What to do in Kathmandu – Tipps für Nepals quirlige Hauptstadt

Was Nepals Hauptstadt so unbeschreiblich macht, was man in Kathmandu alles erleben kann und wo man unbedingt mal essen sollte..

Kathmandu Nepal Tauben Tempel Wiederaufbau.jpg

Es gibt diese Momente, da weiß man genau, dass es gerade zu diesem Zeitpunkt keinen Ort gibt, an dem man sich wohler fühlen würde und an dem man lieber wäre. Momente an denen man völlig im Reinen ist mit sich und der Welt und in denen man einfach weiß, dass das Leben wundervoll ist. Und nein, ich rede nicht von einer spirituellen Eingebung während eines Yogakurses, den ich euch als nächstes empfehle 😉 Es gab diesen Abend in Kathmandu, der Herr Keks und ich saßen am Tisch eines Restaurants in einem Innenhof. Irgendwo schlängelten sich noch die letzten Strahlen der Abendsonne zwischen den Häusern und den Gebetsfahnen hindurch auf unsere Gesichter. Neben uns spielte eine Liveband die klassischen Lieder der Reisenden und Backpacker (sicher gibt es eine Playlist bei Spotify mit dem Namen: Songs every Hostel all over the world needs to play all day long) und dazu hörte man vereinzelt das Hupen von den Straßen Kathmandus. Die Luft roch nach Gewürzen, dem Staub der Straßen und der Ansammlung von Menschen in diesem Innenhof. In diesem Moment war ich einfach nur glücklich. Dieses Gefühl verbinde ich seither mit Kathmandu 🙂 Nach diesem etwas kitschigen Einstieg, will ich jetzt aber auch mal zur Sache kommen und euch verraten, was an Kathmandu so toll ist und was ihr dort so tun könnt.

Kathmandu Nepal Straßen Thamel Läden

Sightseeing in Kathmandu:

  • Das Backpackerviertel Thamel erkunden: Hier sind die meisten Hotels und Restaurants, in den Straßen drängt sich ein kleiner Laden an den nächsten, Tücher, Schals, Pullis und Outdoorklamotten, aber auch Gewürze, Tee und Schüsseln werden dort verkauft. Die Straßen sind schmal, es gibt keinen Bürgersteig und die Roller schlängeln sich zwischen Taxis, Rikschas und Fußgängern hindurch. Dieses Viertel ist so überlaufen und so voller Leben, es ist einfach herrlich.
  • Den Durban Square besuchen: Hier reihen sich die Tempel aneinander, leider nicht mehr so viele wie vor dem Erdbeben in 2015 und den Nachbeben in 2016, aber durchaus genug um beeindruckend zu sein. Der Eintritt ist wohl ziemlich erhöht worden, denn in unserem (nicht so alten) Reiseführer stand er noch für unter die Hälfte. Aber irgendwie will der Wiederaufbau schließlich finanziert werden.

Kathmandu Nepal Mönche Tempel Wiederaufbau

  • Die Siddihas Marg entlanglaufen: Die Straße ist eng und voll, doch sie hat eine ganz besondere Atmosphäre. So etwas ähnliches wie Girlanden hängen in der Luft und an jeder Ecke findet sich ein kleiner, aktiv genutzter Tempel mitten im Gewusel zwischen Marktständen. Mitten auf dem großen Platz dort, haben wir den leckersten Lassi überhaupt getrunken, leider weiß ich nicht, wie der kleine Stand hieß, aber wenn ihr viele zufriedene Menschen mit einem gelblichen Getränk um euch seht, seid ihr richtig 😉
  • Die New Road bestaunen: Ja, es gibt auch Ordnung und Sauberkeit in Kathmandu und zwar genau hier in dieser Straße 😉
  • Im Garden of Dreams zur Ruhe kommen: Der kleine Park ist eigentlich nicht schöner als manch andere. Das Besondere ist eher, dass man mit dem Gang durch den Eingangsbereich auch den ganzen Trubel und Lärm der Stadt hinter sich lässt. Der perfekte Ort um sich einfach mal ein bisschen Ruhe zu gönnen.

Kathmandu Nepal Garden of Dreams Park

Meine kulinarischen Empfehlungen für Kathmandu:

  • Black Olives Bar, das Restaurant in besagten Innenhof, kann man sowohl für das Frühstück als auch das Abendessen oder einen Snack empfehlen. Manchmal spielen auch Livebands. Chaksibari Marg., Thamel (es gibt keine Hausnummern..)
  • Das dalai-la, schräg gegenüber vom Black Olives, hat unglaublich leckere Momos (eine Art Dumplings) und auch ab und zu Livemusik. Die anderen Hauptgerichte waren eher unspektakulär.
  • Das Mountain Steak House in der J P Marg, die Einrichtung wirkt zwar ein bisschen kalt und lieblos, wie in vielen Restaurants in Nepal, aber das Essen ist köstlich und die Portionen groß.
  • Das Himalaya Java Coffee am Basantapur Square – ja, auch Kathmandu hat Instagramkulissen für die hippen Kaffeetrinker 😉

Nicht empfehlen würde ich das Thamel House. Es hat ziemlich gute Bewertungen bei Tripadvisor, was aber meiner Meinung nach daran liegt, dass hier die ganzen Reisegruppen einkehren, die nur einen Tag in Kathmandu sind und keinen Vergleich haben. Wir fanden das Essen geschmacklich durchschnittlich und dafür teuer. Außer uns waren wirklich nur Reisegruppen dort.

