Wie aus Äpfeln Rosen werden: Apfelblumenschnecken-Muffins

Die Apfelerntezeit ist angebrochen! Das bedeutet für mich, dass es wieder köstlichen Apfelsaft zu trinken gibt, nämlich aus den gemosteten Äpfeln aus dem Garten der Keksschen Eltern. Der ist unglaublich lecker. Wenn wir eine Badewanne hätten, würde ich drin baden.. Na ja, ist wahrscheinlich besser dass wir keine haben 😉
Zu dem Apfelsaft gibt es natürlich auch immer ein paar Äpfel – eigentlich sogar ziemlich viele – zum einfach so essen oder backen. Darum geht bei mir im Herbst die große Apfelkuchen-in-allen-Varianten-Saison los! Dieses Jahr wurde ich sogar direkt überschwemmt mit Äpfeln, weil mir auch noch ein lieber Kollege eine ganze Tüte Äpfel mitgebracht hat zum Backen.

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Darum war ich diesen Herbst besonders experimentierfreudig! Ich habe schon Apfel-Cranberry-Kompott gemacht, Mini Pies, Crumble.. Der Herr Keks hat mir sogar einen Apfelstrudel als Abendessen gemacht als ich letztens sehr lang arbeiten musste, das darf auf keinen Fall verschwiegen werden in der Apfelverwendungsliste. Das hübscheste Gebäck und auch eines der ungewöhnlichsten, die ich bisher gemacht habe, waren diese feinen Apfelschnecken. Da die Scheiben nur an den Rand gesetzt werden, entstehen hübsche kleine Rosen! Alle nebeneinander in einer Auflauf- oder Tarteform ergeben einen hübschen Rosenkuchen, Meine hab ich in Muffinförmchen einzeln gebacken.

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Für 12 hübsche Apfelblumen-Muffins braucht ihr:

  • 150g Joghurt
  • 6EL Sonnenblumenöl
  • 6EL Milch
  • 300g Mehl
  • 125g Zucker
  • 1/2 TL Zimt
  • 1 EL Vanillezucker
  • 1 EL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 25g Butter
  • 4 – 5 Äpfel

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Den Zimt mit 50g vom Zucker mischen und bei Seite stellen. Die Butter bei niedriger Hitze zerlassen. Den Backofen auf 175 Grad vorheizen. Jetzt den Joghurt mit dem restlichen Zucker (75g), einem EL Vanillezucker, Öl und Milch verrühren. Das Mehl mit dem Backpulver vermischen und zur Joghurt-Öl-Mischung geben. Gut verkneten. Wenn es noch klebt, einfach ein bisschen mehr Mehl dazu. Den Teig zu einem Rechteck ausrollen (schmale Seite etwa 24cm) und mit der Butter bestreichen. Mit der Zimt-Zucker-Mischung gleichmäßig bestreuen. Den Teig von der kürzeren Seite her in 12 etwa 2 cm breite Streifen schneiden. Die Äpfel gut waschen und trocken tupfen. In der Mitte durchschneiden und mit der aufgeschnittenen Seite nach unten in dünne Scheiben schneiden. Es entstehen halbmondförmige Apfelscheiben. Diese Apfelscheiben ohne Fett in einer Pfanne verteilen. Wasser dazu bis alle Apfelscheiben bedeckt sind und zum kochen bringen. Wer sehr saure Äpfel hat oder es lieber süßer mag, der gibt noch einen Esslöffel Zucker dazu. Die Apfelscheiben bei mittlerer Hitze etwa 5 Minuten köcheln lassen bis sie weich sind. Dann mit einer Schaumkelle aus dem Wasser nehmen. Die Apfelscheiben so auf die lange Seite der Teigstreifen legen, dass nur die Hälfte der Apfelscheibe auf dem Teig liegt und die runde Seite mit der Schale in der Luft ist. Den Teigstreifen über die lange Seite zu einer Schnecke aufrollen. Dabei braucht man ein bisschen Fingerspitzengefühl, damit die Apfelscheiben nicht herausrutschen. Es entstehen die Apfelblumen. Je eine Apfelblume in eine Aussparung in einer mit Papierförmchen belegten Muffinform legen. Die Muffinform in den Ofen schieben und 30 Minuten backen.

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Und weil Schnecken aller Geschmacksrichtung so wunderbar zum Herbst passen, hat die liebe Isabell von baking&more zu einer herbstlichen Schneckerei ausgerufen! Sie sammelt auf ihrem Blog jede Menge Rezepte für das fluffige Gebäck und da passen auch meine Apfelblumen-Schnecken ganz hervorragend dazu! Also, liebe Isabell, vielen Dank für dein großartiges Event, da bin ich sehr gern dabei!

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Übrigens sollte man sich nicht so ausgiebig mit Schnecken jeglicher Art beschäftigen, wenn man grad Schnecken keiner Art daheim hat und so unheimlich Appetit bekommt.. 😉 Hab ich euch auch ein bisschen Appetit gemacht auf fruchtige Apfelblumen-Schnecken? Und was macht ihr denn so mit nicht zu geringen Apfelmassen? Habt ihr vielleicht noch ein paar leckere Rezepte? Dann immer her damit!
Alexa

Kulinarischer Rückblick auf den November

Schon ist wieder ein Monat vorbei. So schnell geht das. Und das Schlimmste daran: Es war der November. Das heißt es folgt der Dezember und mit ihm natürlich Weihnachten. An sich eine schöne Sache, Feierabende am Christkindlmarkt mit Glühwein verbringen. Plätzchen backen und dann vernichten, Bäumchen schmücken und Geschenke verpacken. Stopp! Nochmal alles zurückspulen! Wo sind sie denn, die Geschenke? Wie, noch nicht gekauft? Ja, so ist es. Und das ist das Stressmoment im Dezember… Ich hab nämlich einen ziemlich guten Überblick über meine Geschenke: Ich habe keine, also gar keine… Stattdessen eine ganze Liste mit Namen von sehr sehr lieben Menschen. Hach!
Aber das wird schnell verdrängt und stattdessen noch weiter zurück gespult. Nämlich zu den kulinarischen Highlights im November.

