für Reiseplanung und Routenwahl in Vietnam

Etwa vor einem Jahr sind der Herr Keks und ich aus Vietnam zurückgekommen und ich muss sagen: ich träume immer noch von diesem wunderbaren, exotischen Land. Doch so schön es war, die Reiseplanung hat mich anfangs richtig gefordert. Viele Orte klingen ähnlich und die Strecken zwischen den sehenswerten Orten im Norden, Süden und in Zentralvietnam sind immens. Darum wollte ich euch heute einfach einen kurzen Überblick geben über die verschiedenen Orte Vietnams, was euch dort besonderes erwartet und wie ihr euch zwischen ihnen fortbewegt.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Arbeiten zwischen Reisfeldern und Palmen

Vietnams Norden

Hanoi: die Großstadt ohne Bürgersteig, mit den tausend kleinen Gässchen voller Läden und mit sicher beliebtesten See für Hochzeitsshootings ist einfach ansteckend quirlig und lebhaft. Wandert durch die Gassen und genießt die Stimmung und das leckere Essen! 3 – 4 Tage könnt ihr hier gut einplanen. Genauer berichtet habe ich hier schon mal.
Anreise: Wahrscheinlich kommt ihr sowieso entweder hier oder in Hoh Chi Minh City im Land an.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Auf den Straßen von Hanoi

Sapa: Der Bergdorf ist total süß, die Wanderungen drum herum beeindruckend, wenn man Glück hat mit dem Wetter. Meinen detaillierteren Bericht gibt es hier. Die Tour ist ein drei-Tages-Ausflug von Hanoi aus.
Anreise: mit dem Nachtzug oder dem Bus möglich, ich empfehle absolut den Expressbus.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Wandern in Sapa

Halong Bucht: ein richtiges Highlight sind die Karstfelsen der Halongbucht. Man kann 2- oder 3-tägige Ausflüge mit dem Schiff durch die Bucht von Hanoi aus buchen. Effektiv sind diese aber kürzer, da die Fahrt zur Küste schon einen halben Tag dauert. Dennoch ist es großartig.
Anreise: in den Touren mitinbegriffen ist die Hin- und Rückfahrt von Hanoi aus mit dem Minivan. Eine selbständig organisierte Anreise ist wirklich um einiges komplizierter. Bei der Tourbuchung sollte man darauf achten, nicht unbedingt das günstigste Angebot zu nehmen, es gibt doch recht große Unterschiede bei den Schiffen.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Ausblick auf die Halong Bucht

Ninh Binh: die trockene Halongbucht. Zwischen grünen Wiesen und den scharfkantigen Felen kann man wunderbar mit dem Rad die Gegen erkunden.
Anreise: mit dem Bus erreichbar und es gibt wohl auch die Möglichkeit, von hier aus weiter nach Hue zu fahren. Jedoch hab ich das selbst nicht ausprobiert, also ohne Garantie 😉

Zentralvietnam:

Hue: Die ehemalige Kaiserstadt Hue mit dem alten Kaiserpalast und einigen wunderschönen Grabmählern hat viel zu bieten. Wir waren dort nur einen Tag, ein oder zwei mehr wäre schön gewesen 😉 Den Bericht dazu gibt es hier.
Anreise: von Hanoi aus mit dem Nachtzug, dem Bus oder einem Inlandsflug.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Im alten Kaiserpalast in Hue

Hoi An: Die Stadt der Lampions und Schneider hat eine wunderschöne Altstadt und tolle Strände. Hier kann man gut auch etwas mehr Zeit verbringen, mit dem Rad durch die Reisfelder fahren, einen Kochkurs machen, shoppen oder am Strand liegen. Was wir dort so gemacht haben, habe ich hier erzählt.
Anreise: Mit dem Bus von Hue aus oder auf eigene Faust, dann könnt ihr über den  Wolkenpass fahren (der Bus nimmt den Tunnel). Ihr könnt zum Beispiel ein Motorrad leihen, wie wir das gemacht haben, oder ihr sucht euch einen Fahrer. Beide Möglichkeiten sind durchaus günstig.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Lampions in Hoi An

Vietnams Süden

Dalat: Das Paris Vietnams wird diese Stadt oft genannt, allerdings soll sie wohl eher kitschig als architektonisch wertvoll sein 😉 Von hier aus kann man wunderbare Ausflüge in die Natur machen: Wasserfallwanderungen, Mountainbike Touren oder Motorradtouren mit den sogenannten Easy Ridern.
Anreise: Mit dem Bus von Hoi An (mit Umsteigen) oder Hoh Chi Minh aus. Von Hoh Chi Minh aus könnt ihr auch fliegen. So oder so, es dauert relativ lang dorthin, darum hatten wir uns dagegen entschieden.