Kathmandu Nepal Straßenverkauf Thamel Teppiche Tücher

Übernachten in Thamel:

  • Das Thamel Grand Hotel liegt in der Chaksibari Marg. Die Zimmer sind völlig in Ordnung, aber nichts besonderes, dafür gibt es in den höheren Stockwerken tolle Dachterrassen. Wir waren im sechsten Stock, wo es nur ein Zimmer gibt und dafür eine riesige Terrasse, auf die sich zwar ab und zu andere Gäste verirren, aber meistens waren wir dort einfach allein. Frühstück bekommt man im Black Olives, das ist im Preis inbegriffen.
  • Das Mi Casa Hotel ist ein Boutiue Hotel in der Thamel Marg. Es hat nur sehr wenige Zimmer und diese sind so süß und gemütlich eingerichtet. Außerdem gibt es auf jedem Stockwerk eine kleine, liebevoll hergerichtete Terrasse. Auch das Frühstück ist sehr lecker und die Angestellten sind einfach superfreundlich und witzig.

Beide Hotels liegen im mittleren Preissegment. Natürlich geht es auch günstiger oder eben luxuriöser 😉

Kathmandu Nepal Verpflegung Waren Straßenmarkt Kerzen Tempel

Shoppen in Thamel

In Thamel kann man nicht nur tolle Mitbringsel vom Tee über Gewürze bis zu Kaschmirschals finden, es bietet sich auch an, sich mit Outdoorgarderobe auszustatten, sofern gewünscht. Wer auf Kaschmirpullover steht, der wird hier auch glücklich werden. Handeln ist unbedingt Pflicht! Der erste Preis ist immer ein schlechter. Den Verkäufern macht das Handeln Spaß bis zu dem Punkt, an dem ihr zu niedrig seid, aber das merkt ihr dann schon 😉 Da viele Läden das gleiche Sortiment bieten, ist es auch nicht schlimm, wenn ihr es euch mit dem einen Verkäufer verscherzt habt.
Nicht lohnenswert ist es, in Kathmandu noch Kamerazubehör zu kaufen. Es wird zwar alles angeboten, aber die Preise sind um einiges höher als in Deutschland und dafür verzichtet ihr auf die Garantie, einfach weil ihr nicht mehr in Nepal sein werdet um etwas reparieren zu lassen.

Kathmandu Nepal Einwohner bunte Wand Schrift

Ein letzter Tipp zum Schluss: Nehmt euch Zeit für diese tolle Stadt! Auch um Nepal herum kann man so viel unternehmen, dass man gut 4 bis 5 Tage hier bleiben kann. Wer jetzt total vom Reisefieber gepackt wurde, der schaut am besten gleich in meinen Beitrag zu den Vorbereitungen auf die Reise nach Nepal. Wer noch nicht ganz überzeugt ist, der guckt sich nochmal meine ersten, teils skurrilen Eindrücke an und ist dann überzeugt 😉 Und jeder der schon mal in Nepal war, der kann gern seine Tipps in den Kommentaren hinterlassen 🙂
Eure Alexa

Mein Kindheitsklassiker: Grießpudding mit einfachem Beeren-Rosmarin-Kompott

Über einfache Wohlfühlrezepte, die einen sofort zurück versetzen in die Zeit, als Oma ihre Arme ausbreitete und alles gut wurde – selbst die Abschürfung am Knie 😉

griespudding-beerenkompott-mit-rosmarin-kindheitserinnerung-wohlfuhlrezept-3

„Köstliche Kindheitserinnerungen“ ist das Thema im März bei der lieben Ina von What Ina loves. Ein simples Thema, das bei mir ein ganzes Gedankenkarussel anschmeißt. Wenn ich an meine Kindheit denke, dann ist das immer eine Sache: das Grundstück. Klingt für Außenstehende immer total seltsam, dieser Name. Eigentlich war es aber einfach das, was der Name schon sagt: ein Grundstück in der Oberpfalz, das meine Großeltern gekauft hatten, ein kleines Häuschen darauf bauten und mit uns Kindern einfach jede Ferien dort verbrachten. Alles war sehr einfach gehalten dort. Meine Cousinen, meine Schwester und ich haben einfach den ganzen Tag draußen im Garten gespielt, oder Brennball mit den Kindern der Nachbarschaft auf der Straße, die eine Sackgasse war und gleich nach unserem Haus endete. Manchmal schnappten wir uns noch die Räder und fuhren zum Spielplatz, meist mit ein paar Münzen ausgestattet, um auch ein Eis zu holen. Schön war das.

griespudding-beerenkompott-mit-rosmarin-kindheitserinnerung-wohlfuhlrezept

Da wir aber nur in den Ferien dort waren, gab es gerade beim Essen, bzw. den lagerbaren Lebensmitteln immer viele Reste, die dann verbraucht werden mussten. Aus diesen Resten entstand eines Tages mal ein Grießpudding, weil eben Grieß und Puddingpulver bis zu den nächsten Ferien abgelaufen wären. Was Oma aus der Not heraus kochte, schmeckte uns Kindern so gut, dass es den Grießpudding öfter geben musste. Er war auch ein Heilmittel gegen all die großen Sorgen, die wir Kinder hatten: aufgeschürfte Knie, blaue Flecken vom Hinfallen und dreckige Lieblingspullis.. Eis und Zitronenkuchen haben übrigens auch gut geholfen. Überhaupt konnte meine Oma damals alle Probleme immer lösen, einfach mit einer Umarmung und etwas leckerem zu essen. Ich glaube, daher kommt es, dass ich auch in stressigen Zeiten gern aufwendig koche, manchmal sogar aufwendiger als in nicht-stressigen Zeiten. Es beruhigt mich einfach. Oma hat mich da konditioniert wie einen Pavlovschen Hund 😉

griespudding-beerenkompott-mit-rosmarin-kindheitserinnerung-wohlfuhlrezept-2

Jetzt aber schnell zum Rezept für 2 Portionen meines Grießpuddings mit Wohlfühlfaktor:

  • 500 ml Milch
  • 2 EL Puddingpulver
  • 2 TL brauner Zucker + 1TL für das Kompott
  • Mark einer Vanilleschote
  • 1 MS Zimt
  • 1 TL Vanillezucker
  • 70 g Hartweizengrieß
  • 100 g gemischte Beeren (TK)
  • 1 Zweig frischer Rosmarin
  • 8-10 Haselnüsse
  • evtl. eine Kiwi oder anderes Obst, das „weg muss“ zum garnieren

Etwa 4 EL der Milch in eine Schüssel geben, den Rest in einem Topf zum Kochen bringen. Währenddessen die Milch in der Schüssel mit dem Puddingpulver, dem braunen Zucker, dem Vanillemark, Vanillezucker und Zimt mit einem Schneebesen vermischen. Indie gerade so kochende Milch gießen und umrühren (Pudding kochen eben…). Dann den Grieß dazugeben und weiterrühren. Herd ausmachen und unter gelegentlichem Rühren eindicken lassen. Wer mag, gibt noch einen Schuß Sahne dazu, dann wird es cremiger. In Gläser oder Schüsseln verteilen und zur Seite stellen.

Für das Kompott die TK Beeren in einem Topf auftauen. Rosmarinzweig und braunen Zucker dazugeben und köcheln lassen bis die Beeren saften und eindicken. Den Rosmarinzweig wieder entfernen. Das Kompott noch heiß über den Grießpudding geben. Die Haselnüsse grob zerkleinern, über die Gläser verteilen und servieren. Evtl. eben noch die aufgeschnittene Kiwi dazulegen.

griespudding-beerenkompott-mit-rosmarin-kindheitserinnerung-wohlfuhlrezept-4

Übrigens glaube ich, dass die Kindheit auf dem Grundstück auch dazu beigetragen hat, dass ich den Herrn Keks noch lieber mag. Der kommt nämlich aus der Oberpfalz und allein dieser Dialekt ist für mich einfach beruhigend 🙂
Was verbindet ihr mit eurer Kindheit? Essen? Sprachliche Besonderheiten? Oder eben vor allem die Familie? Lasst mal hören 🙂
Alexa

Limettencheesecake in der No Bake Variante mit Keksboden

Über den Kuchen, der wirklich alles verzeiht, auch noch cremig und köstlich ist und dazu aussieht, als wäre man der Meisterbäcker schlechthin 🙂

limettencheesecake-limettencurd-no-bake-1

Sicher erinnert ihr euch noch an die Kucheneskapade mit meinen Kollegen? Sonst nochmal eine kurze Zusammenfassung: um die Kollegen vor Schmach und Schande zu retten und ihnen stattdessen zu Ruhm und Ehre zu verhelfen, habe ich eines Abends einen Kuchenbackkurs gegeben. Leider hatte ich nicht mit dem Einsatz von Amaretto und Kräuterschnaps gerechnet – aus Gutgläubigkeit oder Naivität, es sei dahingestellt. Für den Cheesecake hatte ich wirklich gar keine Hoffnung mehr. Der Kollege H., der diesen (nicht-)backen sollte, war so überzeugt, dass ein Viertel der Amarettoflasche und ein ebensolches Viertel des Kräuterschnapses den Kuchen nur verbessern. Ich hatte starke Zweifel, nicht nur am Geschmack, sondern vor allem daran, dass er trotz zu viel Flüssigkeit überhaupt fest wird.

limettencheesecake-limettencurd-no-bake-3

Zum Glück hatte ich sowieso ein ganzes Päckchen Gelantine dabei und obwohl nur ein halbes nötig gewesen wäre, habe ich einfach heimlich, das ganze Päckchen verwendet, sicherheitshalber. Und der Keksboden? Ja, da lief zum Glück die überschüssige Flüssigkeit einfach über Nacht unter dem Tortenring hindurch. Dieser Kuchen ist also einfach gelingsicher, sogar bei unbegabten (sorry, liebe Kollegen) Bäckern. Dafür sieht er aber hammermäßig kompliziert aus, findet ihr nicht? Bisher konnte dieser Kuchen immer Eindruck schinden. Und die Creme ist einfach so wahnsinnig gut, dass der Keks ihn sich immer und immer wieder wünscht. Darum habe ich schon verschiedenste Varianten ausprobiert und bis auf die Kräuterschnapsversion kann ich wirklich alle empfehlen. Diesmal habe ich meine Reste an Lemoncurd (oder Limecurd. weil es aus Limetten war) verbraucht. Könnte sicher auch toll schmecken mit Blutorangencurd, die haben ja gerade Saison. 🙂

limettencheesecake-limettencurd-no-bake

Und hier das Rezept für einen No Bake Cheesecake mit Limecurd und etwa 24 cm Durchmesser (der Tortenring ist ja sehr variabel):

