Einmal Herbst in der Flasche, bitte! Aromatisierter Rotweinessig mit Pflaume und Zimt

Geduld ist nicht unbedingt meine Stärke. Wenn ich eine Idee habe, dann muss die möglichst bald umgesetzt werden. Wenn ein Urlaub geplant ist, dann guck ich Wochen dafür schon immer Bilder vom Urlaubsland bei der Google Bildersuche, träume und seufze. Außerdem hängt ein Post it an meinem Bildschirm, auf dem die aktuelle Zahl von Wochen steht bis zum Urlaub. Irgendwann wird es dann die aktuelle Zahl an Tagen.. und die Packliste steht meist auch schon zwei Wochen vor Abflug. Am liebsten würde ich auch gleich packen, aber dann würden mir Socken und Unterwäsche ausgehen bis zum Urlaub 😉 Genauso wenn ich etwas online bestellt habe. Da ist man eigentlich jahrelang ohne etwas Bestimmtes ausgekommen, aber wenn man es dann bestellt hat, dann sind die zwei Tage Lieferzeit einfach gefühlt viel zu lang und ich kann doch nicht weiterleben ohne diese Bestellung, die meist aus Klamotten besteht, die ich dann sowieso zurück schicke weil sie wieder nicht passen oder gefallen..

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Als mir also eine liebe Freundin in meinem letzten Urlaub, dem Surf-Yoga-Camp, von einer tollen Idee für aromatisierten Essig erzählt hat, war ich gleich Feuer und Flamme und wollte das unbedingt ausprobieren. Musste aber tatsächlich noch warten bis ich wieder daheim war.. Dann kam ich an einem Sonntag an und musste wieder warten bis die Läden offen haben. Und dann kam der schreckliche Teil: Der Essig muss zwei Wochen stehen bis er aromatisiert ist!! Eine Qual für mich! Jeden Tag anschauen, schütteln, seufzen und wieder hinstellen. Ganz furchtbar. Aber der Aufwand bzw. das schreckliche Warten hat sich gelohnt! Außerdem ist sie gerade noch rechtzeitig geworden für das tolle Event zum ersten Bloggeburtstag der lieben Julia von habe-ich-selbstgemacht.de. Die sucht nämlich die schönsten selbstgemachten Geschenkideen und da mach ich gern mit. Leider musste Julia auf meinen Beitrag nun auch warten..

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Für 500ml aromatisierten Rotweinessig mit Pflaume und Zimt braucht ihr:

  • 500ml Rotweinessig (war anzunehmen, oder?)
  • eine Zimtstange
  • eine reife Pflaume
  • eine 500 ml Flasche mit Dreh- oder Bügelverschluss
  • viel Zeit und Geduld *seufz*

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Eigentlich ziemlich simpel: Die Pflaume waschen, trocken tupfen und in schmale Scheiben schneiden. So dünn, dass sie durch die Öffnung der Flasche passen. Die Flasche mit heißem Wasser sterilisieren. Pflaumenstücke und ZImtstange rein legen. Essig mit einem Trichter einfüllen (evtl passt nicht komplett alles rein), gut verschließen. Zwei Wochen an einem lichtgeschützten Ort ziehen lassen, täglich schütteln. Nach zwei Wochen: Ein Sieb mit einem Stück Küchenrolle auslegen (zum Filtern), eine Schüssel unter das Sieb stellen. Essig durch das Sieb abgießen. Die Pflaumenstücke und die Zimtstange aus der Flasche holen. Flasche gut ausspülen und nochmal sterilisieren. Gefilterten Essig mit einem Trichter wieder einfüllen. Fertig 🙂

aromatisierter Rotweinessig mit Pflaume und Zimt

So simpel, so lecker, so hübsch!Demnächst verrate ich euch dann ein leckeres Salatrezept, zu dem dieser Rotweinessig mit Pflaume und Zimt hervorragend passt. Ihr habt ja jetzt Zeit, müsst ja auch erstmal mindestens zwei Wochen warten um das nachzumachen 😉 Habt noch ein schönes Wochenende!
Alexa

Kulinarischer Rückblick auf den November

Schon ist wieder ein Monat vorbei. So schnell geht das. Und das Schlimmste daran: Es war der November. Das heißt es folgt der Dezember und mit ihm natürlich Weihnachten. An sich eine schöne Sache, Feierabende am Christkindlmarkt mit Glühwein verbringen. Plätzchen backen und dann vernichten, Bäumchen schmücken und Geschenke verpacken. Stopp! Nochmal alles zurückspulen! Wo sind sie denn, die Geschenke? Wie, noch nicht gekauft? Ja, so ist es. Und das ist das Stressmoment im Dezember… Ich hab nämlich einen ziemlich guten Überblick über meine Geschenke: Ich habe keine, also gar keine… Stattdessen eine ganze Liste mit Namen von sehr sehr lieben Menschen. Hach!
Aber das wird schnell verdrängt und stattdessen noch weiter zurück gespult. Nämlich zu den kulinarischen Highlights im November.