Phu Quoc:  Eine Insel mit absoluten Traumstränden, die näher an Kambodscha liegt als an Vietnam. Man kann die Insel wunderbar mit dem Roller erkunden und dabei immer wieder an menschenleeren Stränden ausspannen. Was ich jedoch erschreckend fand, waren die ganzen Baustellen auf der Insel. Alle hundert Meter waren Gerüste und Baustellenfahrzeuge, dazu große Plakate mit einer Vorschau der Hotels. Es sollen lauter riesige Luxusbunker entstehen, bzw. sind wahrscheinlich mittlerweile schon fertig, denn wir waren ja vor einem Jahr da. Dass die Insel überhaupt noch lohnenswert ist wenn die Bauvorhaben beendet sind, kann ich mir nicht vorstellen.
Anreise: Ihr könnt von Hoh Chi Minh aus fliegen oder auch die Fähre von Ha Tien aus nehmen wenn ihr vorher im Mekong Delta unterwegs wart.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Einsame Strände auf Phu Quoc

Mekong Delta: die Lebensader Vietnams, der Mekong, ist beeindruckend breit und auch hier ist es wieder faszinierend, dem Leben am Flus zuzusehen. Man kann auch einen Floating Markte besuchen. Wir sind mit unserer Tour ziemlich reingefallen, darum unbedingt auf Empfehlungen hören und nicht zu viel sparen wollen 😉
Anreise: mit dem Bus oder Minivan von Hoh Chi Minh aus

Mui Ne: Bekannt ist die kleine Stadt entlang der Küste durch die Sanddünen und den Fischerhafen. Recht viel mehr gibt es nicht zu sehen. Die Strände sind im östlichen Teil wesentlicher schöner, dort gibt es aber nur wenige Hotels. Im westlichen Teil ist der Strand kaum vorhanden, bzw. nur ein schmaler Streifen. Außerdem ost der Ort fest in russischer Hand, wie man schon an den zweisprachigen Menükarten erkennt (englisch und russisch)
Anreise: Mit den Bus von Hoh Chi Minh aus

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Die Sanddünen in Mui Ne

Nha Trang: Der Partyort am Strand in Vietnams Süden soll sehr modern sein. Wir haben diesen Ort allerdings ausgelassen.
Anreise: Mit dem Bus von Hoh Chi Minh oder Mui Ne aus. Einige der Touren in Dalat enden auch dort.

Hoh Chi Minh: Das ehemalige Saigon ist lang nicht so gemütlich wie Hanoi und auch nicht so schön. Dafür ist Hoh Chi Minh Ausgangspunkt für viele Orte im Süden und hat auch ein schönes Backpackerviertel, in dem man den ein oder anderen Abend gemütlich verbringen kann.
Anreise: Hier stehen euch alle Möglichkeiten offen.

Sicher gibt es noch weitere Orte, die ihr besuchen könnt, doch das waren sicher die bekanntesten. Mit seinen etwa 1600km ist Vietnam sehr lang, dadurch entstehen einfach  lange Wege und die Routenplanung gestaltet sich durchaus schwierig. Außerdem ändert sich das Klima im Norden extremer als im Süden, daher macht es auf jeden Fall Sinn, den Ablauf der Reise nach dem Wetter im Norden zu richten. Wir haben beispielsweise im Norden angefangen und hatten durchaus Glück mit dem Wetter in Sapa, da wir Anfang Dezember da waren. Wären wir andersherum gereist und erst im Januar dort gewesen, hätte es schon viel schlechter und vor allem kälter sein können.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Straßenverkauf in Vietnam

Hier meine Tipps für mögliche Routen, die natürlich auch andersherum funktionieren. Da ihr wahrscheinlich vom gleichen Flughafen aus den Hin- und Rückflug nach Deutschland habt, wäre eben am Anfang oder Ende der Reise noch ein Inlandsflug zwischen Hanoi und Hoh Chi Minh.

Route 1 (3 Wochen): Start in Hanoi mit Tagesausflügen nach Sapa und in die Halong Bucht, weiter nach Hue, dann weiter nach Hoi An. Von hier aus mit dem Flieger direkt nach Phu Quoc und nach ein paar gemütlichen Strandtagen ebenfalls mit dem Flieger nach Hoh Chi Minh.

Route 2 (3-4 Wochen): Start in Hanoi mit Tagesausflügen nach Sapa und in die Halong Bucht, weiter über Ninh Binh nach Hue, dann weiter nach Hoi An. Von hier aus mit dem Bus oder Flugzeug oder beidem gemischt nach Dalat. Tour mit Ende in Nha Trang. Von dort aus über Mui Ne zurück nach Hoh Chi Minh.

Route 3 (4 Wochen): Start in Hanoi mit Tagesausflügen nach Sapa und in die Halong Bucht, weiter nach Hue, dann weiter nach Hoi An. Von hier aus mit dem Flieger direkt nach Phu Quoc. Über das Mekong Delta zurück nach Hoh Chi Minh.

Ganz andere Alternative: Ihr biegt von Zentralvietnam aus ab nach Kambodscha und reist durch Kambodscha zurück nach Hoh Chi Minh.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Auf dem Weg zum Wolkenpass

Wer als Urlaubsvorfreude schon mal ein paar vietnamesische Gerichte probieren will, der kann sich auch hier inspirieren lassen, ich bin nämlich totaler Fan der vietnamesischen Küche seit unserer Reise:

So, jetzt kann der Urlaub ja losgehen, oder? Ihr seid zumindest informiert 😉 Oder wart ihr schon mal in Vietnam und habt noch ganz andere Empfehlungen, Routen oder Tipps? Immer her damit!
Alexa

 

 

 

 

 

 

 

 

Vietnamesische Reisfelder und die wunderschöne Altstadt von Hoi An

Radfahren zwischen Reisfeldern und wie man im vietnamesischen Straßenverkehr überlebt.