  • 250g Haferkekse
  • 125g Butter
  • 300g Frischkäse
  • 200g Sahne
  • 1 Sahnesteif
  • 200g griechischer Joghurt
  • 1 Limette
  • 6 EL Limecurd (gekauft oder nach diesem Rezept gemacht, mit Limetten statt Zitronen)
  • Agavendicksaft nach Bedarf
  • 1/2 Pkg Gelatine, gemahlen
  • Tortenring

Die Kekse in einen Gefrierbeutel geben, diesen gut schließen und die Kekse mit Hilfe eines Nudelholzes oder Topfbodens zerkrümeln. Die Butter in einer Pfanne bei mittlerer Hitze schmelzen. Kekskrümel in die Butter geben, gut vermischen. Den Tortenring auf einen Teller stellen, gewünschten Durchmesser feststecken und die Keks-Butter-Mischung hineingeben. Mit einem Löffel verstreichen und festdrücken. Das Ganze in den Kühlschrank stellen.
Die Gelantine nach Packungsanweisung vorbereiten (mit Wasser aufquellen lassen, dann in einem kleinen Topf schmelzen). Dann die Sahne mit den Sahnesteif steif schlagen. Den Frischkäse in einer anderen Schüssel mit einem Schneebesen kurz aufschlagen, damit er weicher und cremiger wird. Limette ausdrücken. Den griechischen Joghurt,den Limettensaft und das Limecurd zum Frischkäse geben und verrühren. Die Sahne unterheben. Abschmecken und bei Bedarf mit Agavendicksaft süßen. Einen Löffel der Creme zur vorbereiteten Gelantine geben (diese sollte ja flüssig sein) und vermischen. Creme mit Gelantine zur restlichen Cremegeben und gut unterrühren. Jetzt die Creme auf dem Keksboden verteilen und glatt streichen. Mindestens 6 Stunden kalt stellen, noch besser über Nacht.

limettencheesecake-limettencurd-no-bake-2

 

Gar nicht so schwer, oder? Und wie gesagt, absolut gelingsicher! 🙂 Habt ihr auch so einen Kuchen, der richtig was her macht, aber eigentlich ziemlich simpel ist? Dann immer her mit dem Rezept!
Habt noch ein schönes Wochenende!
Alexa

Heimatliebe München: Der Olympiapark im Winter

Über beeindruckende Bauwerke, romantische Sonnenuntergänge und die schönste Stadt der Welt…

olympiapark-olympiaturm-bmw-munchen

Meine Heimat liebe ich schon sehr! Aber: München macht es einem auch so einfach 😉 Diese wunderschöne Stadt, die irgendwie doch ein Dorf ist, mit ihren vielen unterschiedlichen Stadtteilen, die in sich alle so eigen sind, muss man doch einfach lieben. Viele Orte verlieren viel von ihrem Charme im Winter, wenn alles grau ist und die Bäume kahl sind. Ein bisschen ist das bei München natürlich auch so, Sommer und grüne Wiesen sind einfach schöner. Dennoch hat München auch im Winter so viel zu bieten. Was man so machen kann, hab ich euch letztes Jahr in meinem Beitrag zu den Münchner Winteraktivitäten schon verraten. Heute gibt es noch mehr und zwar zu einem Teil von München, in dem ich selbst eher selten bin: dem Olympiapark!

olympiapark-olympiahalle-munchen

Gerade an einem klaren Wintertag ist der Olympiapark besonders schön. Damit euch nicht zu schnell zu kalt wird, fangt ihr einfach mit einem Besuch in der BMW Welt an, dort kann man gut eine Stunde verbringen und sich von den schönen Autos beeindrucken lassen. Dann könnt ihr von dort aus euren Spaziergang zum Olympiaberg beginnen. Hinzu empfehle ich den Weg vorbei an den Tennisplätzen des Unisports, dann über die Brücke zur Olympiahalle und der Schwimmhalle, über die Brücke des Olympiasees und hinauf auf den Berg. Dauert etwa 45 Minuten. Am besten seht ihr vorher nach, wann die Sonne untergeht und plant so, dass ihr zum Sonnenuntergang auf dem Berg seid. Warum? Darum:

blick-vom-olympiapark-frauenkirche-munchen

Ihr habt vom Olympiaberg aus nicht nur einen tollen Blick über das Olympiagelände, sondern auch auf die Innenstadt! Wer Glück hat, kann den tollen Blick mit Frauenkirche und Alpenpanorama genießen. Wir waren sehr glücklich an diesem Tag: toller Ausblick, tolle Sicht, rosa Himmel – das Leben kann auch schlechter sein 😉
Bei den Gebäuden im Olympiapark bin ich mir nie ganz sicher, wie schön ich die eigentlich finde. Bei alten Jugendstilgebäuden muss ich da nie überlegen. Aber der Olympiaturm? So richtig schön ist der eigentlich nicht. Dafür umso beeindruckender in seiner puren Höhe.

olympiapark-olympiaturm-olympiahalle-munchen

Auch das Olympiastadion ist eher beeindruckend als wirklich schön. Finde ich zumindest. Hat ja auch was 😉  Der Rückweg zur BMW Welt und der dort gelegenen U-Bahnstation ist übrigens kürzer als der Hinweg und sollte in 20 Minuten zu schaffen sein. Ein großartiger Tagesabschluss wäre evtl. noch ein Abendessen in dem sich drehenden Restaurant des Olympiaturms. Dazu sei gesagt: günstig ist was anderes und ihr müsst unbedingt reservieren. Warum der Spaziergang im Winter evtl. sogar ein bisschen schöner ist als im Sommer hat übrigens einen einfachen Grund: weniger Touristen und Einheimische sind unterwegs 😉 Allerdings hat so ein sommerliches Picknick schon auch was.

