Auf geht´s zur Wiesn: Lebkuchencupcake mit Karamellfrosting und Salzbrezel

Wie man Riesenbrezeln und Lebkuchenherzen vereint und meine Gedanken als Münchnerin zum Oktoberfest.

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O´zapft is! Wiesnzeit in München, ein Ausnahmezustand sondersgleichen. Verkatert und übermüdet in der Arbeit? Warst wohl auf der Wiesn, nimmt keiner übel. Die ganze U-Bahn stinkt und Bierflaschen rollen hin und her? Ganz normal. Jeder zweite ist in bayerischer Tracht unterwegs? Eh klar! Ihr seht schon, ich steh der Wiesn nicht so ganz positiv gegenüber 😉 Mir ist das einfach ein bisschen zu groß, zu voll, zu überteuert, zu touristisch. Lieber mag ich die kleineren Volksfeste rund um München, die sind nicht so gehypt, überlaufen und überteuert. Aber da gibt es genug andere Meinungen und im Gegensatz zu den meisten anderen Sachen, die mich nur am Rande betreffen, über die ich mich aber trotzdem aufrege, kann ich die Wiesn echt gut einfach ausblenden 😉  Trotzdem ist das Oktoberfest hier in München natürlich sowas wie die 5. Jahreszeit und da ich ja saisonal bleiben will, zeig ich euch jedes Jahr ein leckeres Wiesnrezept, wie letztes Jahr meine Cupcakes mit bayerischem Keks und vorletztes Jahr die Brownies mit gebrannten Mandeln.

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Die liebe Anika von Anisas leichte Küche hat dieses Jahr zum Blogevent mit dem tollen Thema Oktoberfest aufgerufen. Da bin ich natürlich gern dabei! Leichte und gesunde Küche, wie es sie bei Anisa gibt, finde ich aber tatsächlich etwas schwer vereinbar mit der doch sehr hochkalorischen bayerischen Küche. Ich muss immer an die leckeren Wiesnbrezeln denken und die vielen bunten Lebkuchenherzen, wenn es kulinarisch um das Oktiberfest geht. Also hab ich probiert beides zu kombinieren: in einem Lebkuchencupcake mit Karamellfrosting und einer Salzbreze oben drauf 🙂 So ein Cupcake ist ja leider auch nicht ganz leicht und gesund. Aber ich hab es wirklich probiert, in dem ich einen großen Teil des Mehls durch Mandeln ersetzt habe (viel gesünder!) und mich für ein eher leichtes Frischkäsefrosting entschieden habe, statt der üppigen Buttercreme. Das zählt schon, oder? 😉

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Für 12 Lebkuchencupcakes mit Karamellfrosting braucht ihr folgende Zutaten und etwa 1 Std. 45 Minuten Zeit (davon aber nur etwa 30 Minuten Arbeitszeit, der Rest ist Back- oder Kühlzeit):

  • 180g Zucker
  • 110g Butter
  • 150g Mehl
  • 75g Mandeln
  • 2 TL Backpulver
  • 60g Backkakao ungesüßt
  • 1/2 TL Lebkuchengewürz
  • 1 Prise Salz
  • 85g backfeste Schokotropfen (optional)
  •  250ml Buttermilch
  • 2 Eier

Außerdem für das Frosting: 300g Frischkäse, 50g Puderzucker, 90ml Sahne, Sahnesteif, 4 EL Karamellsirup, 12 kleine Salzbrezeln.

Und an Backmaterialien: Muffinform, 12 Papierförmchen, Spritzbeutel und Sterntülle