Hoi An Vietnam Altstadt

Nach den ganzen Rezepten geht es heute mal wieder auf die Reise. Diesmal nach Hoi An, einer süßen kleinen Stadt in Zentralvietnam. Sie liegt gleich neben Da Nang, einer ziemlichen Touristenhochburg mit großen Hotelanlagen. Hoi An selbst ist zwar auch touristisch, hat sich aber seinen Charme bewahrt. Die Altstadt ist nicht nur wunderschön, sondern auch fast den ganzen Tag gesperrt für Fahrzeuge, wie eine Art große Fußgängerzone. Mag sich jetzt nicht so besonders anhören, aber bei dem wahnsinnigen Verkehr in Vietnam, bei dem alles durch lautes Hupen signalisiert wird, ist das so eine Erleichterung. Man fühlt sich wirklich ein bisschen befreit 😉

Hoi An Vietnam Altstadt Lampions

Lichter und Lampions

Hoi An ist besonders durch die Lampions bekannt, die dort verkauft werden. Außerdem dienen diese Lampions auch als Straßenbeleuchtung und Deko überall. Das ist wirklich so schön anzusehen. Durch die Altstadt fließt außerdem ein Fluß, in dem sich abends die ganzen bunten Lichter der Stadt spiegeln, was es gleich doppelt schön macht.

Hoi An Vietnam Altstadt

Stadt der Schneider

Außerdem ist Vietnam als die Stadt der Schneider und Schuster bekannt. Schneider gibt es tatsächlich alle fünf Meter. Zum Glück sind die wenigsten so aufdringlich, wie das zum Beispiel in Bangkok der Fall war. Dafür haben fast alle die gleiche Kollektion an Mänteln. Auch Lederschuhe und -taschen werden überall verkauft und auf Wunsch maßgefertigt. Auch wir konnten nicht widerstehen und haben uns Schuhe und einen Mantel machen lassen. Rückwirkend muss ich aber sagen, dass es das nicht wert war. Die Schuhe waren zwar schön, aber bereits nach drei Wochen kaputt – und zwar alle. Der Mantel ist zwar auch sehr schön, allerdings war die Kommunikation wirklich schwierig, weil ich zu drei Anproben musste und jedes Mal hatten sie wieder etwas vergessen, das ich davor gesagt hatte. Könnte daran liegen, dass keiner etwas aufschreibt. Dafür hat es aber erstaunlich gut geklappt 😉

Hoi An Vietnam alte Häuser Lampions Hunde

Radfahren in Hoi An

Fortbewegt haben wir uns in Hoi An nur mit dem Rad. Die Hotels liegen alle außerhalb der Altstadt und mit dem Rad waren es etwa 15 Minuten von unserem Hotel. Der Verkehr ist aber, wie gesagt, höllisch. Man muss immer sehr sehr genau aufpassen, was die anderen so machen. Roller biegen aus Einfahrten auf die Straße ab ohne Rücksicht ob jemand kommt. Ein lautes Hupen und los. Auch Ampeln interessieren nicht wirklich jemanden. Rechts abbiegen geht auch ohne zu schauen, hupen und abbiegen. Links abbiegen bei zu viel Gegenverkehr ist auch spannend: man fährt einfach auf der Gegenfahrbahn am äußersten Rand weiter bis  genug Platz ist um auf die richtige Spur zu fahren. Komplett verrückt. Und ein bisschen sehr gefährlich.

Hoi An Vietnam Altstadt

Wunderschön und erholsam ist es dagegen, wenn man die Gegend außerhalb der Stadt mit dem Rad erkundet. Einfach zwischen den Reisfeldern hindurch, über schmale Wege zwischen den kleinen Fischfangteichen – wunderbar!

Hoi An Vietnam Seen Fischfang

Hoi An Vietnam Umgebung Umland Büffel

Meine Empfehlungen daher für Hoi An:

  • Bei der Wahl des Hotels auf den kostenlosen Fahrradverleih achten
  • alle Wege mit dem Rad zurücklegen und sich dabei ein bisschen wie ein Einheimischer fühlen (und dabei supervorsichtig sein!)
  • umbedingt das Umland erkunden, es lohnt sich!
  • in der Altstadt bummeln
  • ein Ticket für 5 Sehenswürdigkeiten beim Touristenamt kaufen und unbedingt auch die japanische Brücke anschauen
  • Schneider und Schuster weglassen und dafür die gemütliche Atmosphäre genießen
  • auch die Strände um Hoi An sind einen Besuch wert
  • ein Tagesausflug zu den My Son Pagoden soll auch wunderschön sein, habe ich aber nur gehört, wir hatten leider vor lauter Anproben keine Zeit dafür 😉

Hoi An Vietnam Altstadt

Hoi An Vietnam Altstadt

Mit diesem Stoff zum Träumen wünsche ich euch nun noch ein schönes Wochenende! Lasst euch die freien Tage nicht von dem miesen Wetter hier verderben 😉
Alexa

{Vietnam} Die Kaiserstadt Hue und der Wolkenpass

Eine Geschichte von schönen, aber baufälligen Palästen und einer Motorradtour neben Schweinelastern und Brautpaaren.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Unser vierwöchiger Urlaub in Vietnam kommt mir schon wieder viel zu weit weg vor. Dabei sind noch keine drei Monate. Aber: Die Urlaubsrezepte häufen sich hier wieder auf dem Blog, also bin ich wieder urlaubsreif 😉 Um die Zeit bis zur nächsten Reise zu überbrücken, erzähle ich euch einfach noch von der vorherigen. Da war ich nämlich noch nicht fertig 🙂