olympiapark-olympiahalle-munchen-see

Was haltet ihr von der ganzen Anlage des Olympiageländes? Wart ihr schon einmal dort und gefällt es euch dort? Für alle Münchner noch der Hinweis, dass dieses Wochenende ganz schön sein könnte für diesen Spaziergang, also falls ihr noch keine Pläne habt… 😉
Alexa

Alles Käse: Tipps und Tricks für die perfekte Käseplatte

Über die heimliche Expertise des Herrn Keks und alles, was du schon immer über Käse wissen solltest.

kase-kaseplatte-schweizer-kase-tipps

Vor kurzem flatterte eine wunderbare Einladung ins Hause Keks und Koriander, nämlich zu einem Käseworkshop von Käse aus der Schweiz. Allerdings beschränkt sich meine Käsebegeisterung auf Frischkäse und Ziegenkäse, der wahre Käseliebhaber ist der Herr Keks (demnächst müssen wir uns noch umbenennen in „Zimt und Käse“ oder so..). So begaben wir uns natürlich gemeinsam zum Workshop, ich um etwas zu lernen, der Herr Keks um zu genießen 😉
Damit ihr jetzt wisst, wie ihr euren Schweizer Käse am besten behandelt um ihn am meisten genießen zu können, möchte ich euch natürlich an meinem neuen und des Herrn Kekses bereits vorhandenen Wissen teilhaben lassen!

kaseplatte-begleitung-sosen-und-dips-schweizer-kase

Käsewissen:

  • Der Schweizer Käse wird nach der Region benannt, aus der die Kühe kommen.
  • Die Kühe sind sehr glücklich, sie haben einen Namen und dürfen Musik hören. Außerdem sind sie im Sommer 26 Tage im Monat und im Winter 13 Tage im Monat an der frischen Luft.
  • Die Käserei muss sich im Umkreis von 20km befinden, weiter darf die Milch nicht transportiert werden.
  • Abends und morgens gemolkene Milch wird zur weiteren Verarbeitung gemischt.
  • Der Bauer darf nicht in die Käserei um den Prozess nicht zu gefährden bzw. zu verunreinigen.
  • Es gibt ein zentrales Lager für alle Milchbakterien, so kann auch ein „Vaterschaftstest“ gemacht werden, ob es sich z.B. um echten Emmentaler handelt.
  • Die Löcher machen übrigens die Bakterien.

kase-schweizer-kase-schimmelkase-blaues-hirni

Die Aufbewahrung:

  • Käse hält sich am besten im Kühlschrank (soweit wusstet ihr das sicher..) unter einer Käseglocke. Ein Apfel unter der Glocke sorgt für Feuchtigkeit.
  • Käsereste können auch sehr gut eingefroren werden.
  • Vor dem Genuss sollte der Käse bereits etwa eine halbe Stunde im Voraus aus dem Kühlschrank genommen werden.

kaseplatte-reihenfolge-beispiel-schweizer-kase-2

 

Das Anrichten einer Käseplatte:

  • Für die Käseplatte sollten 3 – 8 Sorten gewählt werden.
  • Die richtige Reihenfolge wäre vom leichten Frischkäse, über Camenbert, zum Hartkäse und als krönender Abschluss der kräftige Schimmelkäse, im Uhrzeigersinn oder eben entlang der Platte angeordnet.
  • Ergänzt wird die Platte mit Trockenfrüchten (z. B. Pflaumen) und frischen Früchten (Feigen, Trauben, Birne), verschiedenen Soßen, wie Senf, herbes Fruchtkompott und  Zwiebelchutney, außerdem passt sogar Schokolade mit hohem Kakaoanteil.
  • Pro Person empfehlen sich 60 bis 80g Käse.
  • Zur Neutralisierung sollte Brot gereicht werden, z.B. Baguette, Vollkornbrot oder Pumpernickel.

kaseplatte-reihenfolge-beispiel-schweizer-kase

Und das war unsere Käseplatte. Der Herr Keks hat die Auswahl getroffen, ich war für die Deko zuständig. Und der Kommentar des Käseexperten: „Sehr gelungene Käseplatte, aber sicher nicht eure erste..“. Doch, es war unsere erste Käseplatte 🙂 Umso stolzer waren wir, bzw. ich auf den Herrn Keks 😉
Wie steht es so mit eurem Käsewissen? Konnte ich euch was neues erzählen oder war alles schon bekannt?
Habt eine schöne Woche!
Alexa

 

PS: Der Herr Keks und ich bedanken uns ganz herzlich bei den Ausrichtern des Schweizer Käseworkshops, es war uns eine große Freude und ein noch größerer Genuss!