ZusfassungNov14

Da gab es leckere Pancakes zum Frühstück, garniert mit einer Ricottacreme und Mandeln. Es gab köstlichen Lachs, gebraten oder gebacken, mit Kartoffelbrei oder Linguine, die Qual der Wahl! Schwedische Köstlichkeiten waren ebenfalls im Angebot, die kringeligen Kanelbullar nämlich, aber auch andere Eindrücke aus Skandinavien, genauer aus Kopenhagen. Herbstliche Küchlein mit Cranberrys und zitronig-frisches Lemontiramisu waren auch dabei, dazu ein paar Sonnenstrahlen, importiert direkt aus den karibischen Fernen. Zum Abschluss, natürlich, um auch wieder zurück zum Thema zu kommen, ein weihnachtliches Rezept. Bratapfelküchlein aus dem Glas mit Streuseln und ziemlich viel Rum, im Kuchen statt im Glühwein, sozusagen als Einklang auf den Dezember.

Ich freu mich über alle meine Leser, die mich so lieb begleitet haben durch diesen Monat und freu mich schon auf den nächsten spannenden, knusprigen, zimtigen, backfreudigen und leckeren Monat mit euch allen!
Eine schöne erste Adventwoche!
Alexa

Fruchtig startet der November: Cranberry Muffins

Die sehen nicht nur hübsch aus sondern schmecken auch lecker!

alle cranberrymuffins

Mit großen Schritten nähert sich der Winter, es wird schon viel früher dunkel und seit dieser Woche ist es auch noch richtig kalt.  Schade, schade, das hätte meiner Meinung nach noch gar nicht sein müssen. Denn den Herbst mag ich schon recht gern mit seinen bunten Farben. Aber mit dem Winter kommt auch die Weihnachtszeit, Plätzchen backen und Glühwein trinken am Christkindlmarkt, das ist auch eine sehr schöne Zeit.
Letzten Winter sind wir von Mitte Dezember bis Mitte Januar durch Thailand getingelt, das war auch sehr schön, aber ich muss sagen, die Weihnachtszeit hab ich ein bisschen vermisst. Man hatte einfach nicht genug Zeit zum Plätzchen essen, backen hat sich für mich gar nicht gelohnt, und die Christkindlmarkt-Saison war auch stark eingeschränkt, von Weihnachten ganz zu schweigen! Wahrscheinlich fange ich deshalb dieses Jahr schon so früh an, hier über Weihnachten zu quatschen.
Also schnell zurück zum Herbst! Ein sehr schönes und vor allem buntes Rezept habe ich noch für dich: Cranberry Muffins!

muffinblech

Ich habe mich mal schlau gemacht und herausgefunden, dass es tatsächlich auch einen deutschen Begriff für die runden, roten Früchtchen gibt, der klingt nur nicht ganz so gut: großfrüchtige Mossbeere heißen die nämlich, oder auch Kranbeere (von Kranich). Kein Wunder dass sich bei uns eher der amerikanische Name durchgesetzt hat. In den USA werden die Kranbeeren wegen des herben Geschmacks auch oft für herzhafte Gerichte, vor allem zu Thanksgiving, genutzt. Da ich mich aber für ein süßes Rezept entschieden hatte, habe ich dem säuerlichen Geschmack anders entgegen gewirkt. Aber der Reihe nach, hier erstmal die Zutaten:

Für 12 große und 12 kleine Muffins braucht ihr:

  • 250 g Cranberrys
  • 75 g brauner Zucker
  • 120 ml Wasser
  • 100 g Butter
  • 175 g Zucker
  • 2 Eier
  • 250 g Mehl
  • 2 TL Backpulver
  • 1/2 TL Natron
  • 150 ml Milch
  • 1/2 TL Zimt
  • Prise Salz

Ausschnitt vorne

Und nun das Rezept:

In einem Topf das Wasser mit dem braunen Zucker vermischen und kurz aufkochen. Die Beeren dazu geben und ca. 5 Minuten auf niedriger Stufe warm halten. Dadurch werden die Beeren weicher und der Geschmack süßsauer. Beeren abtropfen lassen und zur Seite stellen.
Den Ofen auf 175 Grad vorheizen. Die Muffinform mit Papierförmchen bestücken. Die Butter mit dem Zucker schaumig schlagen, dann Eier und Salz unterrühren. Das Mehl mit dem Backpulver, dem Natron und dem Zimt vermischen. Dann die Mehlmischung abwechselnd mit der Milch zur Eiermischung geben und gut vermengen. Dann die Cranberrys vorsichtig unterheben und den Teig in die Papierförmchen füllen, ca. 2/3 des Förmchens hoch. Für 20 bis 25 Minuten (Stäbchentest!) in den Backofen. Dann auskühlen lassen und genießen.

Ausschnitt Muffins

Schmecken lauwarm sehr lecker, aber auch kalt sind sie köstlich und schön fluffig, selbst zwei Tage später.

Lasst es euch schmecken und genießt kuschelige Abende daheim bei dem scheußlichen Wetter!
Alexa