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Nach unserer Tour durch den Norden Vietnams, also Hanoi, Sapa und die Halongbucht, ging es weiter nach Hue. Das ist die ehemalige Kaiserstadt und wirklich ein wunderschöner Fleck. Wir hatten ein bisschen Pech mit dem Wetter, weil es ziemlich geregnet hat die ganze Zeit, aber das ist für Hue nicht weiter ungewöhnlich zu der Jahreszeit. Die beste Reisezeit ist von Februar bis August, wir waren im Dezember  😉
Hue besteht aus drei Vierteln, die für Reisende interessant sind: dem europäischen Viertel, in dem die meisten Hotels und Restaurants zu finden sind, der verbotenen Stadt mit der Zitadelle, die zum Weltkulturerbe erklärt wurde, und dem ehemaligen Handelsviertel Phu Cat mit einigen Pagoden. Zwischen dem europäischen Viertel und den anderen beiden liegt der Parfümfluß, den man mit Drachenbooten befahren kann.

Hue Kaiserstadt verbotene Stadt Zitadelle Vietnam 6

Da wir nur einen Tag in Hue verbracht haben, in der Früh mit dem Nachtzug angekommen und dementsprechend müde waren und es nur geregnet hat, haben wir uns auf das Wichtigste beschränkt: Die Zitadelle. Die Paläste sind wunderschön und so detailverliebt verziert, dazu kommen noch schöne Parkanlagen und lustige Drachenskulpturen – da macht es unheimlich Spaß auf Entdeckungsreise zu gehen. Vor allem wenn man plötzlich vor einem Pferd steht 😉

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Ansonsten kann man in Hue noch die schöne und älteste Pagode Thien Mu besichtigen und ziemlich viele Grabmäler früherer Herrscher. Beides liegt etwas außerhalb und kann beispielsweise bei einer der bereits erwähnten Drachenboottouren erkundschaftet werden. Leider sind diese Touren meist recht überfüllt. Alternativ kann man sich ein Fahrrad oder einen Roller leihen und die Gegend auf eigene Faust erkunden, was ich persönlich sowieso spannender finde 😉

Der Vollständigkeit halber muss ich sagen: In Vietnam ist es nicht erlaubt ohne vietnamesischen Führerschein zu fahren, auch der internationale Führerschein nutzt da nichts. Das Gesetz ist jedoch sehr alt und Touris werden meist nicht von der Polizei überprüft, da der Verleih ein gutes Geschäft für die Einheimischen ist, das sie nicht kaputt machen wollen. Sollte man doch aufgehalten werden, kostet es etwa 15 Euro Strafe. Gefährlicher ist es sicher bei einem Unfall wegen der Versicherung. Der Herr Keks und ich, wir wussten zum Glück nichts von dem Gesetz (sagt einem ja keiner beim Verleih..) und haben uns in Hue ein Motorrad geliehen. Das war wunderbar um über den Wolkenpass nach Hue zu fahren und wirklich das Highlight unserer gesamten Reise. Die Strecke ist mit einem Roller fast ein bisschen zu weit, außer man macht nicht so eine ausgedehnte Tour wie wir.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Als erstes ging es für uns zum Minh Mang Grabmahl. Es ist ein richtiger Park und wunderschön. Über einen Platz voller Statuen kommt man zu einem wunderschönen Gebäude, von da aus über eine Brücke über einen See ins nächste Gebäude und so fort. Dazwischen sind immer wieder parkähnliche Gärten angelegt.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Von dem Grabmal aus sind wir über die Insel An Bang gefahren, die aufgrund der vielen Friedhöfe nicht touristisch genutzt wird. Die Friedhöfe sind jedoch wunderschön, da die Gräber jeweils wie kleine Grabmäler sind: Häuschen mit Bögen, unheimlich schön verziert und bunt. Außerdem gibt es auf der Insel einen herrlichen und nur von Fischern genutzten Strand, der sich wunderbar für eine Pause eignet.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Auf dieser Insel hatten wir das Gefühl, wirklich das echte Leben in Vietnam zu sehen, nicht den touristischen Ort. Die Landschaften waren einfach zauberhaft und die Menschen haben sich so gefreut, uns auf unserem Motorrad zu sehen und haben gewunken und gegrüßt. An Bang zieht sich entlang der Küste, man kann über eine Brücke im Norden der Insel fahren und im Süden über eine Brücke die Insel wieder verlassen.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Danach kommt man auf den Wolkenpass. Ein beeindruckender Bergpass, der die natürliche Grenze zwischen Nord- und Südvietnam darstellt.Außerdem ist der Pass eine Wetterschneise und oft wolkenverhangen. Aber der Ausblick ist einfach wunderschön. Um über den Pass zu kommen, kann man auch ein Auto mit Fahrer mieten oder sich von einem der Easy Rider mitnehmen lassen auf dem Motorrad. Der Bus von Hue nach Hoi An fährt soweit ich weiß durch den Tunnel, da geht es richtig schnell und man ist in wenigen Stunden in Hoi An. Dafür verpasst man den Ausblick und die Hochzeitsshootings, die auf den engen Randsteinen der Wolkenstraße gemacht werden 😉