Omas Kleckskuchen mit Streuseln

Die Geschichte des hässlichen Entleins in Kuchenform und warum man am nächsten Tag zum Frühstück angetrunken ist wenn man mit einer Gruppe Ingenieure backt..

kleckskuchen-hefeblechkuchen-quark-pflaumenmus-mohn-streusel-2

Ein paar Mal habe ich nun schon Geschichten aus der Arbeit erzählt und der ein oder andere von euch wird wissen, dass mein Arbeitsplatz die 5% Frauenquote nicht einhält und ich von technikbegeisterten Ingenieuren umgeben bin. Dies soll nur zum besseren Verständnis der restlichen Geschichte noch einmal erwähnt werden 😉
Da nicht nur Technik die Kollegen begeistert, sondern auch Kuchen, wurde die Regel eingeführt, dass jeder an seinem Geburtstag Kuchen für alle mitbringen muss oder öffentlich gedemütigt wird durch das eigene Konterfei auf der Wall of Shame in der Kaffeeküche. Aus doch recht naheliegenden Gründen ergab es sich, dass einige der Kollegen, die auf dieser Wall ausgestellt sind, mich um einen gemeinsamen Backabend baten. Und als gute Kollegin hab ich natürlich schnell meinen Schneebesen mit in die Arbeit gebracht und wir machten uns ans Kuchenbacken in der Kaffeeküche nach Feierabend.

kleckskuchen-hefeblechkuchen-quark-pflaumenmus-mohn-streusel

Vier Kollegen waren dabei und somit wollten wir vier Kuchen backen. Jeder musste die Verantwortung für einen der Kuchen übernehmen:

  1. Hefekuchen mit Mohn, Quark und Pflaumenmus von Kollege C.
  2. Tiramisu von Kollege T.
  3. Krümelmonstercupcakes von Kollege S.
  4. No Bake Cheesecake von Kollege H.

Beim Hefeteig für Kuchen 1 war noch alles in Ordnung und ein allgemeines Interesse vorhanden. Beim Tiramisu war das Interesse schon mehr beim Amaretto als beim Kuchen machen. Bei den Muffins verabschiedete sich Kollege S. während der Teigproduktion um zu telefonieren und ward lange nicht mehr gesehen. Teig rührend probierte ich noch, die Muffins vor den Kollegen und der Amarettoflasche zu schützen – erfolglos.
Beim No Bake Cheesecake war leider jegliche Ernsthaftigkeit verloren und so landete der restliche Amaretto im Keksboden (die überflüssige Flüssigkeit läuft übrigens über Nacht irgendwie an den Seiten unter dem Tortenring hindurch…). Als es dann an die Cheesecake Creme ging, war der Amaretto leer und ich schöpfte Hoffnung für den Kuchen. Doch die Kollegen holten aus einem unbekannten Versteck einen Kräuterschnaps, der irgendwie die letzte Weihnachtsfeier überlebt hatte. Alle meine Hinweise, auf den Geschmack des Kuchens wurden ignoriert und der Schnaps landete in der Creme. Kollege H. war immer begeisterter von seinem alkoholischen Werk. Doch zum Glück fand auch diese Flasche Schnaps ein Ende und so konnte der Kleckskuchen, der am Ende fertig gestellt wurde, gerettet werden. Und auch wenn er im rohen Zustand der optisch unüberzeugendste aller Kuchen war, so war er doch einfach der leckerste. Ein Hoch auf Omas Rezept!

kleckskuchen-hefeblechkuchen-quark-pflaumenmus-mohn-streusel-4

Darum werde ich euch einfach das Rezept meiner Oma für diesen wundervollen Kleckskuchen mit Mohn, Pflaumenmus, Quark und Streuseln geben:

Für den Hefeteig:

  • 375g Mehl
  • 100g Butter
  • 80g Zucker
  • 1 Ei
  • 125ml Milch, lauwarm
  • 1/2 Würfel Frischhefe

Für den Belag:

  • 500g Magerquark
  • 80g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Vanillezucker
  • 100ml Milch
  • 200g Pflaumenmus
  • 1 Pkg. Fertigmohn zum Backen (250g)

Für die Streusel:

  • 100g Mehl
  • 50g Zucker
  • 65g Butter

Arbeitszeit: 20 Minuten, dazu 1 Std. Gehzeit und 40 Minuten Backzeit

Erst wird der Hefeteig hergestellt. Dafür die Hefe in der lauwarmen Milch mit einem Löffel des Zuckers auflösen. Butter schmelzen und etwas auskühlen lassen. Alle Zutaten in einer Schüssel vermischen und zu einem homogenen Teig kneten. Den Teig mit einem sauberen Küchentuch abdecken und eine Stunde gehen lassen.

Kurz vor Ablauf der Gehzeit den Ofen vorheizen auf 175 Grad. Dann den Quark in einer Schüssel kurz aufschlagen. Mit dem Zucker, dem Salz, dem Vanillezucker und 50ml Milch vermischen. 
Der Hefeteig auf einem mit Backpapier belegten Backblech ausrollen. Mit der Quarkmischung bestreichen. Die Mohnbackmischung mit der restlichen Milch anrühren und auf die Quarkmasse klecksen. Das Pflaumenmus ebenfalls klecksen. Das Mus sollte nicht zu nah am Rand gekleckst werden, da es sonst verbrennt.
Für die Streusel alle Zutaten mit den Händen zu einem bröseligen Teig verkneten und gleichmäßig auf dem Kuchen verteilen. 40 Minuten backen, dann aus dem Ofen nehmen und vor dem Anschneiden noch auskühlen lassen.