ZusfassungNov14

Da gab es leckere Pancakes zum Frühstück, garniert mit einer Ricottacreme und Mandeln. Es gab köstlichen Lachs, gebraten oder gebacken, mit Kartoffelbrei oder Linguine, die Qual der Wahl! Schwedische Köstlichkeiten waren ebenfalls im Angebot, die kringeligen Kanelbullar nämlich, aber auch andere Eindrücke aus Skandinavien, genauer aus Kopenhagen. Herbstliche Küchlein mit Cranberrys und zitronig-frisches Lemontiramisu waren auch dabei, dazu ein paar Sonnenstrahlen, importiert direkt aus den karibischen Fernen. Zum Abschluss, natürlich, um auch wieder zurück zum Thema zu kommen, ein weihnachtliches Rezept. Bratapfelküchlein aus dem Glas mit Streuseln und ziemlich viel Rum, im Kuchen statt im Glühwein, sozusagen als Einklang auf den Dezember.

Ich freu mich über alle meine Leser, die mich so lieb begleitet haben durch diesen Monat und freu mich schon auf den nächsten spannenden, knusprigen, zimtigen, backfreudigen und leckeren Monat mit euch allen!
Eine schöne erste Adventwoche!
Alexa

Lust auf Kaffeeklatsch? Aber nur mit leckeren Zimtschnecken!

Knusprig und weich zugleich, süß aber nicht zu süß und einfach perfekt zu einer Tasse Kaffee.

Schnecken alle

Da hab ich in meinem letzten Beitrag schon so viel vom Winter gequatscht und dann kommt plötzlich wieder so ein schönes, sonniges Wochenende. Es war zwar kalt, aber eben nicht so grau. Da kann man ja fast schon draußen sitzen beim Kaffee trinken, draußen auf der Terrasse (die ich nicht habe) oder im Straßencafe. Noch besser als Kaffee bei Sonnenschein ist eigentlich nur Kaffee bei Sonnenschein und Kuchen dazu. Oder Zimtschnecken. Magst du Zimtschnecken? Ich schon. Beim Möbelschweden gibts die auch immer. Daher kenn ich sie. In Schweden selbst heißen sie kanelbullar und es gibt sie natürlich häufiger. Laut Natalie vom Holunderweg sogar jeden Tag (wenn man will); nämlich zur Fikapaus. Das ist wohl wie der Sonntagskaffee in Deutschland, nur eben jeden Tag. Wie toll ist das denn? Jeden Tag Zimtschnecken. Absolut großartig.

Schnecken vorne

Ich mach da gleich mal mit, nämlich bei Natalies Fikapaus und Blogevent. Zum Kaffeeklatsch bring ich meine selbstgemachten Zimtschnecken mit. Eigentlich nicht ganz selbst gemacht. Wie beim Kaffeeklatsch ist auch beim Backen Gesellschaft eine Bereicherung. Die liebe Andrea hat mir zur Seite gestanden, so haben wir die ganze Wohnung in Zimtduft gehüllt, während die männlichen Gäste abgelenkt waren vom Fussball.

Aber kommen wir zum Rezept. Hier haben wir uns ein bisschen inspirieren lassen von Laura, und wie sie die Hefe durch Backpulver ersetzt.

Was du für 12 große und 24 kleine Schnecken brauchst:

  • 100 g Butter + 4 EL für die Füllung
  • 2 Eigelb
  • 100 ml Milch
  • 280 g Mehl
  • Prise Salz
  • 1 TL Backpulver
  • 3 EL Zucker + 60 g für die Füllung
  • 1,5 TL Zimt + 1 TL für die Füllung

Außerdem: Ein normales Muffinblech und eines für Minimuffins, genug Papierförmchen, zwei zusätzliche Schluck Milch und zusätzlich Zimt-Zucker-Mischung.

Schnecken oben

Die Butter mit den Eiern und der Milch schaumig schlagen. Das Mehl in einer anderen Schüssel mit dem Backpulver und dem Salz vermischen. Dann beide Mischungen miteinander verkneten.
Für die Füllung die dafür vorgesehene Butter in einem Topf schmelzen, den Zucker und den Zimt einrieseln lassen, gut vermischen. 
Den Teig Stück für Stück ausrollen, in Rechtecke schneiden und mit der Füllung bestreichen. Dann das Rechteck von der schmalen Seite her aufrollen wie eine Roulade. Der Durchmesser dieser Rolle sollte dem Boden der Papierförmchen entsprechen. Jetzt ca 1 cm breite Scheiben abschneiden, dadurch entstehen Schnecken.
Den Backofen auf 160 Grad vorheizen. Die Muffinbleche mit den Förmchen bestücken. Die Schnecken darin verteilen und mit der zusätzlichen Milch bestreichen. Dann die Zimt-Zucker-Mischung darüber streuen und ab in den Ofen für 30 Minuten, die kleinen ca. 20 Minuten.

Schnecken nah

Wenn die Schnecken ausgekühlt sind, werden sie in die hübsche Dose mit der Aufschrift Bakery gepackt (der Name ist Programm) und dann geht es los zu Natalies Fikapaus. Ich freu mich schon, das wird köstlich!

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Außerdem bring ich noch ein paar Blümchen mit für die Gastgeberin:

Blumen

Hab einen schönen Kaffeeklatsch!

Alexa