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Nicht so schön an dem Pass sind die Schweinelaster. Etwa alle 10 Minuten kommt einem so ein Laster entgegen oder überholt einen. Der Anhänger ist käfigartig und geladen sind einfach dutzende Schweine. Das riecht nicht nur unangenehm, die armen Tiere sehen vor allem so mitgenommen und fertig aus, die leben nämlich noch! Ich schätze, die Fahrer wollen die Abgase im Tunnel vermeiden. Ich fand den Anblick sehr bestürzend. Nach dem Pass wird es ein bisschen stressig. Um nach Hoi An zu kommen, muss man durch Da Nang fahren und da herrscht der gleiche schreckliche städtische Verkehr wie in allen Städten. Die Vietnamesen fahren wirklich ohne Regeln, wer abbiegen will oder in den Kreisverkehr fahren will, der hupt einfach um die anderen zu warnen. Das ist laut und anstrengend und man muss einfach sehr konzentriert sein – und sollte eine kräftige Hupe haben.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Wir haben unser Motorrad bei MotorVina in Hue gemietet. Es war nicht teuer und richtig gut in Schuss. Außerdem wurden wir gut beraten, welche Strecke wir fahren sollen, haben eine Karte bekommen und unser Gepäck wurde von den freundlichen Mitarbeitern direkt nach Hoi An transportiert. Anfangs waren wir etwas skeptisch ob das klappt oder ob wir dann einen Tag ohne unsere Sachen da stehen. Hat aber wunderbar funktioniert. Bei unserer Ankunft im Hotel haben wir bei MotorVina angerufen und zehn Minuten später hatten wir unser Gepäck und die ihr Motorrad zurück 🙂

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Wer von euch war schon in Vietnam und hat noch Empfehlungen oder Erfahrungen? Wurde vielleicht sogar mal jemand ohne vietnamesischen Führerschein aufgehalten? Bin gespannt und wünsche euch noch eine schöne Woche!
Alexa

 

 

Wandern im vietnamesischen Hochland: Sapa und Umgebung

Das Bergdorf Sapa im vietnamesischen Hochland war einer der Orte, auf den wir uns am meisten gefreut hatten bei unserer Vietnamreise. Unsere Erwartungen wurden zum größten Teil mehr als erfüllt, unerwartete Kleinigkeiten haben uns aber auch wieder ein wenig enttäuscht oder genervt. Davon möchte ich aber gar nicht zu viel erzählen, sondern habe stattdessen einfach ein paar Tipps gesammelt, die dafür sorgen, dass ihr nicht die gleichen Erfahrungen machen würdet.

Vietnam Sapa Wandern Cat Cat

Darum jetzt sofort zu den schönen Momenten: die Landschaft in und um Sapa ist einfach wunderschön! Die Reisfelder, die Berge, die wilden Flüsse und die schönen Pflanzen sind einfach toll und beeindruckend. Mir persönlich hat auch gefallen, dass überall Tiere herumlaufen. Nicht nur die Hühner, die man sogar in vietnamesischen Großstädten auf der Straße sieht, sondern respekteinflößende Wasserbüffel und die ganzen süßen Hängebauchschweine!

Vietnam Sapa Wandern Wasserbüffel

Mit dem Wetter muss man Glück haben in Sapa. Es ist sehr oft sehr neblig und viele Besucher bekommen wirklich nichts von der schönen Landschaft um sie herum mit vor lauter Nebel. Wir hatten wirklich Glück: von den insgesamt drei Tagen war einer sonnig und warm, einer verregnet aber klar und nur an einem Tag haben wir uns wirklich in einer einzigen Nebelwabe bewegt.

Vietnam Sapa Wandern

Lustig und anstrengend zugleich sind die H´mong Frauen. Sie laufen immer neben den Touristen her und sind erst sehr nett, unterhalten sich lang und erzählen vom Leben im Bergdorf. Aber irgendwann wollen sie unbedingt etwas verkaufen und sind dabei tatsächlich sehr, sehr aufdringlich. Allerdings sind sie sehr schön anzusehen in ihren bunt gemusterten Klamotten und mit ihren Kindern am Rücken. Das hier ist die liebe Moh mit ihrem kleinen Sohn Pitu (ich schätze, man schreibt die Namen anders..). Sie hat sieben (!) Kinder und kann hervorragend Englisch.

Vietnam Sapa Wandern

Das Programm in Sapa ist meist vorgegeben, da die meisten eine dreitägige Tour buchen. Am ersten Tag steht ein Besuch des kleinen Bergdorfs CatCat an. Die Bewohner gehören zur ethnischen Minderheit der schwarzen H`mong. Während die Männer dort meist den ganzen Tag auf den Feldern arbeiten, sind die Frauen für Handarbeit zuständig. Deshalb besteht das ganze Dorf aus Ständen, an denen man zum Beispiel mit Indigo gefärbte Schals oder selbstgenähte, schön verzierte Täschchen kaufen kann. Lustig ist, dass es einen Weg durch das Dorf gibt, der mit „Tourism Area“ gekennzeichnet ist. Ich schätze, das wahre Leben der Urvölker sieht man wohl eher abseits dieses Weges 😉