kleckskuchen-hefeblechkuchen-quark-pflaumenmus-mohn-streusel-3

Nicht nur für die Kollegen, sondern auch für die erste Runde #letscooktogether von der lieben Ina von What Ina loves passt dieses Rezept perfekt! Das Thema lautet nämlich Hefeglück und was kann schon glücklicher machen als ein Kuchen nach Omas Rezept?! Eben! 😉
Übrigens ist der telefonierende Kollege S. wieder in der Küche aufgetaucht als seine Muffins gebacken, ausgekühlt und zu Krümelmonstern dekoriert waren. Wir haben ihn dann die Küche aufräumen lassen 😉
Und der Cheesecake wurde trotz Schnaps fest und cremig. Der Geschmack ist dann ja irrelevant, bzw. gibt es einfach so Tage, an denen Kuchen mit Schnaps in der Früh genau das Richtige ist… 😉 Die Moral von der Geschicht: Backe mit Kollegen nicht! 😀
Ich wünsch euch schon ein schönes Wochenende!
Alexa

 

 

Meine Tipps für Reiseplanung und Routenwahl in Vietnam

Etwa vor einem Jahr sind der Herr Keks und ich aus Vietnam zurückgekommen und ich muss sagen: ich träume immer noch von diesem wunderbaren, exotischen Land. Doch so schön es war, die Reiseplanung hat mich anfangs richtig gefordert. Viele Orte klingen ähnlich und die Strecken zwischen den sehenswerten Orten im Norden, Süden und in Zentralvietnam sind immens. Darum wollte ich euch heute einfach einen kurzen Überblick geben über die verschiedenen Orte Vietnams, was euch dort besonderes erwartet und wie ihr euch zwischen ihnen fortbewegt.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Arbeiten zwischen Reisfeldern und Palmen

Vietnams Norden

Hanoi: die Großstadt ohne Bürgersteig, mit den tausend kleinen Gässchen voller Läden und mit sicher beliebtesten See für Hochzeitsshootings ist einfach ansteckend quirlig und lebhaft. Wandert durch die Gassen und genießt die Stimmung und das leckere Essen! 3 – 4 Tage könnt ihr hier gut einplanen. Genauer berichtet habe ich hier schon mal.
Anreise: Wahrscheinlich kommt ihr sowieso entweder hier oder in Hoh Chi Minh City im Land an.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Auf den Straßen von Hanoi

Sapa: Der Bergdorf ist total süß, die Wanderungen drum herum beeindruckend, wenn man Glück hat mit dem Wetter. Meinen detaillierteren Bericht gibt es hier. Die Tour ist ein drei-Tages-Ausflug von Hanoi aus.
Anreise: mit dem Nachtzug oder dem Bus möglich, ich empfehle absolut den Expressbus.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Wandern in Sapa

Halong Bucht: ein richtiges Highlight sind die Karstfelsen der Halongbucht. Man kann 2- oder 3-tägige Ausflüge mit dem Schiff durch die Bucht von Hanoi aus buchen. Effektiv sind diese aber kürzer, da die Fahrt zur Küste schon einen halben Tag dauert. Dennoch ist es großartig.
Anreise: in den Touren mitinbegriffen ist die Hin- und Rückfahrt von Hanoi aus mit dem Minivan. Eine selbständig organisierte Anreise ist wirklich um einiges komplizierter. Bei der Tourbuchung sollte man darauf achten, nicht unbedingt das günstigste Angebot zu nehmen, es gibt doch recht große Unterschiede bei den Schiffen.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Ausblick auf die Halong Bucht

Ninh Binh: die trockene Halongbucht. Zwischen grünen Wiesen und den scharfkantigen Felen kann man wunderbar mit dem Rad die Gegen erkunden.
Anreise: mit dem Bus erreichbar und es gibt wohl auch die Möglichkeit, von hier aus weiter nach Hue zu fahren. Jedoch hab ich das selbst nicht ausprobiert, also ohne Garantie 😉

Zentralvietnam:

Hue: Die ehemalige Kaiserstadt Hue mit dem alten Kaiserpalast und einigen wunderschönen Grabmählern hat viel zu bieten. Wir waren dort nur einen Tag, ein oder zwei mehr wäre schön gewesen 😉 Den Bericht dazu gibt es hier.
Anreise: von Hanoi aus mit dem Nachtzug, dem Bus oder einem Inlandsflug.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Im alten Kaiserpalast in Hue

Hoi An: Die Stadt der Lampions und Schneider hat eine wunderschöne Altstadt und tolle Strände. Hier kann man gut auch etwas mehr Zeit verbringen, mit dem Rad durch die Reisfelder fahren, einen Kochkurs machen, shoppen oder am Strand liegen. Was wir dort so gemacht haben, habe ich hier erzählt.
Anreise: Mit dem Bus von Hue aus oder auf eigene Faust, dann könnt ihr über den  Wolkenpass fahren (der Bus nimmt den Tunnel). Ihr könnt zum Beispiel ein Motorrad leihen, wie wir das gemacht haben, oder ihr sucht euch einen Fahrer. Beide Möglichkeiten sind durchaus günstig.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Lampions in Hoi An

Vietnams Süden

Dalat: Das Paris Vietnams wird diese Stadt oft genannt, allerdings soll sie wohl eher kitschig als architektonisch wertvoll sein 😉 Von hier aus kann man wunderbare Ausflüge in die Natur machen: Wasserfallwanderungen, Mountainbike Touren oder Motorradtouren mit den sogenannten Easy Ridern.
Anreise: Mit dem Bus von Hoi An (mit Umsteigen) oder Hoh Chi Minh aus. Von Hoh Chi Minh aus könnt ihr auch fliegen. So oder so, es dauert relativ lang dorthin, darum hatten wir uns dagegen entschieden.