Den Ofen auf 180° vorheitzen. Die Butter in einer kleinen Pfanne bei mittlerer Hitze schmelzen lassen. Bei Seite stellen. Die trockenen Zutaten, also Mehl, Zucker, Backpulver, Kakao, Mandeln, Salz und Lebkuchengewürz, in einer großen Schüssel gut vermischen. Die Eier in einer weiteren Schüssel aufschlagen und mit einem elektrischen Rührgerät mit der Buttermilch verquirlen, dann die geschmolzene Butter dazugeben und ebenfalls verquirlen. Diese Mischung zu den trockenen Zutaten geben und mit einem Schneebesen oder Kochlöffel nur so lange verrühren, bis alle Zutaten feucht sind. Die Schokotropfen dazugeben und kurz unterrühren.
Eine Muffinform mit Papierförmchen auslegen und den Teig darin verteilen. 20 Minuten backen. Dann aus dem Ofen nehmen und auskühlen lassen.
Während der Backzeit das Frosting vorbereiten: In einer tiefen Schüssel den Frischkäse mit dem Puderzucker und dem Karamellsirup aufschlagen bis eine weiche Creme entsteht. Die Schüssel etwa eine Stunde in den Kühlschrank stellen.
Nach der Kühlzeit die Sahne mit dem Sahnesteif steif schlagen. Die Frischkäsecreme unterheben. Alles in den Spritzbeutel mit der Sterntülle füllen. Das geht übrigens wunderbar mit einem Weißbierglas, über dessen Rand ihr den Spritzbeutel stülpt. Die bis dahin ausgekühlten Cupcakes mit dem Frosting verzieren und je eine Brezel zur Deko oben hinein stecken, außer ihr wollt die Cupcakes erst später servieren, dann die Brezel erst kurz vor dem Servieren hineinstecken, sonst wird sie weich und das schmeckt nicht mehr, wie ich leider selbst herausfinden musste…

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Wundert ihr euch ob die Brezel überhaupt zu dem süßen Cupcake passt? Berechtigte Frage, hat der Herr Keks auch als erstes gestellt 😉 Schmeckt aber tatsächlich gut, crunchy und ein bisschen nach salted caramel. Nur eben nicht mehr in aufgeweicht, ohne den Crunch ist es ein bisschen witzlos 😉
Wer noch Teig übrig hat, weil er nicht alles in die Muffinform gießen wollte, weil er lieber kleine Cupcakes mag (echt keine Ahnung, wer da gemeint sein könnte..), der kann daraus auch noch so einen bayerischer Wald-Kuchen machen mit Reh:

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Wie steht ihr zur Wiesn, als Münchner, Touristen oder Zuagroaste? Stören euch als Anwohner die Touristen oder stürzt ihr euch mit denen mitten rein ins Getümmel? Und als Touristen? Würdet ihr die horrenden Preise für Anreise und Übernachtung zaheln? Wäre es das wert? Ich bin gespannt!
Genießt das letzte Wiesnwochenende, auf die Art, die euch lieber!
Alexa

Wiesn-Special zur fünften Jahreszeit: Cupcakes mit bayrischer Keksdeko

Es ist wieder soweit: In München hat die fünfte Jahreszeit begonnen! Letzten Samstag war es soweit und OB Reiter hat mit nur zwei Schlägen die friedliche Wiesn eröffnet. Kulinarisch kann man viel mit der Wiesn verbinden: Händl, Schweinsbraten, Bier, Lebkuchenherzen und gebrannte Mandeln. Genug Inspiration also. Entschieden hab ich mich aber für etwas Süßes mit Nüssen und Herzen. Keine gebrannten Mandeln und keine Lebkuchenherzen, aber bayerische Keksherzen und gemahlene Haselnüsse, auch passend, oder?
Ich muss gestehen, ich bin nicht der größte Wiesn-Fan. Aber mal an einem Sonntagnachmittag über die Wiesn spazieren, es sich mit einem Steckerlfisch im Biergarten eines der Zelte bequem machen und ein Radler trinken, das mag ich schon. Ein gemütliches Weißwurstfrühstück mit lieben Freunden und süßem Nachtisch bevor es auf die Wiesn geht, das mag ich auch. Und für so eine Gelegenheit hab ich auch diese leckeren Nussmuffins gebacken. Leider war ich so ungeduldig, dass ich die Kekse unbedingt schon daheim darauf stecken musste, um zu sehen, wie sie aussehen (und Fotos zu machen..). Für den Transport war das allerdings nicht so geschickt. Auf dem Weg zu den Freunden sind meine Cupcakes immer wieder umgefallen und als wir ankamen, sahen sie tatsächlich nicht mehr hübsch aus. Eigentlich waren sie nur noch Batz, weil sich die Fondantverzierung der Herzen aus irgendeinem Grund etwas aufgelöst hat als sie mit dem Topping in Berührung kam. Was von dem Topping und seiner Form noch übrig war, könnt ihr euch sicher denken 😉

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Nun aber zum Rezept. Für ein Blech von 24 Minimuffins braucht ihr:

  • 70 g Butter
  • 60 g Zucker
  • 1 TL Backpulver
  • 80 g Mehl
  • 1 Ei
  • 20 ml Milch
  • 30 g gemahlene Haselnüsse
  • 1 Minimuffinblech

Den Ofen auf 180 Grad vorheizen.
Die Butter mit dem Zucker schaumig schlagen.
Das Ei dazu geben und gut unterrühren.
Das Mehl mit dem Backpulver und den Nüssen mischen und Stück für Stück unter die Butter-Ei-Mischung rühren.
Die Milch dazugeben und nochmals verrühren. 
Das Muffinblech mit Papierförmchen auslegen und den Teig gleichmäßig auf die Einkerbungen verteilen.
12 Minuten backen (Stäbchenprobe!).

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Für 3 Blech Kekse:

  • 300 g Mehl
  • 200 g Butter
  • 100 g Zucker
  • 1 Ei
  • Zahnstocher
  • Herzausstcher

Das Mehl auf einer sauberen Arbeitsplatte zu einem Haufen aufschütten und mit den Händen eine Kuhle hineindrücken.
Den Zucker, das Ei und die Butter in Stückchen in die Kuhle geben.
Mehl von außen über die Zutaten schieben und mit den Händen alles zu einem geschmeidigen Teig verkneten, in Folie wickeln und eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Währenddessen den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche mit 5mm Dicke ausrollen. Herzen ausstechen und mit ausreichend Abstand auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech platzieren. An der unteren Spitze des Herzes vorsichtig einen Zahnstocher so tief wie möglich in den Keks stechen.
Etwa 10 Minuten backen bis sie hellbraun sind. Gut auskühlen lassen.
Ihr könnt einen Teil des Teigs auch gut einfrieren oder die Hälfte des Teigs als Tarteboden verwenden, wenn ihr nicht so viele Kekse machen wollt. Aber wegen dem Ei lassen sich die Mengen nicht runterrechnen 😉

Cupcake Muffins Nussmuffin Topping Keks Wiesn

Für die Verzierung:

  • 150 g Fondant (kann man fertig kaufen)
  • blaue Lebensmittelfarbe als Pulver
  • 3 EL Marmelade, Sorte nach Geschmack (ich hatte Johannisbeer)

Das Fondant kneten, in Stücken, die sich gut kneten lassen. Auf einer sehr sauberen Arbeitsfläche Puderzucker verteilen. Das Fondant darauf sehr dünn ausrollen, wenn es reißt, nochmal kneten und ausrollen. Für das Fondant sollte alles sehr sauber sein, man sieht wirklich jeden Fussel und Krümel im Fondant.
Einen Teil des Fondants mit der blauen Lebensmittelfarbe einfärben. Wie viel ihr davon braucht, ist abhängig von der Farbe. Also in kleinen Mengen dazugeben und verkneten. Wenn die Farbe intensiver sein soll, noch ein bisschen dazugeben und weiter kneten.
Für die bayerische Deko weißes und blaues Fondant in gleich große Streifen schneiden. Die Farben im 90 Grad Winkel zueinander legen und jeweils über- und untereinander legen bis das Muster entsteht.
Herzen ausstechen. Die ausgekühlten Kekse dünn mit Marmelade bestreichen und das Fondant vorsichtig und gleichmäßig darauf drücken. Mindestens über Nacht antrocknen bzw. austrocknen lassen.

Für das Topping:

  • 100 g Frischkäse natur
  • 90 g Puderzucker
  • 120 ml Sahne
  • 1 Pkg. Sahnesteif
  • Spritzbeutel
  • Sterntülle

Den Frischkäse mit dem Puderzucker zu einer cremigen Masse verrühren. Mindestens 2 Stunden im Kühlschrank erkalten lassen. Sahne mit Sahneteif steif schlagen, Creme unterrühren. In einen Spritzbeutel mit Sterntülle füllen und nochmal eine Stunde kühlen vor der Verarbeitung.

Jetzt das Topping mit dem Spritzbeutel auf die Muffins spritzen und die Kekse mittig darauf stecken. Oder wenn ihr sie noch transportieren wollt: Kekse und Cupcakes einzeln transportieren 😉

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Vielleicht ist der ein oder andere von euch ja auch auf der Wiesn? Dann wünsch ich euch schon mal viel Spaß! Und lasst euch nicht anstecken von der Wiesn-Grippe, so wie ich…
Schönen Wochenendspurt euch!
Alexa