Vietnam Sapa Wandern

Am zweiten Tag geht es von Sapa aus in ein anderes Dorf, wo man im Homestay übernachtet. Wir waren eine Gruppe von acht Leuten und wurden bei einer netten Familie untergebracht. Dort gab es hervorragendes Essen und selbstgebrannten Reiswein. Unsere Gruppe hat ziemlich gut zusammen gepasst, dadurch hatten wir einen großartigen und sehr unterhaltsamen Abend. Übernachtet hat man auf einer Art Holzgalerie über dem Wohnzimmer. Dort waren einfach ein paar Matratzen neben einander gelegt worden und es gab dicke Decken. Wir waren recht froh über unsere Hüttenschlafsäcke, da die Decken nicht so appetitlich waren. Außerdem war es richtig kalt, da es draußen auch nur 5 Grad hatte und das Haus nicht beheizt war. Diese Übernachtung war für einige Mitreisende ziemlich grenzwertig 😉

Vietnam Sapa Wandern

Am dritten Tag ging es wieder zurück nach Sapa. Die Wanderwege sind wirklich gut ausgebaut und die Aussicht bei schönem Wetter wirklich grandios. Man bekommt Einblicke in das Leben der Urvölker und ihre Arbeit. Insgesamt fand ich diese Tour wirklich wunderschön und entspannend, eines der besten Erlebnisse unserer Reise. Anstrengend war die Hin- und Rückreise nach Hanoi mit dem Nachtzug. Der fährt nämlich 8 Stunden und ist ziemlich laut, daher kann man eigentlich nicht schlafen. Allerdings ist der Zug wirklich schön und sauber. Man übernachtet in 4 Bett Abteilen. Auch da hatten wir Glück: einmal waren wir allein im Abteil und beim zweiten Mal mit zwei Amerikanern, Vater und Sohn. Die beiden haben gemeinsam schon viele Reisen gemacht und davon erzählt. Das war auch richtig spannend.

Vietnam Sapa Wandern Schwein

Nun aber noch meine Tipps, die eure Tour nach Sapa so angenehm wie möglich machen:

  • Hüttenschlafsack für das Homestay einpacken
  • Warme Klamotten einpacken, eine gute Regenjacke und wasserfeste Schuhe
  • Genug Wechselklamotten einpacken, das meiste ist nach einem Tag durchnässt
  • beste Reisezeit: April bis Mai
  • Expressbus statt Nachtzug nehmen, dann seit ihr in 4 Stunden da, es sind nämlich nur etwa 350 km, und der Bus fährt direkt von Sapa aus. Zum Nachtzug fährt man noch eine Stunde mit einem anderen Bus. Außerdem hat man jeweils lange Wartezeiten zwischen Programmende bzw. -beginn und An- bzw. Abfahrt des Zuges.
  • Versprecht den H`mong Frauen nichts. Die lassen euch zwar in Ruhe wenn ihr sagt, ihr kommt später wieder und kauft dann, aber sie finden euch tatsächlich später wieder!
  • Shoppingtipp: Outdoorklamotten! Gibt es dort überall und unheimlich günstig!

Vietnam Sapa Innenstadt

War von euch schon mal jemand in Sapa und hat vielleicht ähnlich oder ganz andere Erfahrungen gemacht? Oder hat noch ein paar Tipps, die ich vergessen habe? Immer her damit!
Ich wünsche euch nun einen guten Start in die neue Woche!
Alexa

Großstadt ohne Bürgersteig: das quirlige Hanoi

Da Vietnam ein sehr langgezogenes Land ist, bereist man es entweder von Norden nach Süden oder Süden nach Norden. Für uns war der Flug nach Saigon im Süden viel günstiger, aber aufgrund des Wetters wollten wir im Norden anfangen. Also sind wir nach nur einem Tag in Saigon mit einem günstigen Inlandsflug weiter nach Hanoi.
Während mich Saigon bzw. Ho Chi Minh City nicht wirklich überzeugt hat, war ich in Hanoi vom ersten Moment an verliebt. Die vielen kleinen Straßen der Altstadt haben eine ganz besondere Atmosphäre, außerdem ist es lustig, dass es in jeder Straße immer nur eine Sorte von Ware zu kaufen gibt. Es gibt die bekannte Seidenstraße mit ihren Schneidern und den vielen schönen Stoffen. Aber es gibt zum Beispiel auch eine Straße in der nur Zwiebeln verkauft werden oder eine mit Sattlern für die ganzen Roller oder eine mit langen Holzleitern (die fand ich am lustigsten).

Vietnam Hanoi Altstadt

Da wir zur Weihnachtszeit dort waren, gab es sogar eine lange Straße mit lauter Weihnachtssachen. Leider eher nicht die europäische Vorstellung davon, sondern lauter überladene und kitschige Sachen. Solche Sachen gab es dann auch in den Restaurants und Hotels zu sehen. Weiß-silberne Glitzergirlanden, leuchtende Rentiere und bunte Lichterketten sind wohl die Vorstellung der Vietnamesen von Weihnachten. Mich hätte unheimlich interessiert, was es in dieser Weihnachtsstraße zu kaufen gibt, wenn es nicht Weihnachten ist.

Hanoi Vietnam Einkaufen Straßen Leitern Gewürze

Spannend in Hanoi war auch, dass es in der Altstadt keine Bürgersteige gibt. Oder wenn es welche gibt, dann werden die einfach anders genutzt. Es gibt unheimlich viele Straßenstände mit Essen, deren Besitzer dann den Bürgersteig mit bunten Plastikstühlen beschlagnahmt haben. Oder es parken einfach Unmengen von Rollern auf dem Bürgersteig. Oder dort sind die Stände eines Geschäfts oder andere Verkäufer, auf jeden Fall sind sie voll. Dadurch läuft man eigentlich ständig auf der Straße, zusammen mit den tausenden Rollern, die in dieser Stadt zu jeder Tageszeit unterwegs sind und alles mit ihrem ständigen Hupen erfüllen. An sich ist Hanoi dadurch sicher keine entspannende Stadt, eher im Gegenteil. Aber das macht gar nichts, weil es einfach so anders und aufregend ist, dass man auch ohne Entspannung sofort mit dem Kopf weit weg von daheim ist.