Phu Quoc:  Eine Insel mit absoluten Traumstränden, die näher an Kambodscha liegt als an Vietnam. Man kann die Insel wunderbar mit dem Roller erkunden und dabei immer wieder an menschenleeren Stränden ausspannen. Was ich jedoch erschreckend fand, waren die ganzen Baustellen auf der Insel. Alle hundert Meter waren Gerüste und Baustellenfahrzeuge, dazu große Plakate mit einer Vorschau der Hotels. Es sollen lauter riesige Luxusbunker entstehen, bzw. sind wahrscheinlich mittlerweile schon fertig, denn wir waren ja vor einem Jahr da. Dass die Insel überhaupt noch lohnenswert ist wenn die Bauvorhaben beendet sind, kann ich mir nicht vorstellen.
Anreise: Ihr könnt von Hoh Chi Minh aus fliegen oder auch die Fähre von Ha Tien aus nehmen wenn ihr vorher im Mekong Delta unterwegs wart.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Einsame Strände auf Phu Quoc

Mekong Delta: die Lebensader Vietnams, der Mekong, ist beeindruckend breit und auch hier ist es wieder faszinierend, dem Leben am Flus zuzusehen. Man kann auch einen Floating Markte besuchen. Wir sind mit unserer Tour ziemlich reingefallen, darum unbedingt auf Empfehlungen hören und nicht zu viel sparen wollen 😉
Anreise: mit dem Bus oder Minivan von Hoh Chi Minh aus

Mui Ne: Bekannt ist die kleine Stadt entlang der Küste durch die Sanddünen und den Fischerhafen. Recht viel mehr gibt es nicht zu sehen. Die Strände sind im östlichen Teil wesentlicher schöner, dort gibt es aber nur wenige Hotels. Im westlichen Teil ist der Strand kaum vorhanden, bzw. nur ein schmaler Streifen. Außerdem ost der Ort fest in russischer Hand, wie man schon an den zweisprachigen Menükarten erkennt (englisch und russisch)
Anreise: Mit den Bus von Hoh Chi Minh aus

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Die Sanddünen in Mui Ne

Nha Trang: Der Partyort am Strand in Vietnams Süden soll sehr modern sein. Wir haben diesen Ort allerdings ausgelassen.
Anreise: Mit dem Bus von Hoh Chi Minh oder Mui Ne aus. Einige der Touren in Dalat enden auch dort.

Hoh Chi Minh: Das ehemalige Saigon ist lang nicht so gemütlich wie Hanoi und auch nicht so schön. Dafür ist Hoh Chi Minh Ausgangspunkt für viele Orte im Süden und hat auch ein schönes Backpackerviertel, in dem man den ein oder anderen Abend gemütlich verbringen kann.
Anreise: Hier stehen euch alle Möglichkeiten offen.

Sicher gibt es noch weitere Orte, die ihr besuchen könnt, doch das waren sicher die bekanntesten. Mit seinen etwa 1600km ist Vietnam sehr lang, dadurch entstehen einfach  lange Wege und die Routenplanung gestaltet sich durchaus schwierig. Außerdem ändert sich das Klima im Norden extremer als im Süden, daher macht es auf jeden Fall Sinn, den Ablauf der Reise nach dem Wetter im Norden zu richten. Wir haben beispielsweise im Norden angefangen und hatten durchaus Glück mit dem Wetter in Sapa, da wir Anfang Dezember da waren. Wären wir andersherum gereist und erst im Januar dort gewesen, hätte es schon viel schlechter und vor allem kälter sein können.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Straßenverkauf in Vietnam

Hier meine Tipps für mögliche Routen, die natürlich auch andersherum funktionieren. Da ihr wahrscheinlich vom gleichen Flughafen aus den Hin- und Rückflug nach Deutschland habt, wäre eben am Anfang oder Ende der Reise noch ein Inlandsflug zwischen Hanoi und Hoh Chi Minh.

Route 1 (3 Wochen): Start in Hanoi mit Tagesausflügen nach Sapa und in die Halong Bucht, weiter nach Hue, dann weiter nach Hoi An. Von hier aus mit dem Flieger direkt nach Phu Quoc und nach ein paar gemütlichen Strandtagen ebenfalls mit dem Flieger nach Hoh Chi Minh.

Route 2 (3-4 Wochen): Start in Hanoi mit Tagesausflügen nach Sapa und in die Halong Bucht, weiter über Ninh Binh nach Hue, dann weiter nach Hoi An. Von hier aus mit dem Bus oder Flugzeug oder beidem gemischt nach Dalat. Tour mit Ende in Nha Trang. Von dort aus über Mui Ne zurück nach Hoh Chi Minh.

Route 3 (4 Wochen): Start in Hanoi mit Tagesausflügen nach Sapa und in die Halong Bucht, weiter nach Hue, dann weiter nach Hoi An. Von hier aus mit dem Flieger direkt nach Phu Quoc. Über das Mekong Delta zurück nach Hoh Chi Minh.

Ganz andere Alternative: Ihr biegt von Zentralvietnam aus ab nach Kambodscha und reist durch Kambodscha zurück nach Hoh Chi Minh.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Auf dem Weg zum Wolkenpass

Wer als Urlaubsvorfreude schon mal ein paar vietnamesische Gerichte probieren will, der kann sich auch hier inspirieren lassen, ich bin nämlich totaler Fan der vietnamesischen Küche seit unserer Reise:

So, jetzt kann der Urlaub ja losgehen, oder? Ihr seid zumindest informiert 😉 Oder wart ihr schon mal in Vietnam und habt noch ganz andere Empfehlungen, Routen oder Tipps? Immer her damit!
Alexa