Hanoi Vietnam Eindrücke Türen Häuser

Wunderschön fand ich auch die Mischung aus verschiedenen Gebäuden. Einerseits schöne alte Kolonialgebäude und Tempel, andererseits riesige, schnell hochgezogene Hochhäuser und Geschäftsgebäude mit Leuchtreklame. In dieser Stadt trifft Tradition auf Moderne, wie ich es noch an keinem anderen Ort erlebt habe. Viele Vietnamesen scheinen auch unbedingt ihr Englisch verbessern zu wollen. Darum wird man oft einfach von Fremden angesprochen, ob sie sich dazu setzen dürfen und sich unterhalten um eben Englisch zu lernen. Sogar kleine Kinder werden von ihren Eltern dazu angestiftet auf Touristen zu zugehen und zu fragen woher sie kommen. Das war anfangs etwas seltsam. ist aber doch ziemlich harmlos 🙂

Vietnam Hanoi Altstadt Hoan Kiem SeeLustig ist auch, dass das Leben draußen stattfindet. Zu jeder Tageszeit essen Leute auf dem Bürgersteig oder sind unterwegs von einem Ort zum nächsten. Auch Sport macht man auf der Straße, an einem der frei zugänglichen Outdoor-Fitnessstudios, die aus Sportgeräten in Parks bestehen, oder einfach am Hoan Kiem See, dem großen See inmitten der Altstadt, in dem angeblich eine Schildkröte wohnt. Übrigens kommt es einem auch so vor, als ob an diesem See einfach jedes vietnamesische Pärchen seine Hochzeitsfotos macht, da alle zwei Meter ein Hochzeitsshooting stattfindet.
Neben der Altstadt gibt es in Hanoi noch das etwas schickere französische Viertel und das Viertel bei der Zitadelle und dem Westsee zu sehen. Beide sind schön für kurze Tagesausflüge, die quirlige Altstadt ist aber einfach am aufregendsten und ich würde jedem empfehlen, hier ein Hotel zu nehmen.

Vietnam Hanoi Altstadt Hoan Kiem See

Am allermeisten überzeugt hat mich in dieser Stadt aber das Essen. Es ist einfach köstlich! Ich liebe vietnamesisches Essen und finde es auch soviel abwechslungsreicher als beispielsweise die thailändische Küche, wo ich gefühlt immer nur Curry gegessen habe. Es gibt viel frisches Gemüse, leckere Reisnudeln, abwechslungsreiche Soßen und verschiedene spannende Kräuter. In Hanoi sind mir besonders große Unterschiede bei den Restaurants aufgefallen. Es gab entweder das Straßenessen von den Ständen oder „richtige“ Restaurants, wie man sie von daheim kennt, die dann aber gleich wieder sehr viel teurer sind. Das beste Essen hatten wir in einem Straßenstand, der Tische im Hauseingang dahinter hatte. Die Tische waren einfach entlang der Wand aufgestellt, nicht abgewischt und ich saß zwischen einer überquellenden Mülltüte und einem brummenden, altersschwachen Kühlschrank. Wir hatten Bun Bo Nam Bo, Reisnudeln mit Rindfleisch, Salat, Sojasprossen, der leckeren Fischsoße und Erdnüssen für ungefähr 80 Cent. Es war so köstlich!
Super fanden wir auch Banh Mi, ein Baguette, dass es an Straßenständen gibt und das mit verschiedenen Soßen, einer Art Leberpastete und Schweineschwarte belegt wird. Klingt eigentlich nicht so lecker, war aber einfach der Wahnsinn!

Vietnam Hanoi Altstadt Banh Mi

Einmal haben wir auch in einem offenen Restaurant gegessen, in dem es BBQ gab, dazu wurde eine Art Tischgrill vor uns gestellt und eine Schüssel mit rohem Fleisch in Soße und mit Gemüse. Das ganze Restaurant sah so aus, als ob man auf jeden Fall krank werden würde und an der Wand hingen lauter Zettel von ehemaligen Besuchern, auf denen Dinge standen wie: „Take the risk and you will be in foodheaven!“ Wir sind das Risiko also eingegangen und dieser Besucher hatte einfach Recht: Das Essen war unglaublich köstlich! Krank waren wir übrigens danach auch nicht 😉
Lustig ist auch der vietnamische Eggcoffee, ein Kaffee mit süßer Kondensmilch und Eischnee (aber vom ganzen Ei, nicht nur Eiweiß) oben drauf. Klingt seltsam, ist aber auch total gut.

Hanoi Vietnam Fahrräder Transport

Da ich jetzt so viel vom Essen geschwärmt habe, hier noch meine Tipps, wo es sich absolut lohnt:

  • Banh Mi 25, dort gibt es die leckeren Sandwiches für unsagbar günstig und dazu kostenlos Tee und Bananen (25 Hang Ca)
  • Bun Bo Nam Bo, das Straßenrestaurant mit diesem Gericht ist nicht schön, aber dafür umso leckerer (67 Hang Dieu)
  • Green Mango, ein etwas schickeres Restaurant, für alle die sich an das Straßenessen noch nicht herantrauen (18 Hang Quat)
  • The little Hanoi, schönes Restaurant in der Altstadt, sehr lecker, aber auch etwas teurer (23 Hang Gai)
  • Cafe Pho Co, hier gibt es eine tolle Dachterrasse mit Blick über den Hoan Kiem See und leckeren Eggcoffee, allerdings führt der Weg dort hin durch einen Klamottenladen (11 Hang Gai)
  • Kalina Cafe, süßes Cafe beim Hoan Kiem See (2 Ba Trieu)
  • Pho 10, Suppenladen mit der bekannten vietnamesischen Pho Suppe, immer voll, also möglichst gleich zur Öffnung da sein (10 Ly Quoc Su)

Leider weiß ich nicht mehr, wie das BBQ Restaurant hieß, aber falls ihr es findet und an den Zetteln erkennt, dann gebt Bescheid und es wird ergänzt!
Jetzt wünsch ich euch noch einen schönen Sonntag und hoffe, ich konnte ein bisschen Fernweh lindern mit den Bildern!
Alexa

Eindrücke aus Vietnam

Denjenigen von euch, die mir auf Instagram folgen ist es sicher aufgefallen, vielleicht hat der ein oder andere auch gemerkt, dass es etwas ruhiger wurde auf dem Blog. Ich hatte zwar ein paar Beiträge vorbereitet, konnte die Weihnachtsstimmung aber nicht ganz so rüberbringen. Der Herr Keks und ich waren nämlich im Urlaub. Vier Wochen Vietnam. Vier Wochen leckeres asiatisches Essen, warmes Wetter, wunderschöne und abwechslungsreiche Landschaften, Erholung und ganz, ganz viele Eindrücke.

Vietnam Hanoi Altstadt Gewürze
Es hat sehr gut getan, mal wieder eine so lange Auszeit zu haben, neue Eindrücke zu sammeln und ein bisschen mehr zu sich selbst zu finden. Ich konnte mir viele Gedanken machen, darüber wie mein Leben gerade so ist und was ich ändern möchte oder auch ändern kann. Wenn ich auf das letzte Jahr zurück blicke, muss ich sagen, es war kein besonders gutes Jahr und das leider in vielen Bereichen. Gerade darum war diese Auszeit so notwendig. In Asien kann man die Sorgen daheim wirklich vergessen, weil alles so anders und ungewohnt ist. Gerade in Vietnam gibt es wahnsinnig nette Menschen, von denen wir zum Glück einige getroffen haben. Die Hilfsbereitschaft und echte Wärme, die einem entgegen gebracht werden, sind wirklich so schön. Wobei ich sagen muss, dass mir das im Norden des Landes noch mehr aufgefallen ist als im Süden.

Vietnam Hanoi Altstadt Hoan Kiem See

Außerdem ist das Land wahnsinnig vielseitig. Sapa mit seinen Bergen und Reisfeldern im Inland, die wunderschöne Halongbucht mit dem leckeren Seafood, das schöne, wuselige Hanoi mit seinen quirligen, engen Gassen und den ganzen Straßenmärkten – das alles besticht im Norden des Landes.

Vietnam Hanoi Altstadt

In Zentralvietnam gibt es die Kaiserstadt Hue mit der prächtigen Zitadelle und den bunten Drachenbooten, die auf dem Parfumfluss dahinschippern. Wunderschön ist auch der Wolkenpass, über den es nach Hoi An geht, dieser süßen Stadt mit der wunderschönen Altstadt. Eigentlich ziemlich touristisch, aber dennoch irgendwie romantisch und heimelig. Hier kann man mit dem Rad durch Reisfelder fahren oder das Angebot der Schneider wahrnehmen.

Vietnam Hue Grabmahl

Hoi An Vietnam Altstadt Lampions

Ganz anderes ist der Süden. Hier gab es hauptsächlich Strände und Hotelkomplexe. Leider wird der Süden wirklich sehr stark touristisch verbaut im Moment. Durch das Mekongdelta schippern täglich Hunderte Touris auf Touren, die Kaffeefahrten ähneln und die Südseeinsel Phu Quoc kam mir vor wie eine einzige Baustelle. Aber auch das ist mal nicht schlecht. Dann genießt man die Tage am Strand oder Pool, ohne das Gefühl zu haben, eine Sehenswürdigkeit zu verpassen und kann dabei richtig abschalten.

Vietnam Phu Quok Strand Kambodscha

 

Vietnam Phu Quok Sonnenuntergang Strand
Wir hatten eine großartige Zeit in Vietnam und ich werde noch über alles ausführlich berichten. Jetzt muss ich aber erst mal ankommen und mich in unserer Wohnung wieder eingewöhnen nach vier Wochen Abwesenheit. Mich wieder erinnern, dass ich mir selber Kaffee und Essen machen muss, aber auch daran, dass ich ungestört auf dem Sofa sitzen kann, ohne das irgendwann das Housekeeping kommt 😉

Vietnam Mui Ne rote Sanddünen

Ich hoffe, ihr hattet auch eine schöne Zeit über die Feiertage, konntet euch ein bisschen auf das besinnen, was euch wichtig ist und den Alltagsstress vergessen.

Von mir gibt es bald wieder Rezepte und auch einen etwas ausführlicheren Urlaubsbericht!
Alexa